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SteinReich Multi-Cache

Hidden : 8/19/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Die ältesten Zeugnisse der Steinbrecherei im Elbsandsteingebirge gehen zurück bis ins Jahr 1336, wo eine Urkunde bezeugt, dass Bischof Witigo II. von Kolditz „Liebethal mit seinen Steinbrüchen“ gekauft hat. Aber bereits noch früher wurde Elbsandstein für den Bau der Meißner Albrechtsburg verwendet.
Die Steinbrecherei hat an vielen Stellen im Gebirge ihre Spuren hinterlassen. Für die vielen Brüche in Elbnähe war der bequeme Abtransport per Lastkahn ein wichtiger Vorteil. Martin Luther hat sich beispielsweise eine Badewanne aus „Pirnschem Sandstein“ nach Wittenberg liefern lassen. August der Starke brauchte sehr große Mengen für seine barocken Prachtbauten in Dresden. Aber auch in Leipzig, Torgau, in Berlin, und selbst am Kopenhagener Schloss wurde Sandstein von den hiesigen Brüchen verbaut. Der Export des begehrten Baustoffs war für die sächsische Staatskasse ein einträgliches Geschäft.
Die Steinbrecher dagegen waren zwar „reich an Steinen“, aber alles andere als steinreich... Sie bekamen für ihre harte, schwere und gefährliche Arbeit nur Hungerlöhne, die kaum das Auskommen der oft großen Familien sicherten. Durch den allgegenwärtigen feinen Quarzstaub bekamen viele Steinbruchsarbeiter früher oder später die Staublunge (Silikose), die innerhalb weniger Jahre zum Tod führte. Steinbrecher starben durchschnittlich zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Auch Unfälle waren leider an der Tagesordnung – und wenn die Arbeitskraft nicht wiederherstellbar war, kümmerte das keinen Menschen, es blieb nur noch die Armenfürsorge (die auf eine Initiative des anderweitig bekannten Pfarrers W. L. Götzinger zurückgeht).
Also gingen nur jene Männer in den Steinbruch arbeiten, die keine andere Verdienstmöglichkeit fanden. Aber dem stand ein großer, immer neuer Bedarf an Arbeitskräften gegenüber. Um genügend Arbeiter für diesen wenig geliebten Knochenjob zu gewinnen, lockten die Landesherren mit Befreiung von Militär- und Frondiensten. Als auch das nicht reichte, wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts von der Landesregierung verfügt, dass jeder Ort dazu gezwungen wurde, eine festgelegte Anzahl Steinbrucharbeiter zu stellen. Nach einer „Musterung“, ähnlich der zum Militärdienst, wurden sie zur Steinbruchsarbeit „ausgekiest“, damit dieser einträgliche Exportzweig weiter aufrechterhalten werden konnte…

Die Steinbrecherei hat im Laufe der Jahrhunderte deutliche Spuren hinterlassen, das Gesicht des Elbtales geprägt und verändert. Um weitere Zerstörungen des Landschaftsbildes aufzuhalten, kaufte um das Jahr 1910 der Sächsische Heimatschutzverein die meisten Steinbrüche auf, um sie stillzulegen.
Heute sind nur noch 5 Brüche im Gebiet des Elbsandsteingebirges noch bzw. wieder aktiv.

Diese Runde ist eine Einladung zu einer kleinen Entdeckungsreise in die Zeit vor 100 Jahren. Ihr solltet mind. 3 Stunden Zeit einplanen - dann könnt Ihr Euch, wenn ihr wollt, auch in Ruhe am Final zum Lesen niederlassen. Um das Thema abzurunden, gibts als Zugabe noch eine Bonus-Fortsetzung (GC3TH57)

Parkplätze (kostenpflichtig) in Dorf Wehlen. Wer es seinem Cachemobil zutraut, kann auch vom westlichen Ortseingang bis zum Start fahren.

Am Start findet Ihr einen Rastplatz mit Wegweisern. Der Zahlenwert des Anfangsbuchstabens des unteren gelben Wortes = X
Zu St. 1: N 50° 57. N-Wert minus (20 * X) E 13° 59. (11 * X * 10)
NEU ab Juni 2022: An St. 3 E-Wert -47
(Achtung, an St. 4 und 5 springende Koordinaten, bitte auf Spoiler und Beschreibung achten)

Viel Spaß und viel Erfolg!

Additional Hints (Decrypt)

refgr fgngvba: jrvqr mjrvgr fgngvba: unfry qevggr fgngvba: FgrvaOnhz svany: frvgyvpu mhtervsra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)