NSG - Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ
Das NSG Niedermoorwiesen liegt in der Kuppenlandschaft des Westbarnim am Südrand des Tegeler Fließes, umfasst den Köpchensee und die angrenzende Altobstanlage und hat eine Fläche von knapp 60 Hektar, davon etwa vier Hektar Moorsee. Es wurde durch die Eiszeit geprägt (Durchströmungsmoor, Sand- und Kiesflächen als nacheiszeitliche Sander), aber auch durch Eingriffe des Menschen (Torfstich Köppchensee, Rieselfeldgräben und -tafeln, von Feldgehölzen befreite Ackerflächen, Deponie von Hausmüll und Bauschutt mit Belastung des Seewassers, Obstplantage, Aufschüttung des Grenzweges in die moorige Niederung durch die DDR-Grenztruppen).
Das einst im Schatten der Berliner Mauer verborgene Gebiet mit dem ehemalige "Grenzweg" in Nord-Süd- Richtung als heute wichtigen Wanderweg durch das NSG bietet eine Reihe ganz unterschiedlicher Biotoptypen. Vom feuchten Talabschnitt des Tegeler Fließes, dem Köppchensee und den Waldeckwiesen bis hin zu trockenen Sandflächen, Trocken- und Magerrasen, Ruderal-(=Schutt-) Vegetation auf einer ehemaligen Mülldeponie sowie mehreren Altobstplantagen.
Die Mäander des Tegeler Fließes wurden ab hier fließaufwärts über die Landesgrenze Berlins hinaus begradigt, was eine starke Veränderung des Wasserhaushalts zur Folge hatte. Im Bereich des NSG Niedermoorwiesen vom Grenzweg bis zum Bahndamm der Niederbarnimschen Eisenbahn ist das Fließbett nach Norden verlegt worden. Die Ufer sind jedoch kaum befestigt und weisen strukturreiche, wechselnasse Zonen auf, sind also wieder relativ naturnah. Am Fließ entlang ziehen sich Weidengesellschaften, Röhrichte sowie Feucht- und Nasswälder, die auch den Köppchensee umgeben.
Der flache, nährstoffreiche und sauerstoffarme Köppchensee ist zwischen ca. 1870 und 1920 durch Torfabbau neben dem Fließ entstanden und liegt heute 50 cm über diesem. Vom Grenzweg aus kann man an das Westufer herantreten, von der ehemaligen Mülldeponie im Osten hat man einen sehr schönen Blick auf den See und das Märkische Viertel.
Hangaufwärts zwischen Grenzweg und Köpchensee befindet sich eine interessante Ruderalvegetation auf einst hier abgelagertem Schutt. Die Hochfläche nördlich des Schildower / Lübarser Weges ist durch offene Trockenbiotope und eine Kiesabgrabung geprägt , welche zeitweise eine Uferschwalbenkolonie beherbergte.
Gegenüber, südlich des Schildower / Lübarser Weges, erstrecken sich aufgelassene Altobstplantagen mit verschiedenen Apfel-, Birnen- und Pflaumensorten.
Weiter östlich bis heran an den Bahndamm beginnt die ehemalige Müllaufschüttung, auf der sich rechts und links des Lübarser Wegs ebenfalls Altobstplantagen erstrecken. Der überwiegende Teil ist jedoch offenes, strukturreiches Ödland: Grund dafür, die Fläche dem NSG anzugliedern. Ein Wanderweg führt hier auf ca. 53 Meter ü. d. M. bis an den Nord- und Westrand der Deponie heran.
Getrennt durch den Bahndamm der Niederbarnimschen Eisenbahn mit bis zu sieben Meter mächtiger Dammaufschüttung, liegen im Nordosten unmittelbar am Fließ die Waldeckwiesen. Durch Pflegemaßnahmen (einschürige Mahd) soll dieser noch fast intakte Niedermoorbereich offen gehalten und das illegale Doponieren von Gartenabfällen aus Kleingartenanlagen zurückgedrängt werden.
Die Vielfalt der Biotope hat eine entsprechend vielgestaltige Fauna hervorgebracht! Das Gebiet ist für Insekten und Vögel der offenen Landschaft Brutplatz und Nahrungsquelle. Wie erwähnt, siedelt bisweilen in den Steilhängen der Kiesgrube eine Uferschwalbenkolonie, und auf trockenen Flächen gibt es über 150 Solitärbienenarten, Schmetterlinge und viele Wiesen- und Heckenvögel. Stellvertretend für diese sei nur der Neuntöter genannt... – Viele Erholungssuchende aus Berlin und Brandenburg sind nicht zuletzt auch deshalb hier unterwegs.

Hinweise für Besucher
Um Flora und Fauna des Naturschutzgebietes nicht zu gefährden, sind folgende Hinweise und Verbote zu beachten:
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Das Schutzgebiet des Köppchensees mit seinem Uferstreifen am Tegeler Fließ darf außer am Picknickplatz abseits der Wege keinesfalls betreten werden. Angeln und Baden sind verboten.
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Die Brutvögel dürfen nicht gestört werden – deshalb nur die ausgewiesenen Wege benutzen!
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Die Barrieren dienen der Besucherlenkung in den trittempfindlichen Magerrasengebieten und zum Schutz der Erdbienen.
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Reiten ist nur auf den ausgewiesenen Wegen außerhalb des Schutzgebietes gestattet.
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Der asphaltierte ehemalige Grenzweg ist für Kraftfahrzeuge verboten und Radfahrern und Fußgängern vorbehalten.
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Das Abladen von Müll und Strauchschnitt, das Entnehmen von Pflanzen, das Anlegen von Lagerfeuern und das Campen sind verboten.
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Hunde sind wegen der empfindlichen Vögel generell an der Leine zu führen.
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Die Obstplantagen sind wertvolle Lebensräume für Höhlen- und Gebüschbrüter.
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Außerhalb der Obsternte ist das Betreten der Obstplantagen nicht gestattet.

Zum Cache:
Eigentlich sollte dieses Listing ein Earthcache werden, jedoch entsprach es nicht den aktuellen Richtlinien so dass wir daraus einen Multicache gestalteten.
Ihr werdet durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet geleitet und könnt selber entscheiden in welcher Reihenfolge ihr die Stationen aufsuchen wollt.
Die Vorgabe soll nur ein Vorschlag von uns sein und bietet eventuell die sinnvollste Route.
Die gesamte Strecke entlang der vorgegebenen Route beträgt ca. 2,8 km und ist sowohl zu Fuß als auch mit Fahhrad zu bewältigen.
Mit Rückweg zum Auto werden es dann knappe 3,5 km.
Bitte achtet auf die Angaben in den Wegpunkten. Ihr habt an den Stationen (Informationstafeln) die Aufgabe euch bestimmte Zahlenangaben oder Tiernamen zu notieren. Gesucht wird immer nur die deutsche Bezeichnung, auf die lateinische Angaben verzichten wir.
Ihr benötigt den Buchstabenwert der gesuchten Tiere und sollt am Ende ein wenig rechnen. (Ä=AE, Ö=OE,Ü=UE)
Bei Stage 2 genießt ihr eine herrliche Aussicht. Leider gibt es hier nicht mehr diesen wunderbaren überdachten Pickniktisch. Offensichtlich hatten hier mal wieder einige Verrückte randaliert sodass ich das Listing überarbeiten musste.
Final bei :
N 52° 37.ABC
E 13° 22.DEF
ABC=
Ergebnis Stage 7 + Ergebnis Stage 5 - Ergebnis Stage 1 -1
DEF=
Ergebnis Stage 6 + Ergebnis Stage 4 + Ergebnis Stage 3 + Ergebnis Stage 2 + Ergebnis Stage 8 - 26
Zur Sicherheit bieten wir Euch an die Koordinaten mit dem eingefügten Geochecker zu überprüfen:


Wir hoffen das ihr bei diesem Naturspaziergang mindestens genauso viel Spaß habt wie wir beim Ausarbeiten dieses Caches.
Bitte denkt daran, ihr seid in einem NSG und braucht und sollt die Wege nicht verlassen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr eurem Log noch Bilder von diesem schönen NSG anhängt. Eventuell auch eines von Euch mit dem GPS....
Viel Freude und Erholung wünscht euch das
Team Blueshadow