GC3VF49 ▼
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Zum Findling als solches gibt es schon einige Earthcaches, darum ist es nicht nötig hierzu noch viel zu schreiben. Dieser Cache soll sich nicht mit dem WAS? beschäftigen... ...sondern mit dem WIE? Kurz: Es geht um den sogenannten Glazialen Transport. Unter dem Oberbegriff "Geomorphologie" (Erdverformung) werden als eine wichtige Erdveränderung die Verformungen durch die Eiszeiten (glaziale Formung) erfasst. Zu diesen glazialen Formungen zählen alle Veränderungen, die durch die Bildung und Bewegung der riesigen Eismassen (Gletscher) stattgefunden haben. Hierzu zählt auch der glaziale Transport. Als glazialen Transport bezeichnet man die Verschiebung von Gesteinen und Sanden (Geschiebe/Geschiebemergel) durch Gletschereis. In Abhängigkeit zur Position im Gletscher und beteiligtem Medium werden die glazialen Transportarten in fünf Typen eingeteilt (Abbildung). Glazifluvialer Transport Eigentlich stellt dies die Fortsetzung des glazialen Transports dar. Hiermit wird der Transport durch das Schmelzwasser der Gletscher beim Abschmelzen bezeichnet. Hierdurch entstehen folgende Abschnitte der glazialen Serie: Sander, Rinnen, Oser, Urstromtäler Subglazialer Transport Auch basaler Transport. Bezeichnet den Geschiebetransport unter dem Gletscher, also an der Gletscherbasis. Material vom Gletscheruntergrund wird an der Gletscherbasis (BTZ = basale Transportzone) verlagert/verschoben. Hierdurch entstehen folgende Abschnitte der glazialen Serie: Rinnen, Oser Supraglazialer Transport Bezeichnet den Transport von Material von umgebenden Talhängen auf der Gletscheroberfläche. Hierdurch entstehen folgende Abschnitte der glazialen Serie: Obermoränen Intraglazialer Transport Bezeichnet den Transport von im Gletscher eingeschlossenen Material (Geschiebe, kleinere Findlinge) mit dem Gletscher (im Gletscher). Hierdurch entstehen folgende Abschnitte der glazialen Serie: Innenmoränen, Oser Proglazialer Transport Bezeichnet den Transport von Material (Geschiebe etc.) vor dem Gletscher her. Die meisten der großen Findlinge wurden auf diese Art transportiert. Hierdurch entstehen folgende Abschnitte der glazialen Serie: Endmoränen, Sander Zeitzeugen: In der Geomorphologie werden alle durch eiszeitliche Gletscher bewegten Gesteine als „Geschiebe“ bezeichnet. Diese Geschiebe wurden vielfach durch die Gletscherbewegung aus umliegenden Berghängen und auch aus dem Untergrund herausgebrochen und mit dem Eis weiterbewegt. Die scharfen Kanten die diese Bruchsteine hatten wurden durch die Gletscherbewegung abgeschliffen (kantengerundet/ Gletscherschliff) und vielfach weisen Geschiebe Gletscherschrammen, sogenannte Kritzungen, auf. Hierbei handelt es sich um mehr oder weniger parallel verlaufende Riefen auf einer recht glatten Gesteinsoberfläche. Ein recht seltener Sonderfall ist ein sogenannter „Eiskanter“. Ein Eiskanter ist ein Geschiebe, dass wenigstens zwei gekritzte Flächen aufweist, die sich an einer Kante treffen. Sie können entstehen, wenn das Geschiebe sich während des Transports dreht. Beides – Rundschliff und Kritzungen - sind sichere Zeichen, an denen man auch heute noch erkennen kann, dass es sich bei diesen Steinen um Geschiebe – gletschertransportierte Gesteine – handelt. Quellen: Geomorphologie: Grundriß Allgemeine Geographie (Harald Zepp) www.geo.fu-berlin.de/fb/e-learning/pg-net/themenbereiche/geomorphologie www.geographie-diplom.de/Texte/Physisch/geomorph17.htm www.wikipedia.de; www.kristallin.de
Auf eine Logfreigabe von mir brauchst du nicht zu warten, schick mir einfach eine Email mit den Antworten auf die drei Fragen und schreibe gleich einen Onlinelog für den Cache. Ich melde mich dann schon wenn etwas nicht stimmen sollte. Und nun... Happy Caching!!
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