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Der Tod eines Wilderers Multi-Cache

Hidden : 9/1/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Ein Multi im Wald von Haueneberstein mit fünf Stationen



“Der Tod eines Wilderers“
Eine Sage aus Haueneberstein wird lebendig



„Der Tod eines Wilderers“ - Vorgeschichte
Wir befinden uns im frühen 17. Jahrhundert in Haueneberstein, einem kleinen Ort mit knapp 400 Einwohnern inmitten der badischen Markgrafschaft.
Der Schultheiß hieß damals Hans Enßel, der Nachtwächter Bastian Müller und Hans Gerig als Dorfbüttel hatte die Aufgabe, das aktuelle Dorfgeschehen zu verkünden. Als Quacksalber, Wundheiler und Bartschneider fungierte Bartholomäus Schulz. Pfarrer Sentzenbacher hatte einen tüchtigen Mesner namens Diebold Reiß an seiner Seite, welcher gleichzeitig als Dorfschulmeister tätig war. Diebold war mit Anastasia verheiratet und hatte einen Sohn, den Michel, sowie zwei Töchter. Die ältere von ihnen, Walburga, war in den Hafnersohn Simon Mußler verliebt. In einer ehemaligen römischen Niederlassung, dem Klösterle, lebte Pater Laurentius als Einsiedler. Zur Kontrolle der markgräflichen Waldgesetze war seinerzeit Caspar Hünervogt als markgräflicher Waldmeister eingesetzt, der im Auftrag des Amtsmannes in Kuppenheim die Wilderei zu bekämpfen hatte.
Vor einigen Jahren blieb auf einem Heereszug gen Norden ein kranker Soldat in Haueneberstein zurück und starb dort an seinen schweren Krankheiten. Er hinterließ eine Luntenflinte samt Munition. Bartholomäus nahm sich der Waffe an und deponierte sie in einer alten Hütte nahe dem kleinen Weiler Nothausen. Um Bartholomäus herum fand sich eine Gruppe von insgesamt neun Bürgern zusammen, welche das Gewehr heimlich zur Wilderei nutzte. Wenn wieder einmal eine Hungersnot die Bevölkerung bedrohte, wurde die Flinte nach einer festgesetzten Reihenfolge an die Mitglieder des Neunerbundes ausgegeben. Dieser Neunerbund verpflichtete sich zu absoluter Geheimhaltung und Verrat sollte mit dem Tod bestraft werden. Die Mitglieder trugen die typische Kleidung der einfachen Bevölkerung: eine blaue Jacke, Mutzen genannt. Sie durften in einer Nacht jeweils nur einen Schuss abgeben, um das Risiko des Erkanntwerdens gering zu halten.


Stage 1
N 48° 48.370 E 008° 14.075
„Der Tod eines Wilderers“ - Teil I
Es war mal wieder so weit. Es stand eine winterliche Vollmondnacht an und Diebold war an der Reihe. Da er schon längst seinen Platz im Bund an seinen Sohn Michel abtreten wollte, nahm er diesen unter der Zeugenschaft von Simon mit auf die nächtliche Wilderei. Sie zogen ihre blauen Mutzen sowie feste Stiefel an. Anastasia wusste Bescheid und fieberte jedes Mal voller Angst mit. Zu dritt schlichen sie sich am Nachtwächter Müller vorbei aus Haueneberstein hinaus. Hinterm Dorf zündeten sie ihre Laternen an und marschierten schnurgerade zum Waffenversteck bei Nothausen.
Gegen Mitternacht zerriss ein Schuss die Stille der Nacht. Anastasia richtete sich jäh von ihrem Nachtlager auf. „Sie haben wohl Erfolg gehabt.“ Plötzlich ein zweiter Schuss. „Da muss etwas schief gegangen sein, zweimal schießen dürfen sie nicht …, o Maria hilf!“

Um die hier verehrte Person auch im Sitzen betrachten zu können, gibt es mehrere Einrichtungen. Anzahl der baugleichen Bänke = A
Auf dem nahegelegenen Wanderwege-Schild sind die beiden Ziele "BAD Bahnhof" und "Schloss Favorite" mit Kilometerangabe zu finden. Addiere die beiden Werte und halbiere sie dann. Ergebnis = B
A = _____
B = _____

Stage 2
N 48° 48.(213 x A) E 008° 14.(100 x B - 282)
„Der Tod eines Wilderers“ - Teil II
Waldmeister Hünervogt streifte die vierte Nacht in Folge durch sein Revier, da er darauf brannte endlich die unbekannten Wilderer zur Strecke zu bringen. Vom Kuppenheimer Amtmann wurden dazu 30 Gulden, das Jahreseinkommen eines Bauern, zur Belohnung ausgesetzt. Hünervogt befand sich gerade in einer Senke oberhalb des Fuchsloches an der Gemarkungsgrenze zu Kuppenheim, als er Geräusche hörte. Drei menschliche Gestalten entdeckte er, die im Mondlicht standen. Einer trug offensichtlich eine Flinte.
Hünervogt ging es um die Vernichtung der Wilderer, so zielte er unverzüglich auf die mittlere Person, drückte ab und traf. Die Person mit der Flinte sank zu Boden. Rasch gab er einen zweiten Schuss ab, aber zum Nachladen bleib keine Zeit, da die beiden anderen Wilderer auf ihn zukamen. So rannte er in Richtung Nothausen, um dort Hilfe zu holen, jedoch ohne Erfolg. Schließlich kam er nach Haueneberstein. Eilig trommelte er mit Unterstützung des Schultheißen einen Haufen Männer zusammen. Auch Michel Reiß stand abmarschbereit vor seinem Elternhaus …

Eine nette Einrichtung für die ganze Familie, deren Name auf die Behausung eines Tieres hinweist. Ermittelt den Zahlenwert des Tieres.
Quersumme des Zahlenwertes = C
C = _____

Stage 3
N 48° 48.(22 x A)(B) E 008° 14.(67 x C)
„Der Tod eines Wilderers“ - Teil III
Michel war auf dem nächtlichen Streifzug immer ungeduldiger geworden. Nun stapften sie über eine kleine Talsenke am Beginn des Hornungsgrabens, als es zur Katastrophe kam. Ein Knall dröhnte in ihren Ohren. Diebold griff sich an den Hals und erschrak noch mehr, als er das viele Blut sah. Er stürzte zu Boden. Seine Begleiter standen zunächst wie gelähmt daneben. Ein zweiter Schuss traf Simon am Oberarm. Dann sahen sie den heimtückischen Schützen, der dabei war das Weite zu suchen. Er fürchtete wohl ihre Übermacht.
Diebold jedoch lag im Sterben und rang mühsam um jedes Wort: „Simon, mein Ende ist gekommen. Schick Michel schnell nach Hause. Wir dürfen nicht erkannt werden, sonst ist die ganze Familie in Gefahr.“ Michel eilte über den direkten Weg zurück ins Dorf und konnte zu Hause kaum die Mutter und seine Schwestern beruhigen. Da hörte man schon Rufe, man brauche Hilfe, um Wilderer dingfest zu machen. „Da muss ich jetzt mitmachen“, dachte sich Michel, „um kein Argwohn zu erregen.“

Eine Wegkreuzung auf 208 m Höhe. Wie heißt der Weg, der euch zu diesem Punkt geführt hat?
Anzahl der A’s = D
Anzahl der N’s = E
D = _____
E = _____

Stage 4
N 48° 48.(E)(B+D)(D) E 008° 14.(74 x C)
„Der Tod eines Wilderers“ - Teil IV
Simon unterdessen litt große Ängste. Nicht helfen zu können ist furchtbar. Diebold schlug nochmals die Augen auf: „Simon, mein letzter Wunsch, erschrecke nicht: Wenn ich tot bin, trenne meinen Kopf ab und entferne ihn. Es ist die einzige Möglichkeit, um alle zu retten.“ Mit diesen Worten verstarb er. Für Trauer und Tränen blieb keine Zeit. Tausend Gedanken schossen Simon wild durch den Kopf. Soll er es wirklich machen?
In seiner großen Gewissensnot kam ihm der Gedanke, Pater Laurentius im nahen Klösterle um Rat zu fragen. Hastig und außer Atem zerrte er am Seil des kleinen Glöckleins der Kapelle. „Was bedrückt dich so dringend, dass du mir meine Nachtruhe raubst?“ „Pater, ich habe gesündigt“, gab Simon zur Antwort, „ich möchte beichten.“ Der Pater legte seine Stola um und was er zu hören bekam, hatte bisher noch nie jemand bei ihm gebeichtet. Gewildert und einem Menschen, wenn er auch tot war, den Kopf abgeschnitten. Als Laurentius jedoch die näheren Umstände erfuhr, wurde er nachdenklich und sprach die Lossprechung.
„Ich muss sofort zurück“, drängte Simon. Der Pater wunderte sich über die Eile und fragte: „Wann ist es denn geschehen?“ Simon rief ihm im Weglaufen zu: „Noch gar nicht, aber bald. Ich bringe gleich den Kopf.“
So eilte Simon zum Tatort zurück und tat, was er tun musste. Auf dem Gelände des Klösterles sollte der Kopf von Diebold begraben werden. In der Zwischenzeit hatte Caspar Hünervogt seine Leute zur Eile angetrieben. Man fand den toten Wilderer in seiner blauen Mutzen, aber ohne Kopf. Mit dieser Nachricht ging es wieder zurück nach Haueneberstein. Simon ließ sich beim Quacksalber Bartholomäus, ebenfalls einem Mitglied des Neunerbundes, ärztlich versorgen, - eine Hilfe, welche für andere zu spät kam.

Die Tätigkeit im Wald ist oft Schwerstarbeit und kann sehr gefährlich sind, wie es der tragische Tod eines 29jährigen hier dokumentiert. Zählt alle Ziffern zusammen.
1. Ziffer der Summe - 1 = F
2. Ziffer der Summe = G
F = _____
G = _____

Stage 5
N 48° 48.(A)(F)(G) E 008° 15.(10 x C + F)
„Der Tod eines Wilderers“ - Teil V
Zwei Tage danach wurde vom Gemeindebüttel Gerig zur Gemeindeversammlung ins Rathaus geladen. Die Identität des toten Wilderers, der mittlerweile im Rathauskeller lagerte, konnte nicht festgestellt werden. Entgegen der lautstarken Worte von Caspar Hünervogt wurde im Rat festgehalten, dass der an der Versammlung fehlende Diebold Reiß wohl beim Angeln an der Oos im Eis eingebrochen und unauffindbar ertrunken sei. Pater Laurentius erklärte sich bereit, den unbekannten Toten auf dem Gelände des Klösterles zu bestatten.
Es war ein langer Prozessionszug, der sich einen Tag später vom Rathaus durch die Lange Gasse den Berg hinauf bewegte. Offenbar ahnten alle, wer im Sarg mitgetragen wurde. Innerhalb der Umfassungsmauer zwischen zwei Jupitergigantengruppen aus römischer Zeit war im Klösterle ein Grab ausgehoben. Pater Laurentius sprach den Segen: „Wer immer du bist, du bist ein Kind Gottes, ruhe in Frieden!“ Der Sarg wurde in die Erde hinab gelassen und Anastasie Reiß trat als erste an das Grab. Am Ende des Begräbnisses ging Laurentius auf Simon Mußler zu: „Sei getrost, Gott fügt zusammen, wenn der Mensch getrennt hat, was zusammen gehört.“
Wenige Tage darauf näherten sich in dunkler Nacht aus verschiedenen Seiten flackernde Laternen einer versteckten Hütte unweit von Nothausen. Simon und Michel traten als letzte ein. Bartholomäus übernahm als Ältester die Sprecherrolle. Nach langer Diskussion wurde im Neunerbund beschlossen, die geheime Gemeinschaft nach all den schrecklichen Ereignissen aufzulösen, um damit auch die ständige Angst vor Verrat und Entdeckung los zu werden.
Als Zeichen der Auflösung hingen die Mitglieder des Neunerbundes ihre blauen Mutzen an den Nagel, - Simon an der Stelle, wo vor nicht allzu langer Zeit der Vater seiner zukünftigen Braut vom markgräflichen Waldmeister erschossen wurde.

Ein unscheinbarer, aufgerichteter Stein mit ein paar eingemeißelten Kreuzen. Er gab die Anregung für seinen modernen Nachbarn, welcher eine Jahreszahl trägt.
Summe aus 2. und 4. Ziffer der Jahreszahl = H
H = _____

Final
N 48° 48.(A)(B)(C-H) E 008° 15.(D)(F)(H)


Dem Wilderer zur Erinnerung errichtet …


Nicht vergessen:
Im Cache finden sich wichtige Hinweise für den Mystery „Das Heiligtum von Nothausen“ (GC3VWMM).

Die zahlreichen Waldbewohner sowie Förster und Jagdpächter danken es Dir, wenn Du den Wald mit Einbruch der Dämmerung wieder verlässt.

Grundlage dieser legendären Erzählung bildet übrigens ein ausführlicher Text von Günter Hertweck, der vom „Heimat- und Kulturverein Haueneberstein e.V.“ herausgegeben wurde.

Weitere Infos zu Haueneberstein sowie dem Heimat- und Kulturverein:
www.haueneberstein.de

Viel Spaß
Pastihike

Additional Hints (Decrypt)

Jnf iba rvarz fgnggyvpura Onhz zny üoevt oyrvog ...

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)