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Die Travertine von Bad Langensalza EarthCache

Hidden : 9/1/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die Travertine von Bad Langensalza

- Geologische Route Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

 
 
Achtung!

Für diesen Earthcache ist es nicht notwendig das Werksgelände der TRACO zu betreten!

Es besteht Absturzgefahr und Gefahr vor Steinschlag.

 

Einleitung

Die Travertine von Bad Langensalza sind weit über die Grenze bekannt und als Werkstoff hoch geschätzt. Der Bad Langensalzaer Travertin ist der einzige Thüringer Travertin, der im Thüringer Becken in einem Steinbruch gewonnen wird. Er kommt in der Nähe und unter der Stadt Bad Langensalza vor und entstand in zwei Phasen vor 125.000 Jahren im Mittelpleistozän und vor 10.000 Jahren im Holozän. Das Vorkommen des Langensalzaer Travertins im Salzatal hat eine Mächtigkeit von 0,65 bis über 3 Meter. Da das Vorkommen relativ oberflächennah liegt kann es ohne größere Probleme abgebaut werden. Dies geschieht mit einer sogenannten Schräme, einer fahrbaren Kettensäge, die die Rohblöcke aus dem Gesteinsvorkommen sägt. Bruchfrisch lässt sich Travertin leicht handwerklich bearbeiten, da er in diesem Zustand relativ weich ist. Nach dem Aushärten ist Travertin frostfest und teilpolierfähig. Verwendet wurde der Bad Langensalzaer Travertin erstmals am Kloster Homburg um 800, das Karl der Große gestiftet haben soll.  Im Laufe der Zeit gab es über 25 dokumentierte Steinbrüche im Stadtgebiet, wovon heute nur noch einer aktiv betrieben wird. Seit dem 12. Jahrhundert wurde dieser Travertin an nahezu allen öffentlichen Gebäuden Bad Langensalzas verbaut und prägt somit das Stadtbild bis heute.

Geschliffener Travertin 

 

Die geologische Voraussetzungen für die Entstehung des Travertins

Bei Travertingesteine handelt es sich um Süßwasserkalksteine, während die anderen Kalksteine in Salzwassern gebildet wurden. Der Bad Langensalzaer Travertin entstand durch Ausfällungsprozesse aus kalkhaltigen Wassern, wobei die abgestorbene Tier- und Pflanzenwelt zu festen Kalksteinen versteinerte. Dieser Travertin ist hellgelblich bis bräunlich gefärbt und ist wie alle Travertine sehr porös. Damit Travertin entstehen kann muss eine Reihe von Faktoren in einer Region zusammenspielen. Wie Eingehends erwähnt findet man die Travertinlagerstätten unterhalb des Stadtgebietes von Bad Langensalza. Hier verläuft auch der Flussverlauf der Salza, diese entspringt unweit des Stadtgebietes in den „Golken“ (WP Golken). Die Golken sind Erdfallquellen, die durch das versickernde Regenwasser des Hainich gespeist werden. Der Untergrund besteht aus Mittleren Muschelkalkschichten mit Steinsalz, Gips und Anhydrit. Beim Versickern des Grundwassers durch wasserdurchlässige Schichten werden Bestandteile des Muschelkalks gelöst. Durch das Wasser werden entlang einer Störungszone vom Hainich bis Bad Langensalza unterirdische Hohlräume freigespült Innerhalb dieser Störungszone besteht ein erhöhter Wasserfluss und der Verkastungsprozess wird unterstützt. Das Grundwasser fließt entlang von wasserleitenden Schichten bis zum Beckenzentrum, einer Keupersenke. Trifft es auf Schwächezonen so tritt in Form von Quellen hervor. Hierbei wird nicht nur das Grundwasser an die Oberfläche befördert, sondern auch die im Wasser gelösten Bestandteile wie Kalk.

 

Die Entstehung des Travertins

Der Austritt von (stark) kalkhaltigem Wasser ist nur ein Faktor für die Entstehung von Travertin. Ebenso unabdingbar ist der regionalgeologischere Aufbau des Untergrundes, welcher wie bereits beschrieben dafür ursächlich ist, dass das Wasser kalkhaltig ist. Hinzu kommen die hydrogeolgischen Verhältnisse der Schüttungsquelle in Beziehung zum geologischen Untergrund. Hierbei müssen mehrere Faktoren genau aufeinander Abgestimmt sein. Nennenswert sind hierbei, die Schüttung der Quelle, die (Ab-) Fließgeschwindigkeit des Wassers, die Wassertemperatur, die Umgebungstemperatur, die Bodenbeschaffenheit des Quelltopfes und des Flussbettes und zum Teil auch der Niederschlag. Wenn die (Grund-) Voraussetzungen stimmen dann braucht es noch den richtigen biologischen Faktoren im Quellschüttungsgebiet welche den Bildungsprozess des Travertins (Versinterung) erst ermöglichen. Unter diesen versteht man vor allem das Vorhanden sein von Algen und Pflanzen im Wasser. An diesen lagern sich die Calcitkristalle ab und verursachen so eine Kalkumkrustung. Je größer die Pflanzenmasse im Wasser ist, desto höher ist der CO² - Entzug aus dem Wasser und umso mehr Kalk kann sich ausscheiden. Nachdem die Pflanzenteile versintert sind sterben sie ab. Die organischen Substanzen verrotten und es bleiben nur die Kalkrusten zurück. Auf diesen lagern sich neue Algen und Moose ab und der Kreislauf beginnt von vorne bis eine Meterdicke Travertinbank entstanden ist.   

Versinterte Schilfhalme 

 

Begebt euch an die angegebenen Koordinaten, beantwortet die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.

Schön wäre es, wenn ihr auch ein Bild von euch / eurem GPS und dem Travertinbruch bzw. einer Steinprobe hochladen würdet.

 

Fragen:

 

1. Schätze die Ausdehnung (Tiefe, Breite und Höhe) des an den Koordinaten befindlichen Travertinbruchs?

 

2. Beschreibe uns den dortigen Travertin. Ist der dortige Travertin eher rein (weiß) oder hat er eine besondere Einfärbung?  

 

Begebt euch nun zum Wasserfall – Travertinstufe (S1).

Auf dem Weg zu diesem kommt ihr an einigen (unbehandelten) Gesteinen vorbei.

 

3. Schaut euch einen oder mehrere Steine an entdeckt ihr Versteinerungen oder gar Pflanzenreste?

a) Wie sehen sie aus?

b) Fühlen sie sich anders an als der Rest des Gesteins?

4. Lassen sich an diesem Steinen schon Zeichen der Verwitterung erkennen?

Am Wasserfall – Travertinstufe (S1) angekommen die letzte Frage.

5. Welche Höhe hat diese Stufe in etwa?

 

 

 

Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:

 

Fehler: Die Travertine von Bad Langensalza

Geyer / Patzelt / Schäfer: Geologie erleben - Geologische Route durch den Naturpark

Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch

Skizzen: Nine&Dido

http://de.wikipedia.org/wiki/Kalktuff

http://de.wikipedia.org/wiki/Karst

http://de.wikipedia.org/wiki/Langensalzaer_Travertin;

http://de.wikipedia.org/wiki/Travertin

http://www.naturpark-ehw.de/geologische-schaufenster

 

Happy Hunting wünschen

 

Alternativtext

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Additional Hints (No hints available.)