Quarter Horses
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/American_Quarter_Horse , teils gekürzt)
- Das American Quarter Horse (auch Quarter Horse) ist mit über 4,6 Millionen registrierten Pferden die zahlenmäßig größte Pferderasse der Welt.
- Meist ruhiges und freundliches Wesen, sensibel, aber überaus nervenstark, leicht trainierbar und lernfähig. Daher auch gut für Kinder und Reitschulen geeignet.
Körperbau
Kurzer edler Keilkopf mit kleinem Maul, kleinen beweglichen Ohren und großen Augen, ausgeprägte Ganaschen- und Stirnmuskeln, breite Stirn; mittellanger Hals, leicht im Genick mit ausreichender Ganaschenfreiheit, im Rechteckformat stehend mit guter Sattellage; ausgeprägte schräge Schulter, gut ausgeprägter Widerrist, mittellanger Rücken mit kräftiger Lendenpartie, lange, schräge, gut bemuskelte Kruppe mit tief angesetztem Schweif, viel Gurttiefe, kräftige Brust mit guter Bemuskelung; Fundament korrekt und zum Pferd passend, kurze Röhrbeine, ausgeprägte Gelenke, harte mittelgroße Hufe, gut bemuskelter Unterarm und Schenkel.
Aktuell werden zwei verschiedene Typen des Quarter Horses gezüchtet. Der eine Typ ist immer noch kompakt und flexibel. Dieses Pferd wird für Reining- und Cutting-Disziplinen eingesetzt. Der zweite Typ ist groß, schmal und lang. Er ist geeignet für Pleasure-,Horsemanship- und Hunter-Disziplinen.
Farben
Die vorherrschende Farbe ist sorrel (Fuchs, 30%). Häufig sind auch die Farben bay (Brauner, 20%) und chestnut (Schweißfuchs, 10%). Seltener Rappen und Schimmel.
Die AQHA(American Quarter Horse Association) kennt 17 verschiedene Fellfarben:
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Brown (Dunkelbrauner oder Schwarzbrauner): Braunes oder schwarzes Fell mit hellen Stellen an Maul, Auge, Flanke und an der Innenseite der Oberschenkel. Mähne, Schweif und Hüfte sind schwarz.
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Grullo (Mausfalbe): Das Fell ist rauchgrau oder mausfarben (kein Stichelhaar bzw. eine Mischung von weißen und schwarzen Haaren wie beim Blue Roan, sondern jedes einzelne Haar ist grau). Mähne, Schweif und Unterschenkel sind schwarz. Normalerweise mit Aalstrich.
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Bay Roan (Braun mit Stichelhaar): Das Fell besteht aus einer mehr oder weniger einheitlichen Mischung von weißen und roten Haaren (Stichelhaar) auf dem Großteil des Körpers. Der Kopf ist dunkler, normalerweise rot, kann aber auch einige schwarze Stichelhaare haben. Mähne, Schweif und Unterschenkel sind schwarz.
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Chestnut (Schweißfuchs): Die Fellfarbe ist dunkelrot oder rotbraun. Mähne und Schweif sind normalerweise ebenfalls dunkelrot oder rotbraun, können aber auch flachsfarben sein. Mähne und Schweif können schwarz sein, aber die Unterschenkel sind rot. Aalstriche sind möglich.
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Red Dun (Fuchsfalbe): Ein Dun mit gelber Farbe oder Fleischfarben. Mähne und Schweif sind rot, rötlich, flachsfarben, weiß oder gemischt. Der Aalstrich ist rot oder rötlich. Normalerweise mit roten/rötlichen Zebrastreifen an den Beinen oder Querstreifen über dem Widerrist.
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White (Dominant weißes Pferd): Weißes Fell auf rosa Haut. Die Augen sind dunkel. Kleine dunkle Flecken können auf der Haut sein, sind aber normalerweise nicht begleitet von farbigem Haar. Manche „white“-Pferde können geflemmt sein, d.h. sie haben an manchen Stellen farbige Flecken, normalerweise vermischt mit weißen Haaren.
Übersicht:
http://www.quarter-horse-fun.de/quarter-horse-forum/farben.html
Zuchtgeschichte
Der Name leitet sich von den Quarter Mile Racesab, die gegen Ende des 18.Jahrhunderts in den Städten der Südstaatenpopulär waren. Dabei handelte es sich um Rennen, bei denen einfach die Hauptstraße über eine etwa 440 yards (ca. 400m) lange Strecke abgesperrt wurde und zwei Pferde gegeneinander antraten (Match Race).
Bei der Eroberung des Westens spielte das American Quarter Horse eine wesentliche Rolle. Nur die härtesten und leistungsfähigsten Tiere bestanden im täglichen Kampf ums Überleben. Sie waren unerlässliche Partner der Cowboys, zogen aber auch den Pflug des Farmers oder am Sonntag die Kutschezur Kirche, um anschließend ausgespannt zu werden und ein Rennenzu laufen. Diese Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit wurde zu einem wesentlichen Merkmal, das die Rasse bis heute beibehalten hat.
Das klassische, muskulöse aber schnelle und wendige Quarter Horse wird heute als „stock type“ bezeichnet. Seine spätere Spezialisierung hat zu mehr oder weniger deutlich davon abweichenden Typen geführt. Sie werden nach den entsprechenden Turnierdisziplinen des Westernreitersbenannt. Der „Halter“-Typ ist gewissermaßen der Bodybuilder unter den Quarter-Horses, die ohnehin ausgeprägte Bemuskelung wird hier extrem. „Pleasure“-Pferde sind leichter, tendieren vom Typ her gelegentlich einen Tick Richtung Araber (Kopf). Rein auf Leistung und weniger auf Aussehen gezüchtet sind die Pferde für die Rinderarbeit, deren „Cow Sense“ ihnen ermöglicht, nahezu selbständig mit Rindern zu arbeiten und „Reining“-Pferde, die relativ klein und leicht und dadurch extrem wendig sind. Eine spezielle Linie stellen die Renn-Quarter dar: noch heute sind die Rennen über Kurzstrecken die höchstdotierten in den USA. Hier wurde sehr stark Vollblut eingekreuzt, die einzige Einkreuzung, die auch heute noch erlaubt ist. Tiere aus solchen Kreuzungen werden in ein sogenanntes Appendix-Register des Zuchtbuchs eingetragen und können sich durch Turnier- oder Rennerfolge vollständige AQHA-Papiere verdienen.
Video: „Cow Sense“
http://www.myvideo.de/watch/5579504/Cow_Sense
Tipp:
Wer den Cache findet, hat die Möglichkeit sich in der Nähe Quarters live und in Farbe anzusehen.
Viel Spaß!
;)