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Die Entstehung des Seefelder Ölschiefers EarthCache

Hidden : 9/9/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Entstehung des Ölschiefers

Vor 180 Millionen Jahren erstreckte sich nach dem Bruch der großen Kontinentalplatte „Pangäa“ das Ur-Mittelmeer „Thetis“ – benannt nach der griechischen Meeresgöttin, Tochter des Nereus und Mutter des Achilles – über das heutige Europa bis nach Asien.

Über 50 Millionen Jahre lagerten sich am Grund tierische und pflanzliche Organismen ab und der Sauerstoffmangel in den Tiefen des Meeres konservierte alle organischen Verbindungen.

Das Meer versiegte und zahlreiche Sedimentschichten häuften sich auf dem ursprünglichen Meeresboden auf. Der Druck, der dabei auf diese organischen Verbindungen herrschte, war gewaltig und bewirkte die Umwandlung in Steinöl.

Ein weiterer Druck, nämlich der, der durch die Kontinentalverschiebung der nordafrikanischen Platte gegen die europäische/eurasische Platte ausgeübt wurde, verursachte das Auftürmen eines neuen Bergmassives: Die Alpen. Erwähnenswert ist, dass dieser Vorgang des „Empordrückens“ bis heute nicht abgeschlossen ist.

Das eigentliche Aufsteigen der Alpen erfolgte vor ca. 30 Mio. Jahren. Im Norden entstanden die nördlichen Kalkalpen und im Süden die Dolomiten. Dazwischen liegen die Zentralalpen, welche vor allem aus Granitstein bestehen. Die Alpen sind ein sogenanntes „Faltengebirge“. Aufgrund der „Falten“ findet man in den Alpen in Höhen, die nie mit Meereswasser überflutet waren, Versteinerungen von Muscheln, Korallen und anderen Meeresorganismen.

Heute sind zahlreiche Funde von Ammoniten und Belemniten im Alpenraum stumme, faszinierende Zeugen von "Thetis" und lassen den langwierigen Prozess der Evolution im naturhistorischen Sinne nur erahnen.

Dadurch, dass die Alpen ein „Faltengebirge“ sind, bildete sich auch eine für Steinölschiefer typische Eigenschaft: die ursprünglich horizontalen Ablagerungen wurden auf einen bestimmten Winkel empor gedrückt. Wir finden diese schiefen Lagen des Schiefers bis zu einer Höhe von 2.000 Metern. Die Mündung des höchsten Stollens bei Seefeld liegt auf 1.873 Meter Seehöhe.



Geologie der Seefelder Schichten

Der Bereich der Karwendelregion zwischen Ankerschlag – Luchsfalle und dem Bereich Reitherspitze bis zu den Freiungen ist hauptsächlich aus unterschiedlich mächtigem Hauptdolomit aufgebaut.

In diesem Gestein eingelagert befinden sich zwischen 100 m und 400 m dicke, ölhaltige und fossilhaltige Gesteine, die sogenannten „SEEFELDER SCHICHTEN“.

In diesen Schichten wurden zahlreiche Fossilien gefunden, viele davon aus reichhaltiger Fischfauna einer flachen Lagunenlandschaft aus dem Erdmittelalter.

(TRIAS, ca. 250 – 200 Mio. Jahren)

Als Ölschiefer werden Gesteine bezeichnet, die Bitumen (Erdpech) enthalten. Der Anteil von lebendem Material, liegt je nach Vorkommen zwischen 10 und 30 %. Durch Destillation des Öls kann man nachweisen, dass es aus abgestorbenem Plankton stammt.

Wie andere geologische Ölvorkommen (Erdöl, Ölsand) sind auch Ölschiefer Resultat eines Fäulnis- oder Bitumenbildungsprozesses, manchmal treffen auch beide Prozessbedingungen zu. Oft finden sich in Ölschiefern gut erhaltene Fossilien. Die Verwesung wurde, ähnlich wie im Steinkohlewald, durch den Sauerstoffmangel in den tieferen Meeresregionen, der sauerstoffarmen Unterzone, verhindert.

Dabei durchliefen im Gestein eingeschlossene Mikroben und Kleinlebewesen einen biologischen Abbau- und Umbauprozess. Daher gasförmige und flüssige Kohlenwasserstoffe, die sich in vorhandenen porösen Gesteinsschichten nach oben bewegten. Diese porösen Lagerstätten zeigen sich heute als Ölschiefervorkommen. Die Bestandteile des Ölschiefers zeichnen sich gegenüber den reinen Öllagerstätten durch einen geringeren Wasserstoff- und einen höheren Sauerstoffanteil aus.


Wie das Steinöl gefunden wurde

Martin Albrecht sen. fand durch Zufall 1902 am westlichen Ufer des Achensees, dunkelbraune Felsbrocken, die er sofort als Ölschiefer identifizierte. Mit ein paar Bergknappen wurde an dieser Stelle 15 Jahre lang Steinöl geschwelt.

So wurde im angeschlagenen Mariastollen der Ölstein unter Tage mit 2 Bergknappen händisch abgebaut, zerkleinert, in primitiven Graphittiegeln ausgebrannt und so erstmalig TIROLER STEINÖL am Achensee gewonnen. 1908 wurde er im Bächental auf 1440 m Seehöhe erneut durch Zufall fündig - ein gigantisches Lager mit über sieben Millionen Tonnen Ölschiefer. So wird noch heute im Bächental Steinöl "gebrannt".



Wie das Steinöl aus dem Stein gewonnen wird

Der Ölschiefer, eingekeilt zwischen massiven Kalkfelsen, wird gesprengt und zerkleinert. Im Sommer werden die Schachtöfen drei Monate lang alle 90 Minuten mit zerkleinertem Ölschiefer beschickt und anschließend der „ausgebrannte“ Ölschiefer ausgezogen.

Das Öl entweicht gasförmig und kondensiert in Kondensiertürmen. Das tropfenweise gewonnene Tiroler Steinöl wird gefiltert, destilliert und zu verschiedenen Steinölprodukten weiterverarbeitet.


Was das Tiroler Steinöl so einzigartig macht

Die im Ölstein vorkommenden Wirkstoffe, das "Heilsame Erbe des Meeres", stammen von vorzeitlichen Meerestieren und Pflanzen. Durch seine einmalige, harmonische Zusammensetzung und seinen hohen Gehalt an natürlich gebundenem Schwefel hat das Tiroler Steinöl eine außerordentlich wohltuende und pflegende Wirkung für Mensch und Tier.

Quelle:
GeoLexikon
Tiroler Steinöl
Wikipedia


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1) Nenne eine Eigenschaft des Ölschiefers?
2) Nenne den Grad des Winkels auf den die Ölschiefer-Ablagerungen hochgedrückt wurden
3) Von was wird der Name ICHTHYOL abgeleitet

Viel Vergnügen beim Besuch dieser Location!

 

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