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Walther-Werke Bonus

A cache by Fantom53 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 9/14/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:

Ein kleiner Bonus zum eigentlichen Cache "Der große Ferdinand".

Obige Koordinaten sind wahllos und haben nichts mit dem Cache zu tun. Die Koordinaten, wie der Bonus zu finden ist, seht ihr im Final von "Der große Ferdinand".

„Hammerschlag auf Hammerschlag- bis zum letzten Arbeitstag“

 

Ferdinand Walther

 

 

Dieser Cache ist der Bonus zum Cache „Der große Ferdinand“. Bei diesem geht es um das Stammwerk I des innovativsten Schaltgerätewerkes des Deutschen Reiches. Die Koordinaten für diesen Cache bekommt man, wenn man den Cache „Der große Ferdinand“ gefunden hat und sich so würdig erwiesen hat auch den Bonus-Cache zu finden.

 

Nun mal etwas zu den Hintergründen des einst größten Arbeitgebers in Grimma seiner Zeit.

 

Wer war Ferdinand Walther?

 

Er war eines von sieben Kindern einer Schuhmacherfamilie und wurde im Januar 1871, dem Jahr der Reichseinigung in Deutschland, geboren. Ferdinand Walther begann eine Schlosser- und Elektrikerlehre, die ihm viel abverlangte. Da aber die Familie wenig Geld besaß, arbeitete er, wenn er um 7 aus der Schlosserei nach Hause kam meist noch bis 10 Uhr in der Schuhmacherwerkstatt seines Vaters mit, damit die neunköpfige Familie satt wurde. Diese zusätzliche Arbeit hatte zur Folge, dass Ferdinand früh im Leben lernte, was es heißt zu arbeiten und eine große Familie zu versorgen. Nachdem er seine Lehre als Schlosser und Elektriker vollendet hatte, ging er auf eine Wanderschaft, die ihn durch viele Länder führte, um die Welt zu erleben, seine Kenntnisse zu erweitern und seine Handfertigkeit zu verbessern. Er machte halt in Dresden, Berlin, Kiel, Kopenhagen, Stockholm, St. Petersburg, Hamburg, Lippe-Detmold, Mainz, Posen und Neapel. Von Neapel aus machte er seine längste Fußwanderung über Wien nach Stuttgart und dann wieder zurück in die Schweiz, wo er in Davos, Thur, Luzern und Zürich arbeite. Je nachdem arbeitete er als Schlosser, Dreher, Kunstschmied oder Elektriker. Im Jahre 1897 kam er mit seiner Schweizerfrau Pauline geb. Nägeli, die er in Zürich kennen lernte, aus Zürich zurück nach Grimma. Ferdinand Walther verließ Grimma 1945 in Richtung Bayern, wo er seinen Betrieb in Bad Reichenhall fortführte. 1948 verstarb er dort.

 

 

Die Entwicklung der Walther-Werke

 

Ferdinand Walther richtete mit Hilfe seines Vaters im Jahre 1897 direkt nach seiner Rückkehr aus Zürich eine kleine Werkstatt in der Altstadt in Grimma ein. Da er ein sehr geringes Startkapital besaß, diente eine alte Eisenbahnschiene als Amboss (siehe Bild oben). Des Weiteren fertigte er in seiner Werkstatt alles mit der Hand an und das schon ab 5 Uhr in der Frühe. Seine Frau arbeitete als Hilfsarbeiterin mit ihm zusammen. Um seine hergestellten Produkte zu verkaufen, ging er sonntags mit einem Karton Musterschlössern zu Neubauten in der Umgebung, um dort Aufträge über sämtliche Schlossarbeiten, Anschlüsse, Gitter oder sonstige Eisenkonstruktionen zu erlangen.

Des Weiteren installierte er Blitzableiter, elektrische Klingelanlagen und Haustelefonanlagen. Er führte Reparaturen und Erweiterungen an Gleichstromanlagen aller Art durch. Da Ferdinand Walther mit seiner Werkstatt preiswert und schnell liefern konnte, bekam er immer mehr Aufträge. Dadurch vergrößerte er die Werkstatt mehrere Male und stellte auch zusätzliche Arbeiter ein. Als dann die Werkstatt gänzlich zu klein wurde und er keine Chance mehr sah sie weiter zu vergrößern, entschied er sich eine große Fabrikhalle zu bauen. An diesem neuen Standort in der damaligen Hindenburgstraße in Grimma wurde das erste große Werk im Jahre 1910 errichtet.

Beschreibung: EXTERN FAT:Daten:Martin:Bilder:Bilder Schule und Studium:Facharbeit:Bilder FA:WW41.jpg

Dies erfolgte auch deshalb, weil die Post und der Bahnhof nicht weit entfernt von diesem Grundstück waren. Es wurde ein Wohnhaus mit Kontor und ein großes Fabrikgebäude gebaut. Somit konnten jetzt 50 Arbeiter beschäftigt werden, die Maschinen und Apparate bauten. Durch die zunehmende Elektrifizierung des Deutschen Reiches begann er Elektrogeräte zu fertigen. Diese Geräte fanden so reißenden Absatz, dass es zu einer immerwährenden Steigerung des Auftragseinganges kam. In dieser Zeit stießen die Kapazitäten zunehmend an das Maximum. Es musste somit ständig vergrößert werden.

Im Jahre 1922 arbeiteten bereits 300 Angestellte im Werk. Das sechsstöckige Verwaltungsgebäude wurde dann im Jahre 1926 eingeweiht und mit modernsten Geräten dieser Zeit ausgestattet.

 

WW1

Damit die Verwaltung des Unternehmens noch einfacher und effektiver vonstattenging. 1936 wurde ein neues Flügelteil dem Werk hinzugefügt, welcher einen Appellsaal beinhaltete. In diesem Appellsaal fand jeden Morgen der Appell der Belegschaft vor dem Arbeitsanfang statt. Ein Jahr später wurde der Maschinenraum nochmals erweitert.

WW2

Am 30.06.1946 wurde Ferdinand Walther durch die Regierung der Sowjetischen Besatzungszone mittels Volksentscheid enteignet und in die Hände des Volkes überführt und in VEB IKA (Installation Kabel Apparate) Grimma später VEB ESG (Elektroschaltgeräte) Grimma umbenannt.

 

1992 wurde die Liquidation durch die Treuhand eingeleitet, obwohl ein Sanierungskonzept vorlag und eine gute Auftragslage mit seriösen Geschäftspartnern vorhanden war. Durch diese unnötige Zerstörung des Betriebes verloren rund 550 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

 

Viel Spaß beim Erkunden des frei begehbaren ehemaligen Fabrikgeländes.

Additional Hints (No hints available.)



 

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