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E wie Elbstolln

A cache by Bergfex2000 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/22/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:


E wie Elbstolln

Mit dem Cache findet unsere kleine Serie "Das Dresdner Tradi-Alphabet" eine erneute Fortsetzung, wenngleich wir diesmal einen Ort gewählt haben, der etwas außerhalb der Dresdner Stadtgrenze liegt.

Der allseits bekannte Spruch "Alles kommt vom Bergwerk her!" zeugt von der herausragenden Bedeutung des Bergbaus für die Entwicklung Sachsens und nicht zuletzt der Residenzstadt Dresden, so dass Euch der Buchstabe E nun zu einem montangeschichtlich interessanten Objekt führen soll.

Der Tiefe Elbstolln ist ein etwa sechs Kilometer langer Stollen auf dem Gebiet der Städte Freital und Dresden. Er wurde zwischen 1817 und 1837 als Hauptentwässerungsstollen für die Steinkohlengruben im Döhlener Becken aufgefahren.



Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahm der Steinkohlenbergbau im Döhlener Becken durch das Abteufen der ersten Tiefbauschächte, die Gründung der Königlichen Steinkohlenwerke (1806) und erfolgreiche Verkokungsversuche (1806) einen ersten Aufschwung. Zur Wasserhaltung diente der seit 1800 vorgetriebene Tiefe Weißeritzstolln, der bis 1842 eine Gesamtlänge von 6,6 km (einschließlich Flügelorte) erreichte.

Bereits 1802 wurden Planungen über den Vortrieb eines Tiefen Elbstollns erörtert, der gegenüber dem Tiefen Weißeritzstolln 50 m Teufe einbringen und so eine dauerhafte und sichere Wasserlosung für die unterhalb von 110 Meter über NN liegenden Grubenbaue des königlichen Steinkohlenwerks ermöglichen sollte. Hier waren bei zwei Wassereinbrüchen 1807 und 1808 insgesamt neun Bergleute um ihr Leben gekommen.

Die Höhe der Stollensohle wurde nach dem Elbhochwasser von 1784 projektiert, allerdings drangen das höhere Hochwasser von 1845 und das Jahrhunderthochwasser 2002 durch das Mundloch in den Stollen ein und überfluteten ihn bis zum Oppel–Schacht.

Der Ausbruch der Befreiungskriege verzögerte die Umsetzung der Pläne, so dass mit dem Vortrieb des Stollens erst am 5. September 1817 begonnen werden konnte. Die Oberaufsicht der Arbeiten unterlag dem Bergrat und Direktor des Steinkohlenwerks Zauckerode, Carl Wilhelm von Oppel. Die technische Ausführung des Projekts leitete der Faktor Ernst Friedrich Wilhelm Lindig (1779–1852). Die Auffahrung wurde am 4. Februar 1837 abgeschlossen.

Neben der Entwässerung sollte der Tiefe Elbstolln auch dem Kohletransport dienen. Die abgebaute Steinkohle sollte mit speziellen Kähnen durch den Stollen zur Elbe transportiert und dort auf Elbkähne umgeladen werden. Dies wurde jedoch durch die rasante Entwicklung der Eisenbahn in jener Zeit rasch hinfällig.

Bei der Planung eines tiefen Entwässerungsstollens für das Freiberger Revier wurde von Oberberghauptmann August von Herder unter anderem eine Verlängerung des Tiefen Elbstollns in westliche Richtung erwogen, diese Variante jedoch zugunstens des Rothschönberger Stollns verworfen.

Der Vortrieb erfolgte im Gegenortbetrieb in Bohr-und-Schieß- sowie Schlägel-und-Eisen-Technik von insgesamt neun Lichtlöchern sowie dem Mundloch aus. Der Ausbau des Stollens wurde in Gewölbemauerung aus sächsischem Sandstein hergestellt.

Der Tiefe Elbstolln war die letzte große Stollenauffahrung in Sachsen, deren Richtung mit der klassischen Zieh-Markscheidekunst (mittels Hängekompass und Gradbogen) festgelegt wurde. Beim Rothschönberger Stolln wurde schon die Weisbachsche Visier-Markscheidekunst angewandt.

Die Gesamtlänge des neuen Stollens belief sich bis zum Oppel-Schacht auf 6 km, mit Flügelorten wurde eine Länge von 11 km erreicht.

Der Tiefe Elbstolln dient bis heute der Entwässerung des Döhlener Beckens. Nach zunehmendem Verfall wurde der Tiefe Elbstolln zwischen 1997 und 2001 durch die Wismut GmbH saniert. Im Zuge der Sanierung des Wismut-Standortes Dresden-Gittersee wird derzeit durch die Wismut GmbH ein ca. 3 km langes Flügelort (intern WISMUT-Stolln genannt) zwischen Schacht III und dem Tiefen Elbstolln aufgefahren, um eine dauerhafte Ableitung der Grubenwässer zu ermöglichen.

Der Stollen führt von den ehemaligen Bergwerken in Freital-Zauckerode in gerader Strecke über Pesterwitz, Gorbitz, Omsewitz und Leutewitz an die Elbe nach Dresden-Cotta.

Quelle (22.10.2012):

http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefer_Elbstolln

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