Eine Kluftquelle genau an der Grenze Allgäudecke-Lechtaldecke.
Quelle: Infotafel vor Ort
Die geologischen Teile des Tegernseer Tals:
LECHTALDECKE: (in der Skizze mittig)
Alter: ca. 235 bis 160 Millionen Jahre
Das Gestein bildete sich unter verschiedenen Bedingungen südlich der Allgäudecke im Tethysmeer und enthält aus diesem Grund küstennahe Flachwasserablagerungen, z.B. Raibler Sandsteine bis hin zu den Tiefseeablagerungen des Jura, z.B. Radiolarite. Die Dicke der Schichten beträgt 1400 m! Sie wurden vom Entstehungsort abgeschert, verschoben und gefaltet. Diese Gesteinsabfolge bildet die südlichen Tegernseer Berge (Wallberg, Setzberg, Risserkogel, Hirschberg,...).
Ein bis zu 1 km breites Frontstück - der Große Muldenzug (Alpiner Muschelkalk, Malm-Aptychenschicht, Radiolarite) - wurde jedoch abgetrennt und bis nach Lenggries verschoben, das sozusagen auf der Allgäudecke schwimmt und im Bereich der Quelle zutage tritt.
ALLGÄUDECKE: (gräuliche Einfärbung in der Skizze)
Alter im Tegernseer Tal: ca. 245 bis 100 Millionen Jahre
Die Ablagerungen stammen aus dem Teil des Tethysmeeres, die nördlich der Bildungszone der Lechtaldecke lag. Wegen des geringeren Querschnitts der Schichten (max. 800 m Dicke) sind diese stark gefaltet und gegeneinander aufgetürmt. Auf 2-3 km Breite ist das Gestein im Tegernseer Tal gebirgsbildend (Ringberg, Riederstein, Baumgartenschneid). Lechtal- und Allgäudecke bilden zusammen die Tiroler Kalkalpen.
QUELLE: (gestreifte Fläche in der Skizze, mittig der Lechtaldecke)
Die Quelle liegt genau auf einer Gesteinskluft o. g. Gesteinsdecken mit unterschiedlichen Gesteinsformationen im Bereich der Quellfassung. Oberhalb der Quelle steht ein grauer Kalkstein an, den man Alpinen Muschelkalk nennt und den Hauptteil des darauf liegenden Kalvarienberges, wie auch den Unterbau des Brauneckmassivs auf der gegenüberliegenden Isarseite bildet.
Zwischen Weg und Quelle erkennt man zerrütteten rötlichen Kalkstein, dessen Tonzwischenlagen verursachen den Austritt des Quellwasser - auch Malm-Aptychenschicht genannt.
EARTHCACHE:
Nahe dem Hohenburger Weiher in Lenggries findet man die Kluftquelle. Hier hat man die einzigartige Möglichkeit die Hand genau an die Stelle zu legen, wo die Allgäudecke und die Lechtaldecke sich treffen! Unterhalb der Quelle gibt eine Infotafel einen Überblick der geologischen Begebenheit dieser Kluftquelle.
Vor Ort beantworte bitte die folgende Aufgaben und schicke mir vor Deinem Log die Lösung zu:
1. Vor wie vielen Jahren wurde hier der Alpine Muschelkalk abgelagert?
2. Was hat man früher im Isartal aus den Aptychenschichten gefertigt?
3. Wie nennt man den südlichen Teil der Allgäu-Decke? (______ Fenster)
4. An den Koordinaten angelangt findet Ihr die Kluftquelle. Beschreibt mir die Struktur und die Formation, die Ihr vor Ort sehen könnt (Farben, Struktur der Steine, Beschaffenheit, Verlauf, ...)!
Bitte lasst mir zu Eurem "Found-Log" zeitnah (innerhalb von 3 Tagen) die Antworten zukommen. Anderenfalls werde ich Euren Log ohne Kommentar löschen!! Sollte etwas nicht passen, melde ich mich bei Euch!!
Quelle:
- GC2HXHG
- Infotafel vor Ort