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Die Feldbiss-Störung EarthCache

This cache has been archived.

Kroppi: Schweren Herzens muss ich diesen EC leider archivieren. Die Restauration ist weitestgehend abgeschlossen und die Auswirkungen der Verwerfung sind hier nicht länger sichtbar. Da 2/3 der Prüffragen nicht weiter zu beantworten sind, kann der EC in dieser Form und an dieser Stelle nicht mehr aktiviert werden.

Ich danke allen Besucherm.

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Hidden : 11/1/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Die Feldbiss-Störung

Dieser Earthcache führt euch ins Zentrum von Herzogenrath, an die Burg Rode. Die Stadt Herzogenrath liegt am westlichen Rand der Niederrheinischen Bucht, im Bereich der Rur-Scholle. Die einzelnen Großschollen sind durch überwiegend NW-SE-streichende, bereichsweise auch W-E-verlaufende Verwerfungen begrenzt. Herzogenrath liegt unmittelbar auf der Störung Feldbiss. Hierbei handelt es sich um eine Hauptstörung, die die westliche Begrenzung zur Niederrheinischen Bucht bildet.

Geologisch-tektonische Verhältnisse im Bereich Herzogenrath

Die Stadt Herzogenrath liegt im Übergangsbereich zweier Landschaften mit grundlegend unterschiedlicher geologischer Entstehung. Von Süden (Eifel, Ardennen) fällt das während der variszischen Gebirgsbildung aufgefaltete und später wieder eingerumpfte Rheinische Schiefergebierge in nördlicher Richtung in zunehmende Tiefe ab. Darüber haben sich nach Norden mächtiger werdende Sedimente aus jüngeren Erdzeitaltern schichtweise abgelagert. In beiden Bereichen ist der Untergrund durch teils noch aktive Verwerfungen in Bruchschollen untergliedert. Auf einer dieser Bruchlinien, dem Feldbiss, liegt Herzogenrath.

Die älteren, nach Norden zunehmend in größere Tiefen vordringenden Schichten des Schiefergebirgsrumpfes gliedern sich von oben (jung) nach unten (alt) in Kreide, Karbon, Devon und ältere. Darüber lagernde Sedimente stammen großteils aus dem Zeitalter des Tertiär. Die jüngsten Lagen (z.B. örtlich auftretende Lößlehmdecken) stammen aber aus dem Quartär, sind also geologisch noch brandneu. Für den ehemals in und um Herzogenrath betriebenen Steinkohlebergbau bedeutete dieser geologische Aufbau des Untergrundes den Vorteil von knapp unter der Erde liegenden Kohleflözen südlich des Feldbiss (Kohlscheid, Straß, Pannesheide), aber ebenso die Notwendigkeit zum Tiefbau mit erheblichem Entwässerungsaufwand infolge wasserreicher Deckgebirgsschichten nördlich davon (Merkstein).

Verlauf und Ausbildung der Feldbiss-Störung

Der Verlauf und die Ausbildung der Feldbiss-Störung ist im Bereich des Steinkohleabbaus des Wurm-Reviers gut bekannt. Die Feldbiss-Störung wurde hier bis in die 650m-Sohle aufgeschlossen. Aus einer Beschreibung des Bergreviers Aachen wird bereits deutlich, dass die Feldbiss-Störung kein scharf begrenztes Element darstellt, sondern ein komplexes Störungssystem mit zahlreichen Begleitstörungen von erheblicher Breite ist.  Die Gesamtbreite des gestörten Gebirgsbereiches wird hier mit 200m angegeben.

Aktuelle Erdbebendaten

Die bisherigen Aufzeichnungen zeigen, dass die seismische Aktivität im Nahbereich der Feldbiss-Störung relativ gering war. Eines der stärksten Erdbeben im Bereich der Feldbiss-Störung trat am 22. Juli 2002 in Alsdorf auf. Es wurden eine Magnitude von 4,8 auf der Richterskala erreicht. Nach Angabe des Geologischen Dienstes NRW trat eine Verschiebung der Feldbiss-Verwerfung um einige Zentimeter in der Tiefe auf. Zu oberflächennahen Verschiebungen liegen keine genauen Angaben vor, diese können jedoch als sehr gering angenommen werden.

Verwerfungen und tektonische Bewegungen haben dennoch Auswirkungen auf die Umwelt und Gebäude. Die sichtbaren Versatzunterschiede in der Region sind jedoch nicht ausschließlich geologischer Natur, sondern unterliegen auch von Menschen verursachten Einflüssen. Die Feldbiss-Störung liegt im Bereich des rheinischen Steinkohleabbaugebietes. Insbesondere bei alten Bauwerken sind die Folgen von Erosion, Bergbau und tektonische Aktivitäten in Form von Rissen oder Versetzungen sichtbar.

Auch der Bereich um die historische Burg Rode sowie die umliegenden Gebäuden sind hiervon, trotz Restaurierungen, betroffen. Versatzunterschiede sind an zahlreichen Stellen deutlich erkennbar.

 

Logbedingung:

Als Testat Eures erfolgreichen Cachebesuchs beantwortet bitte nachfolgende Fragen!

WP2 führt euch vor den Aufgang zur Burg Rode. Hier findet ihr einen Bereich, der nicht vollständig restauriert wurde und einige Risse aufweist.

1. Beschreibt bitte, wie die erkennbaren Risse verlaufen!

2. Schätzt die ungefähre Länge der erkennbaren Risse!

3. Begebt euch zur Informationstafel an WP 1. Dort findet ihr zahlreiche Informationen zur Burg Rode. Wie lautet die erste Jahreszahl im Text?

Optional ist ein Foto von Euch vor dem Portal der Burg oder auf der Burg mit eurem GPS gern gesehen!

Ihr dürfte direkt nach dem Versand der Antworten loggen. Sollte es ein Problem bei der Antwort geben, melde ich mich bei euch.

Quellen:

1.                   Geologischer Dienst NRW

2.                   Ingenieurbüro Heitfeld – Schetelig über die Ausbildung und den Verlauf der Feldbiss-Störung

3.                   Wikipedia

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