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Hohlweg Rommerskirchen-Butzheim EarthCache

Hidden : 10/24/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:




Im November des Jahres 1307 soll der Schweizer Wilhelm Tell den Landvogt Gessler zu Adolf an einem Hohlweg mit der Armbrust erschossen haben, oder wie es bei Friedrich Schiller heißt: „Durch diese hohle Gasse muss er kommen...“
Damit haben Hohlwege ihren Weg in die Geschichte und Literatur gefunden.

Doch was ist ein Hohlweg und wie sind Hohlwege entstanden?

Bei einem Hohlweg handelt es sich um einen, durch Jahrhunderte Jahre lange Nutzung mit Fuhrwerken und Vieh, in das umgebende Gelände eingeschnittenen Weg – meist unbefestigten Feldweg.

Damit ein Hohlweg überhaupt entstehen kann, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein:
- der geologische Untergrund muss aus leicht erodierbaren Deckschichten bestehen.
- es muss zu Erosion durch menschliche Eingriffe, Wasser, Klima, Pflanzen und Tiere kommen.
- durch mechanische Beanspruchung muss es zu Gefügestörungen kommen.
- es muss geeignete topografische Gegebenheiten durch ausreichende Reliefenergie geben.

Speziell feine Sedimente, wie z. B. das in der Rheinischen Bucht vorhandene Löß, fördern den Vorgang der Hohlwegbildung.

Löß wird vom Wind transportiert und auch abgelagert. Es besteht zum überwiegenden Teil aus Schluff bzw. auch Silt. Dieses ist ein unverfestigte Sediment oder Sedimentgestein. Mindestens 95 % davon haben eine Korngröße von 0,002 mm bis 0,063 mm. In unserer gemäßigten Klimazote bildete es sich in den quartären Kaltzeiten.
Mit einem Tongehalt von 5 % bis 20 % ist der Tongehalt bei frischem Löß sehr variabel. Durch Verwitterung können auch größere Anteile von Ton vorhanden sein. Neben Ton kann man in Löß auch Feinsand mit einem Anteil von durchschnittlich 20 % anfinden. Dieser Anteil kann bis auf über 50 % ansteigen. In diesen Fällen handelt es sich um Sandlöß.

In der Regel ist Löß unverfestigt, ungeschichtet und sehr porös.

Er entsteht, wenn bei einer fehlenden Vegetationsdecke Schluff sowie feine Sande vom Wind aufgewirbelt und nach einem längeren Transport von bis zu 100 Kilometern wieder ablagern. Wie bereits oben erwähnt wurde in unseren Breiten Löß vor allem in den Eiszeiten gebildet, da es zu dieser Zeit kaum Vegetation gab, dass eine Winderosion verhindert hätte. Jedoch nicht noch während Kälteperioden kann es zu Lössbildung kommen. Auch bei einem warm-trockenen Klima, wie zum Beispiel in Wüsten, kann Löß ausgeblasen und in den Wüstenrandgebieten wieder abgelagert werden.

Auf Grund seiner Korngröße ist Löß speziell beim Fehlen von Vegetation sehr anfällig für Bodenerosion. Durch eine Überbeanspruchung des Bodens, zum Beispiel durch schweres Landwirtschaftliches Gerät, wird Diese noch verstärkt. In diesem Fall kommt es zu einer Zerstörung der inneren Struktur des Löß.

Normal sind die im Löß befindlichen Sand- und Staubkörner durch Anlagerung von Kalk mit einander verbunden. Wird nun immer wieder die gleiche Stelle – wie zum Beispiel bei einem Feldweg – durch schwere Wagenräder belastet, wird diese Struktur zerstört. Die nun losen Einzelkörner haben nun keine feste Verbindung mehr untereinander und werden beim nächsten Regen abgeschwemmt. So kann pro Jahr eine Eintiefung von rund 20 cm erfolgen. Zur Befestigung pflanzte man vielfach Gehölze auf die Hohlwegschultern um ein Nachrutschen zu verhindern. Die Hohlwegflanken blieben hingegen gehölzfrei und wurden regelmäßig gemäht oder beweidet.

Bei den Koordinaten des Referenzpunktes 2 lässt sich gut erkennen was passiert, wenn die Hohlwegflanken ungeschützt der Witterung ausgesetzt sind. Rund um diese Koordinaten ist es zu Abbrüchen der obersten Bodenschicht gekommen, da das darunter befindliche Löß nicht genügend Halt hatte. Um eine weitere Bodenerosion zu vermeiden, wurde der Weg zwischenzeitlich mit einer Asphaltdecke befestigt.

Ein Beispiel für Erosion:

In der heutigen Zeit haben Hohlwege eine große Bedeutung für den Naturschutz und den Erhalt der Artenvielfalt für Fauna und Flora.

Um diesen Earthcache zu loggen beantworte bitte folgende Fragen:
1. Warum bleibt der Löß an der Böschung oben ein Meter senkrecht stehen und stellt sich dann in einem sehr breiten Winkel (ca. 45 Grad) ein?
2. Am Referenzpunkt 2 erhältst Du eine Einsicht in verschiedenen Erdschichten des Hohlwegs. Wie viele Erdschichten kannst Du sehen? Was glaubst Du, wie diese Schichten entstanden sind?
3. Schätze die Höhe vom Boden bis zum höchsten Punkt des Hohlweg am Referenzpunkt 2.

Wenn Du alle Antworten gefunden hast, schicke mir diese bitte per eMail an Hohlweg@geocaching-grevenbroich.de oder als Nachricht über mein Profil. Nachdem Du die Antworten geschickt hast, darfst Du sofort loggen. Wenn eine Antwort falsch ist, werde ich mich melden. Bitte vergesse nicht Deinen Account-Namen anzugeben.

Wer möchte kann natürlich gerne ein Foto von sich oder seinem GPS-Gerät an sein Log anhängen.

Quellen:
Infotafel am Hohlweg
Wikipedia
Neuss-Grevenbroicher-Zeitung
www.biostation-neuss.de

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