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Salzfloragebiet Schreyahn EarthCache

Hidden : 10/19/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Das Salzfloragebiet Schreyahn

befindet sich über dem Salzstock Wustrow-Schreyahn und umfasst das Gelände des ehemaligen Kalisalzbergwerks "Teutonia" mit den Überresten der Abraumhalden und den durch Erdfall entstandenen "Schachtsee".

Lage und Naturraum
Die Salzstelle befindet sich südöstlich der Ortschaft Schreyahn, westlich der Kleinstadt Wustrow (Wendland) im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Nordostniedersachsen. Das einzigartige Geotop ist als Naturschutzgebiet die größte und bedeutendste binnenländischen Salzstelle des Wendlandes, entstanden durch den Kalisalzabbau mit seinen Rückstandshalden aus dem Salzstock.

Für diesen Earth-Cache brauchen die Wege nicht verlassen und das Naturschutzgebiet nicht betreten zu werden.

Übersicht des Schutzgebietes
(Quelle: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz)


Luftbild des Salzfloragebietes Schreyahn mit Abraumhalden und Erdfallsee
(Quelle: Google Earth)



Der Salzstock
Die Salzvorkommen im Norddeutschen Becken sind vor ca. 250 Millionen Jahren im erdgeschichtlichen Zeitalter des Perm entstanden. Das damalige seichte Zechsteinmeer war nur über eine Schwelle (den „Barren“) im Nordwesten mit dem offenen Ozean verbunden. Durch Verdunstung erhöhte sich die Konzentration des Salzes immer mehr. Bei Erreichen der Sättigungsgrenzen fielen dann zunächst die schwer löslichen Salze aus und setzten sich am Boden ab. Es kristallisierten zunächst Karbonate (Kalkstein) und Anhydrite (Gips), dann wurden Steinsalz und Kalisalze ausgeschieden.


Quelle: Internet, unbekanntes Dokument

Die erdgeschichtlich nachfolgenden Zeitalter des Trias, des Jura, des Tertiär und Quartär umgeben bzw. überdecken daher die Ablagerungen. Salz kann bereits bei niedrigen Druck- oder Zugbeanspruchungen plastisch verformt werden. Zudem ist es leichter als das es umgebene Gestein. Diese Eigenschaften führen dazu, dass das Salz aufsteigt und die für die Norddeutsche Tiefebene so typischen Salzstöcke bildet. Während des Aufstieges werden die ursprünglich horizontal liegenden Schichten oft stark verfaltet.

Das Kalisalz
Als man die Bedeutung des Kalisalzes entdeckte, begann man systematisch mit der Suche und wurde im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts bei Probebohrungen in der Gegend um Wustrow (Wendland) in Tiefen von 360 bis 460 m fündig. Die Bergbaugesellschaft Teutonia begann ab 1905 mit Abteufungsarbeiten im Bereich des Erdfallsees auf dem Gelände des Salzfloragebietes für den Hauptförderschacht „Rudolph. In der Folge wurden damit in der Region die mächtigsten Kalilagerstätten Deutschlands aufgeschlossen. Kali-Salz ist neben Stickstoff und Phosphor einer der drei lebenswichtigen Nährstoffe für das Pflanzenwachstum. Für Kali-Salz gibt es keinen Ersatz. Es ist ein Gemisch von Kaliumchlorid und Kaliumsulfat mit Magnesium- und Kalziumverbindungen. Parallel zur Förderung des Salzes entstand der Aufbau der Industrieanlagen, einer Chlorkalium- einer Sulfat- und einer Bromfabrik sowie einer ca. 5 km langen firmeneigenen Kalibahnstrecke bis zum Wustrower Staatsbahnhof zum Abtransport der geförderten Salze. Gefördert und hergestellt wurden Mineraldünger, Grundstoffe für die chem. Industrie sowie Speise-, Bade- und Viehsalz. 1926 mussten die Anlagen geschlossen werden. Der Absatz war zu schlecht und die Konzentrationen der geförderten Kalisalze zu gering. Außerdem gab es einige geologische Probleme und Schlagwettergefahren sowie Wassereinbrüche, die zu hohe Kosten verursachten. Die Schächte wurden schließlich geflutet, abgedeckt, die Tagesanlagen gesprengt und dem Erdboden gleichgemacht.

Die Abraumhalden
Im Bereich der oben genannten Cachekoordinaten befinden sich die Kaliabraumhalden als sichtbare geologische Hinterlassenschaften auf der Brache des ehemaligen Bergwerksgeländes. Die Halden sind aus Westen über einen öffentlichen Gemeindeweg zu erreichen, der südlich des ehemaligen Bürogebäudes des Bergwerks entlangführt.
Abraum- bzw. Rückstandshalden bestehen aus den Produktionsabfällen des Kaliwerks, in dem aus den geförderten Kalirohsalzen Kalidünger und die anderen Chemikalien hergestellt werden. Dabei werden die Kaliumgehalte durch chemische Umwandlungen und verschiedene Trennverfahren zu verkaufsfähigen Produkten verarbeitet. Bei den Rückständen handelt es sich überwiegend um Steinsalz. Die nachfolgende Tabelle zeigt typische Zusammensetzungen von Rückstandshalden.

Steinsalz - NaCl - 70 bis 95%
Kieserit - MgSO4.H2O - 0,5 bis 30%
Anhydrit / Gips - CaSO4 - 0,5 bis 25 %
Kalisalzreste - KC - 1 bis 3 %
Ton, unlösliche Bestandteile - 0,5 bis 5 %
(Quelle: Internet R. Krupp Halden)

Wo Hartsalze verarbeitet wurden, enthalten die Rückstände immer Kiesrit, während Halden mit Rückständen rein sylvinitischer Kalisalze fast nur aus Steinsalz bestehen. Je nach Wetterlage können Rückstandshalden unterschiedlich aussehen. Dies liegt daran, dass die Salze in der Oberfläche der Halde durch Nässe gelöst und in die Halde zurück oder ins Umfeld getragen werden. Zurück bleiben die nicht löslichen, tonigen Bestandteile der Halde. Bei Trockenheit steigen gelöste Salze, vor allem Natriumsulfate, erneut auf und bilden pulverige Ausblühungen von Thenardit (Na2SO4) an der Oberfläche. Durch eindringende Niederschläge kommt es auch zu Mineralumbildungen und zur teilweisen Rekristallisation der Salzrückstände. Dadurch verfestigen sich die zuvor locker aufgeschütteten Rückstände zu einer dichten und festen Masse. Die meisten Rückstandshalden wurden schon vor vielen Jahrzehnten angelegt, ohne eine Basisabdichtung. Die anfallenden Haldenabwässer versickern daher zum Teil im Untergrund, zum Teil werden sie in Ringgräben gesammelt und anschließend durch Einleitung in stillgelegte Kalischächte, in Bäche und Flüsse, oder ins tiefere Grundwasser "entsorgt". Die Abtragsrate und somit die Lebensdauer der Halden sind maßgeblich von der Niederschlagsmenge abhängig. Als Faustformel kann man mit einer natürlichen Ablaugung von ca. 10 cm pro Jahr rechnen. Es ist also absehbar, wann die Halden von Schreyahn in die geologische Geschichte eingehen werden.
Nachdem die Kaliförderung eingestellt wurde, ist das Bergwerk geflutet und der Schacht abgedeckt worden. Die Tagesanlagen wurden gesprengt und dem Erdboden gleichgemacht. Im Jahr 1950 wurde dann die Betonabdeckung des Schachtes "Rudolph" brüchig und stürtzte ein, woraufhin der Schachtsee entstand.

Schutzstatus
Wegen seiner Einzigartigkeit ist der Erdfallsee vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie zum Geotop ernannt worden. Das gesamte "Salzfloragebiet Schreyahn" wurde zum Naturschutzgebiet erklärt und hat eine Größe von 25 ha. Es besteht überwiegend aus der Brache des ehemaligen Bergwerksgeländes mit seinen Abraumresten und ist die größte und bedeutendste binnenländischen Salzstelle des Wendlandes. Sie weist im Wesentlichen salzbeeinflusste extensive Nass- und Feuchtwiesenbereiche, Gewässer, Röhricht- und Riedflächen, Sandtrockenrasenbestände, Brachflächen sowie Gebüsch- und Waldbereiche auf.
(frei nach Wikipedia)

Um den Cache loggen zu können, beantworte bitte die nachfolgenden Fragen.
1) Bei welchem Wetter hast du die Halden besucht? War es trocken, sonnig, bedeckt oder hat es geregnet? Schätze bitte die Temperatur.
2) Welche Farben konntest Du auf der Halde erkennen?
3) Welche Farben ordnest du den Salzen und welche den tonigen Bestandteilen zu?
4) Überwogen bei deinem Besuch die Salze oder die tonigen Bestandteile auf der Außenfläche der Halde?
5) Was meinst Du, bieten die Inhaltsstoffe und die Konsistenz der Halden Pflanzen einen Lebensraum? Kannst Du Pflanzen auf der Halde erkennen?

Die Antworten auf die Fragen findest Du vor Ort an den Abraumhalden sowie hier. Lies genau. Die Zuwegung zu den Halden ist aus Westen über einen öffentlichen Gemeindeweg möglich, der nicht verlassen werden soll.
Das Naturschutzgebiet braucht nicht betreten zu werden.

Schicke eine E-Mail mit Deinen Antworten über unser Profil (oder direkt an: mail@kerabukru.de). Bitte Cachername (Nickname) nicht vergessen. Im Anschluss kann ohne Freigabe sofort geloggt werden. Sollten die Antworten gar nicht passen, melden wir uns. Falls ihr euch unsicher seid, könnt ihr natürlich auch gerne vorab um Rat und Logfreigabe bitten.

Über ein Foto von Dir oder Deinem GPS an einem der drei Referenzpunkte, bitte ohne die Halden, würden wir uns feuen.

An der Infotafel in Schreyahn erhälts Du weitere interessante Erläuterungen zum Kalibergwerk "Teutonia" und dem Schacht "Rudolph".

Viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise mit dem Charakter eines Lost Place
wünschen
kerabukru




To log this cache, you have to answer the following questions.
1) How was the weather at your visit? Was it sunny, gloomy, raining or dry? Please calculate the temperature.
2) Please notice the colour of the mine dumps.
3) What colour is attach to salt and what colour to clay?
4) What is more to see at your visit, parts of salt or parts of clay?
5) Could you see plants on the mine dumps? Why not, do you have an idea?

The answers to the questions you'll see at the mine dumps. Read exactly.
Take your way from the west, it is public.
Please do not leave it. It is not required.

Send an email with the answers over our profil (or directly to: mail@kerabukru.de). Don´t forget your nickname. Then you can log immediately. If there ist something wrong, we will contact you.

It is free to take a photo. If you would agree, search one of the points of reference (without the mine dumps).

More explanations about the mine "Teutonia" you could get at the information board in Schreyahn.

Enjoy this geological expedition with the character of a Lost Place.
have fun
kerabukru


Additional Hints (Decrypt)

Orfhpur qvr natrtrorara Ersreramchaxgr 1 haq 3 haq yrfr qnf Yvfgvat tranh, qnaa xynccgf nhpu zvg qra Nagjbegra!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)