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Der Wiedensee im Pöhlder Becken EarthCache

Hidden : 11/5/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Die seit dem Bau der Odertalsperre (1934) gebändigte Oder, hat eine weite, mit großen Kiesvorkommen gefüllte Ebene geschaffen, das "Pöhlder Becken". Es hat viele Erdfällen, die teilweise wassergefüllt sind. Der Wiedensee ist wohl der größte und schönste Erdfall, aber auch abgelegenste und versteckteste Erdfall von allen.


Der Wiedensee ist ein kreisförmiger Erdfall und hat ca. 80m Durchmesser.
(5500 qm am oberen Rand) Er ist 17,5m tief, seine Wassertiefe beträgt 9,3m, dass deutet
auf ein recht hohes Alter hin. Entstanden ist er durch einbrechen der Schichten
in Hohlräume, während der letzten Warmzeit, dem Holozän(der H. begann vor ca.11.700 Jahren).
Die Seeablagerungen am Grund sind noch nicht erforscht. Die Wassertiefe schwankt jedoch auch stark
in den Jahreszeiten. Im Frühjahr, insbesondere bei Schneeschmelze, kann sie gut auf 3500m² steigen. In
der trockeneren, zweiten Jahreshälfte aber auch bis unter 600 m² fallen.

Der Wiedensee liegt mitten im 7 x 2,5 km messenden "Pöhlder Becken" das sich durch
Aufschüttung von groben Kies der Oder (das sie mitgeführt und abgelagert hat),
während der letzten Kaltzeit (vor 115.000 bis 10.000 Jahren)gebildet hat.
Im Harzvorland liegen flach über den wasserundurchlässigen Harzer Grauwackenschichten
Meeresablagerungen der Zechstein (Ausgang des Erdaltertums, 258-253 Mio.) von zusammen
mehreren 100 m Mächtigkeit; sie bestehen aus Ton, Kalk, Dolomit, Gips und inzwischen
abgelaugtem Salz.
ca. 10m Talschotter der Oder (Kiese)
ca. 45m rot-violette Tone des unteren Bundsandsteines
ca. 5m Hauptanhydrit (Gips)
ca. 46m Straßfurtdolomit
ca. 32m Werraanhydrit (Gips)
ca. 72m Werradolomit u. Zechsteinkalk
darunter Grauwacken des Harzgrundgebirges.
Die Salze sind aus einem warmen, sich allmählich eindampfendem Meeresbecken
in mehrfacher Wechselfolge abgeschieden. Die Gipse sind leicht wasserlöslich. Tief unterm
Oderbett ruhen diese Schichten bereits unterhalb des Grundwasserspiegels im Pöhlder Becken.
Durch die Hohlräume der tieferen Schichten fließt das Wasser von Norden nach Süden und tritt
an der Rhumequelle wieder aus. 65% des Wassers der Oder fließt so zur Rhumequelle.



Die oberste, für uns hier sichtbare Schicht, ist die Kiessandschicht.
Steine wurden durch die vorrückenden Gletscher zermahlen und geschliffen,
dann durch die Oder hier abgelagert. Im geologischen Sinne
wird Kies bezeichnet als "ein natürlich abgelagerter oder künstlich geschütteter Körper aus
in Fließgewässern rundgeschliffenen, kleinen Steinen", umgangssprachlich Kieselsteinen.
Der Transport in Bächen und Flüssen erfolgt als Boden- oder Schleppfracht. Größere, wenigstens
teilweise gerundete Steine aus anderen Entstehungszusammenhängen werden Gerölle oder Geschiebe
genannt. Dagegen werden im geologischen Sinne Lockersedimente aus unrunden oder scharfkantigen
Formen als Schutt bezeichnet. Kies wird in Geologie und Geotechnik nach Größenklassen oder
Korngrößen unterschieden und vor Verwendung im Bauwesen in Aufbereitungsanlagen gewaschen und
getrennt. Nach dem Äquivalentdurchmesser werden in den Geowissenschaften folgende Korngrößen-
fraktionen nach DIN 4022 unterschieden:
Grobkies (gG/CGr) 20,0 - 63,0 mm
Mittelkies mG/MGr) 6,3 - 20,0 mm
Feinkies (fG/FGr) 2,0-6,3 mm
Kies stellt für die Bauwirtschaft einen wichtigen Rohstoff dar. Er findet dort Verwendung als
Zuschlagstoff in Beton, als Schüttmaterial im Erdbau. Reiner Kies besitzt kein großes Porenvolumen
und eignet sich daher aufgrund der hohen Wasserdurchlässigkeit auch als Filterschicht für Drainagen
in feuchtem Untergrund. Die Eigenschaft der hohen Wasserdurchlässigkeit macht ihn auch zum
Grundwasserleiter. Da Kies keine nahrhaften Stoffe enthält, wird er nur spärlich von Vegetation bewachsen. Kies kommt bei einem Reibungswinkel von 32 - 37° ins Rutschen.


Im Pöhlder Becken wird seit vielen Jahren Kies gefördert. Die meisten Förderstellen
sind bereits wieder renaturiert und bewachsen. Die Stellen an denen noch Kies abgebaut wird, sind in
privater Hand und ein Betreten der Flächen ist dort nicht gestattet. Anders am Wiedensee, er ist
frei zugänglich in der Feldmark gelegen und viel tiefer als die kommerziellen Abbauflächen.


Wenn Du diesen Cache loggen möchtest.
Begib Dich bitte zu den oben angegebenen Koordinaten und beantworte bitte folgende Fragen und schicke
sie mir bitte über das Nachrichtencenter.
Danach kannst Du loggen. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, dann melde ich mich bei Dir.
1) welche Kies-Korngrößen sind am Wiedensee vorwiegend zu sehen?
2) Wie groß (in Grad) schätzt Du den Böschungswinkel des Wiedensee's im Durchschnitt?
3) Bitte mache ein Foto von Dir oder einem eindeutig Dir zuzuordneten Gegenstand mit dem Wiedensee im Hintergrund und lade es mit Deinem Log hoch.

An den KO's kann man bis zum Wasserspiegel über eine Treppe absteigen,
die ist aber nicht mehr gut in Schuß, bitte seit sehr vorsichtig, Unfallgefahr!

Wer möchte, kann auf dem Rückweg zur Parkkoordinate (P1) dem ausgeschilderten Karst-Wanderweg folgen.
Im Pöhlder Wald lassen sich dann die zahlreichen anderen Erdfälle anschauen, die keinen
Wasserstand haben und trocken stehen. Wer möchte, kann auch auf dem Hinweg schon dem Karst-Wanderweg folgen.
Dann parkt bitte bei (P2) N51°36.747 E010°19.740 und geht nach Osten, vorbei an "Eckerloch" links und
"Röthesumpf" (rechts) und dem Angelteich (rechts) über die Mühlengrabenbrücke. Dann links abbiegen nach Norden bis zum Waldrand. Dort auf dem ausgeschilderten Karst-Wanderweg weiter.
Er führt Euch durch den Wald vorbei an kleinen und großen, trockenen Erdfällen
bis zum Wiedensee.
Bitte befahrt die Feldmark und den Wald nicht mit Kfz. Ein schöner Spaziergang oder
Wanderung ist es allemale!


Die Informationen und Daten stammen maßgeblich von den Webseiten
"http://www.karstwanderweg.de" und
"http://www.wikipedia.de"
Die Karte von:
"http://www.bfn.de" (Kartendienste)
das Bildmaterial und die Skizze sind eigenproduziert.

Viel Spaß

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