Historisches
Entlang eines Teilstückes des heutigen überregionalen Radweges R 35 auf der ehemaligen Klöcknerbahntrasse zwischen Werne und Bönen gab es mehrere Zechen, die mit dieser Trasse verbunden waren. Im Norden beginnend mit der Zeche Werne III, vorbei an der Zeche Monopol Schacht Grimberg in Bergkamen sowie Schacht Grillo 1/2 in Kamen bis zur Zeche Königsborn 2/5 in Heeren-Werve und Königsborn 3/4 in Bönen.
Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Zechen mit dem Abteufen. Die erste Zechenbahn mit Pferdebahn ging 1878 von der Zeche Monopol Schacht Grillo zum Bahnhof Kamen der Köln-Mindener Eisenbahn. 1885 fuhren hier die erste Lokomotiven. 1890 wurde eine Verbindungsbahn von der Zeche Monopol Schacht Grillo zum Schacht Grimberg gebaut, wo ab 1896 abgeteuft wurde.
Die Zechen Werne und Zechen Königsborn fusionierten mit anderen Gesellschaften, die mit der Lothringer Hütten- und Bergwerksverein AG einen Interessengemeinschaftsvertrag geschlossen hatten, in den 1920er Jahren. Ihr Vermögen ging in den Klöckner-Werken AG auf.
Ende der 1930er Jahren wurde u.a. mit polnischen Zwangsarbeitern eine Verbindungstrasse zwischen der Zeche Werne und Zeche Königsborn 2/5 in Heeren-Werve sowie Zeche Königsborn 3/4 in Bönen gebaut – die Klöcknerbahntrasse.
Auf einem Teilstück verlief zeitweise parallel ein zweites Gleis neben der Zechenbahntrasse der Zeche Monopol, das später zu einem zurückgebaut wurde. Ebenfalls wurde ein Teilstück der Reichsbahn-Strecke Kamen – Königsborn genutzt. Die Verbindungsbahn wies auch teilweise innerbetrieblichen Personenverkehr auf.
Im Rahmen der Entflechtung der deutschen Montanindustrie gründeten 1951 die Zechen Werne und Königsborn die selbständige Bergwerksgesellschaft Bergwerke Königsborn-Werne AG.
1969 entstand die Ruhrkohle AG aus dem Zusammenschluss von 20 Zechengesellschaften. Hierzu gehörten u.a. die Monopol Bergwerks GmbH (Kamen), Klöckner-Werke AG und die Königsborn-Werne AG
Der überregionale Radweg R 35 - das Teilstück im Kreis Unna
Bereits 1980 wurde über die Idee diskutiert, die Zechentrassen in das gerade erst im Enstehen begriffene Rad- und Wanderwegenetz aufzunehmen.
Nach der Einstellung der Förderung der Zechen Monopol Schacht Grillo 1/2 und Königsborn 3/4 wurde eine Verbindungskurve von Monopol Schacht Grimberg zur Zeche Werne gelegt. Die Klöcknerbahntrasse sowie die Trassen in Kamen-Mitte wurden nicht mehr benötigt
Für die Streckenabschnitte auf dem Kamener Gebiet (Eilater Weg) und von Kamens Stadtgrenze im Süden bis zur Erlentiefenstraße in Bergkamen konnte nun der Umbau zum Rad- und Wanderweg erfolgen. 1984 wurde der Radweg eröffnet, 3 Jahre später der Teilabschnitt zwischen Erlentiefenstraße bis Industriestraße in Bergkamen.
Nur 12 Jahre nach Stilllegung Von der Zeche Monopol Schacht Grillo 1/2 wurden auch die Zeche Monopol Schacht Grimberg und ein wenig später auch die Zeche Werne stillgelegt, somit wurde auch hier der Schienenverkehr eingestellt. Der Umbau zum Radweg bis zur ehemaligen Zeche Werne I/II erfolgte jedoch erst viel später. Erst im Oktober 2007 wurde der nördliche Teil der Strecke in Bergkamen über Overberge und Rünthe bis an das nördliche Lippeufer in Werne eingeweiht und das letzte Teilstück von hier bis ehemaligen Zeche Werne im Juli 2012
Wo ist der vergessene Ort?
Studiert das Listing genau. Für die Berechnung der Koordinaten müssen ein paar Fragen beantwortet werden. Gesucht wird immer die "ganze" Jahreszahl (z.B. 1896) oder die Quersummer der Jahreszahl (z.B. Quers. 1896 = 24).
Einige Fragen können hier schon einfach beantwortet werden. Für die Lösung der anderen Fragen könnte u.a. das Internet hilfreich sein. Aber Vorsicht !!! - das kann ganz schön verwirrend sein ! 
Die Fragen
A = Förderbeginn Zeche Monopol Grillo Schacht 1
B = Die Zechenbahn der Zeche Monopol führt erste Lokomotiven ein
C = Verbindungsbahn von der Zeche Monopol Schacht Grillo zum Schacht Grimberg
D = Stilllegung der Zechen Monopol Schacht Grillo 1/2 und Königsborn Schacht 3
E = Stilllegung der Zeche Monopol Schacht Grimberg 1/2
F = Teufbeginn der Zeche Königsborn Schacht 2 in Heeren-Werve
G = gehören die Zechen Königsborn und Werne zum Klöckner-Konzern (Fusion mehrerer Zechen)
H = Eröffnung der Zechenbahntrasse zwischen den Zechen Königsborn 3/4, Königsborn 2/5 und Werne
I = Eröffnung des Radweges zwischen Kamener Süden und Bergkamen – Erlentiefenstraße
J = Eröffnung des Radweges in Bergkamen zwischen Erlentiefenstraße und Industriestraße
Berechnung:
W = Quers. H + Quers. C
X = (( C+D+G) - (Quers. A + Quers. F + Quers. I)) : 6
Y = Quers. B + Quers. C
Z = (E + J + Quers. H) : 6
Koordinaten
N 51° W . X
E 007° Y . Z
Zur Überprüfung, ob die Lösung richtig ist, könnt Ihr den Checker probieren.
Der Outdoorteil
Zu den berechneten Koordinaten gelangt Ihr am besten über die Trasse mit Eurem Cachebike oder Ihr macht einen schönen Spaziergang.
Vor Ort findet Ihr etwas, was nach wie vor heute noch eingesetzt wird. Doch an dieser Stelle sieht es ein wenig verloren aus. Hier findet ihr auch eine große weiße Zahl. Multipliziert sie mit 5m und rechnet 1m hinzu. Peilt nun in 310° die errechneten Meter oder folgt doch einfach den "Weg"zur Dose.
Viel Spaß beim Rätseln und Suchen
Quellen: RVR – Metropole Ruhr, Historische Eisenbahnstrecken – Emscher Landschaftspark (Hg. Kommunalverband Ruhr, Autor Peter Neumann), Stadtarchiv Bergkamen, M.O. – Eisenbahnfreund aus Bergkamen