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Straflager der Wehrmacht Steinmühle Traditional Cache

This cache has been archived.

Kitac Ronaro: Danke für die schönen Logs :)

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Hidden : 11/28/2012
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Was ist ein Straflager? Es ist ein Ort wo Gefangene bis zur Abbüßung ihrer Strafe sehr schwere Arbeit leisten müssen.

In Steinmühle wurde von ca 1863 bis 1970 Fichtelgeb.-Oberpf.-Basalt (O-Oligozaen-Pleistozaen) abgebaut. Die Tagebaufläche war zum Ende hin ca. 33Ha groß.

Nur sehr wenige Einheimische wussten, dass es im Basaltabbaugebiet/Steinbruch Steinmühle ab 1941 ein Straflager gab. In diesem Straflager waren meistens 30 bis 40, aber auch manchmal bis zu 80 Strafgefangene Stationiert.
In Steinmühle waren meist russische Kriegsgefangene die von Kaltenbrunn b. Grafenwöhr per Bahn dorthin gebracht wurden.
Es waren Kriegsgefangene die straffällig geworden sind und diese wurden dort dann von ca. 10 Wächtern rund um die Uhr bewacht.
Die Wächter waren hauptsächlich frontuntaugliche Soldaten vom Landesschützenbatallion Marktredwitz. Meistens wurden die Wächter nach 30 Tagen abgelöst.
Der Arbeitssoll eines Gefangen war ca. 4 Steinwägen pro Schicht. Die Verpflegung der Gefangenen oblag dem STALAG XIII Weiden.
Nach dem Verbüßen der Strafe wurden die Kriegsgefangen "entlassen" In den Lagerakten vom KZ-Flossenbürg tauchte der Begriff "Entlassener Kriegsgefangener" ca. im ersten Quartal 1943 auf. Es waren Sowjet-Russen welche zuvor in STALAGs einsaßen. Sie wurden oft wegen bestimmter Vergehen in die KZs eingeliefert und waren somit keine Kriegsgefangenen mehr.
Die Gefangenen wurden in Steinmühle nicht immer Menschenwürdig behandelt. Die Wächter waren wie oben beschrieben oft frontuntaugliche Soldaten, die dann ihre Wut an den Gefangenen ausließen.
Ein Russischer Oberleutnant floh am 26.Mai 1943 und wurde vom Lagerkommandanten selber gestellt. Er wurde dann durch einen Bauch- und Kopfschuss getötet. Er hinterließ eine Frau und 2 Kinder.
Am 3. Juli 1944 gelang wiederum 2 Strafgefangenen die Flucht. Sie flohen unbemerkt Richtung Altenhammer. Einer wurde durch einen gezielten Schuss (bei Flucht war der gezielte Schuss vorgeschrieben) getötet.
Es wurde erst lange nach dem Krieg Strafanzeige gegen die Wächter gestellt. Es fanden Zeugenvernehmungen statt aber es wurde eigentlich nie richtig eine Anklage erhoben. .. .
Es gibt kaum noch Aufzeichnungen über dieses Straflager.
Zur Lage des Straflagers, es war das gesamte Abbaugebiet aber am hauptsächlich da, wo jetzt die Mülldeponie ist.

Quellen: Heimat Mitterteich - Ein volkskundliches Lesebuch"
Harald Fähnrich 1986 Seite 334, 335
"Das Konzentrationslager Flossenbürg" Toni Siegert Bayern in der NS-Zeit, Bd. II, 1971 S 468f

Additional Hints (Decrypt)

Füqyvpu ibz Wätrefvgm. Fcbvyresbgb. Avpug Xyrggrea Anpugf:IBEFVPUG Nofghemtrsnue Fbhgu bs gur uhagre frng. Fcbvyre cubgb. abg pyvzovat Avtug: PNHGVBA Qnatre bs snyyvat

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)