Was geschah am 8. Mai 1945 in der Rollmopsschänke?
Das Kriegsende stand kurz bevor und in der Gemeinde Hainsberg gab es dennoch Opfer in der Roten Armee, der Wehrmacht und der Zivilbevölkerung.
Am 8. Mai 1945 kommen zwei sowjetische Soldaten, Pawel Lwalowitsch und Aleksander Danipowitsch, an der Rollmopsschänke ums Leben, als sie in ihrem Panzerwagen von einer aus Somsdorf abgefeuerten Granate getroffen wurden. Die Soldaten waren sofort tot und wurden Ende Mai 1945 an die Sowjetunion überführt.
Auch Soldaten der Wehrmacht starben am 8. Mai 1945 in Hainsberg.
Auf dem Hainsberger Friedhof befindet sich ein Soldatengrab mit drei deutschen Soldaten, welche am letzen Kriegstag in Hainsberg auf der Obernaundorfer Straße durch Feindeinwirkung den Tod fanden.

Bei der Rollmopsschänke fanden sie den Tod. Der eine soll im Saal mit einem Kopfschuss gelegen haben, der andere in der Kegelbahn mit einem Mundschuss. Die Soldaten sollen Zivilsachen und darunter Wehrmachts- oder SS-Uniformen getragen haben. Der andere soll von einem Rotarmisten über die Felder zum nahen Vorholzbach getrieben und dort durch einen Genickschuss getötet worden sein.
Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen den Soldaten der Wehrmacht und der Roten Armee. Die Rotarmisten Danipowitsch und Lwalowitsch waren offensichtlich die ersten, welche zur Rollmopsschänke gelangten. Als sie von der Granate getötet wurden, könnten nachfolgende Sowjetsoldaten die in dem Gasthaus befindlichen Deutschen, welche bereits in Zivil flüchten wollten, als Vergeltungsmaßnahme liquidiert haben.
Doch nun geht selbst auf die Suche und wandelt auf den Spuren jener, die kurz vor Kriegsende doch noch ihr Leben lassen mussten.
Am Cache selbst herrscht hohes Muggelaufkommen. Bringt bitte einen Stift mit.
Quelle: Hainsberg im Zweiten Weltkrieg von Toni Mesic
