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Schweriner Levadas Multi-Cache

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2mitlupeimwald: Nach fast 11 Jahren sollte es nun genug sein, im Zeitalter der virtuellen Internet-Dosen diesen antiquierten Oldie von Multiwandercache weiter zu erhalten und zu pflegen. Alles zu seiner Zeit - hier ist Feierabend ... Bye bye ...

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Hidden : 2/25/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Levadas sind künstliche Wasserläufe auf der portugiesischen Insel Madeira, mit denen Wasser aus den niederschlagsreicheren Gebieten im Norden und im Zentrum der Insel zu den landwirtschaftlichen Anbaugebieten im Süden geleitet wird. Da dabei zum Teil große Strecken überwunden werden müssen, verläuft ein Großteil der Levadas mit nur sehr geringem Gefälle. Dafür überwinden diese Wasserwege Täler und Berge, durchqueren Tunnels, kreuzen natürliche Wasserläufe und führen auch über Brücken. Heute werden die Levadas außer zum Transport des Wassers vor allem touristisch genutzt. Auf den neben dem Wasser verlaufenden Pfaden sind an vielen Orten Wanderwege ausgeschildert.

Und es wird dort fleißig nach Dosen gesucht, was wir nun auch angehen werden.

Ja ja ...
die Schweriner und ihr geliebtes Wasser ...
Das Gehabe um das trinkbare Naß spielt sich hauptsächlich in und um Neumühle ab. Ohne Wasserturm, altes Wasserwerk, neues Wasserwerk und und und ... würden die Schweriner arg durstig sein und schön schmutzig aus der Wäsche gucken ...

Also hier mal ein "Hoch" auf die Neumühler Wasserfinder !

Wir wollen euch mit dieser Wanderung ein paar Mosaiksteinchen vom Lauf des Wassers im Neumühler Revier zeigen.


Die Runde ist laufintensiv, dürfte aber locker in knapp 3 Stunden erledigt sein ...
Parken könnt ihr an den angegebenen Koordinaten am Feldrand (etwas "wild" aber erlaubt !).



Parkplatz

N 53° 38.482 E 011° 21.110

Wer am Parkplatz aufmerksam ist, sieht dort bereits was "wässriges". Es ist eines der Regenrückhaltebecken für's Wohngebiet "Am Mühlenberg".

Hier gibt es ein Trennsystem für Schmutzwasser. Das sind separate Leitungsnetze für Schmutz- und Regenwasser. Schmutzwasser wird zur Kläranlage in Schwerin-Süd geleitet und das Regenwasser in Rohren von 1200 mm Durchmesser zum nächsten Gewässer. Die Regenrückhaltebecken dienen als Pufferung wenn es stark regnet. In den Becken werden Sand und Schwimmstoffe herausgefiltert und das Regenwasser kann versickern oder in das nahegelegene Gewässer, hier der Lankower See, abgeleitet werden. Die Regenrückhaltebecken sind naturnah mit flachen Böschungen ausgebildet.

Weganfang

N 53° 38.453 E 011° 21.202

Wenige Meter vom Parkplatz entfernt am Weganfang seid ihr aber recht gut geschützt vor Regen und könnt so bei jedem Wetter nach einem Hinweis auf die Koordinaten der ersten Station suchen.

Wenn ihr "geerdet" seid, dann auf zur Station1.

Station1

N 53° ??.??? E 011° ??.???

Ihr seid am Neumühler See. Bis 1989 wurde aus dem See Trinkwasser entnommen. Durch eine größere biologische Belastung und höhere Anforderungen an das Trinkwasser wird dieses jetzt nur noch aus Tiefbrunnen der Uferregion gewonnen. Eine Solche Brunnenstation befindet sich in dem Areal vor dem ihr euch gerade befindet.

Im Beamtendeutsch des Hydrogeologischen Dienstes heißt das natürlich nicht Brunnen, sondern "Stat. Wasserfassung" ! So steht es dann auch dort geschrieben. Und sorgfältig durchnummeriert sind die Dinger natürlich auch. Vor welcher Nummer steht ihr gerade ? Die letzten beiden Ziffern bilden die Zahl A

Station2

N 53° 38.018 E 011° 21.127

Der Anteil der Oberflächenwasserentnahme an der Gesamtwasserförderung wurde bis 1989 immer weiter zurückgedrängt, doch in heißen Sommermonaten mussten die hohen Abnahmespitzen stets mit Oberflächenwasser aus dem See angedeckt werden. Das geschah mittels Pumpstationen am Ufer, die über ein Stufensystem von Sandsickerkästen betrieben wurden. Am Ufer entlang kommt ihr zur Station2. Das ist ein kurioser "LP", sozusagen ohne "place", nur noch "lost". Gemeint ist folgendes: hier stand ein altes Pumpenhaus in Backsteinbauweise. Luftbilder zeigen, dass bis 2002 das komplette alte System noch vorhanden war. Bis 2006 stand nur noch das Haus und 2007/8 ist ein Baum während eines Herbststurmes in das Gebäude gestürzt. Ab 2010 ist das Haus nicht mehr vorhanden, es wurde vollständig abgetragen. Heute stehen wir auf einer Lichtung als wäre dort nie ein Bauwerk gewesen ... na ja, nicht ganz, bei den Koords steht ihr genau auf einer kleinen Mauerfläche von früher ...

Geht nun links an der großen gefallenen Eiche vorbei weiter den Uferweg entlang zur Station3.

Station3

N 53° 37.554 E 011° 21.665

Die Entnahme von Trinkwasser sorgte in der Vergangenheit für Wasserstandsschwankungen von bis zu 3,5 Metern. Durch Errichtung eines Wehres im Jahr 1990 konnte der Wasserstand des Sees stabilisiert werden.

Ihr befindet euch im Bereich der Wehranlage. Wie es sich für so ein Bauwerk gehört, findet sich dort natürlich auch eine Pegellatte, damit du genau weißt, wie tief du bis zum Bauchnabel im Nassen stehst, wenn's mal hochwässert ... Die Pegellatte ist mit nummerierten schwarzen E-Marken auf gelbem Grund dezimeterweise eingeteilt. Da die Querbalken der E jeweils zwei Zentimeter breit sind und zwei Zentimeter auseinander liegen, ist eine Ablesung auf dieses Maß genau möglich.

Lies das Maximum der Pegellatte an der obersten E-Marke ab. Addiere diese zwei Ziffern, das Ergebnis ist B

Station4

N 53° 37.494 E 011° 21.853

Am besten ihr pilgert nun unter der Straßenbrücke der Schweinekurve hindurch nach Norden bis euer Navi einen energischen Drang nach rechts spüren läßt. Folget diesem und ihr steht bald vor einem kleinen urigen Bach. Es ist der Nuddelbach, die Verbindung zwischen dem Neumühler See und dem Ostorfer See. Wer jetzt ein (beinahe) echtes Levada-Erlebnis haben will, der peile die Koords vom GC35KVH an. An der "Levada" entlang isses ein Katzensprung zur Dose !

Was es mit dem alten Wasserwerk so auf sich hat, steht im Listing des GC35KVH. Das haben die 51er schön beschrieben und wir sparen das also hier mal aus.

Zählt nun die senkrechten Pfosten des Brückengeländers über dem Nuddelbachtal. Beidseitig ! Wirklich beide Seiten zählen, es soll Brücken geben, die zwei unterschiedliche Runterfallsperren haben ... Die Summe aller Pfosten ergibt C

Station5

N 53° 37.583 E 011° 21.996

Nur einen Katzensprung entfernt von der vorherigen Station habt ihr hiermit beide Wasserwerke in Neumühle besucht.

"Am 10. Juni 1999 wurde im Stadtteil Neumühle das Wasserwerk Mühlenscharrn feierlich in Betrieb genommen. Seit nunmehr zehn Jahren können im Wasserwerk täglich bis zu 17.500 Kubikmeter Wasser gefördert und aufbereitet werden, um den Schweriner Haushalten Trinkwasser in bester Qualität anbieten zu können... Das Wasserwerk bezieht sein Wasser aus acht Brunnen, die 60 bis 90 Meter tief sind. Aufgrund seiner hervorragenden Qualität muss das Schweriner Wasser nicht entkeimt werden. Nach der Reinigung wird das kühle Nass in die Reinwasserbehälter gefördert. Von dort wird es in das Leitungsnetz gepumpt und gelangt zu allen Schweriner Haushalten. Seit 1999 waren das etwa 34,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Seit fast zehn Jahren besteht auch der Trinkwasserlehrpfad auf dem Gelände des Wasserwerkes Mühlenscharrn. Hier erfahren Interessierte und Schulklassen alles über die Trinkwasseraufbereitung und die Funktionsweise des Wasserwerkes. Die WAG bietet Führungen an." [Hauspost 2012 Nr. 179-Artikel vom 20.05.2009]

Steigt die Treppe hinauf und werft einen Blick in die heiligen Hallen der Wasseraufbereitung. Dann beachtet die Wandeinbauleuchten in der Mauer. Sie sind beschriftet. Konvertiert die Aufschrift einer der Leuchten in Zahlen (A=1, B=2, C=3 ... usw.). Das Ergebnis ist D

Station6

N 53° 37.882 E 011° 22.393

Geht nun zum alten Wasserturm. Welchen Weg vom Kreisverkehr aus (mit Nando Kallweits Wasserschieber-Skulptur und der kleinen Wassergöttin obenauf) ihr nehmt, is euch überlassen. Es ist zwar ein ganzes Stück weit an Weg, aber ihr gelangt immerhin auf den 86 m hohen Weinberg, den höchsten Punkt der Stadt Schwerin !

Der Turm ist noch heute als Druckausgleichsbehälter in das Trinkwassernetz eingebunden. So befindet er sich auf dem Betriebsgelände der WAG. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr ihn aber besichtigen. Ein Verein hat sich dem Erhalt der Bausubstanz angenommen und macht den Turm regelmäßig der Öffentlichkeit zugänglich und informiert über die Geschichte der Wasserversorgung Schwerins.

Die Station6 liegt etwas abseits vom Haupttor bei einem Nebengebäude. Schaut dort wo ihr am besten den Blicken der Anwohnermuggel entrinnen könnt. Und genau da sucht ihr nach einem Hinweis auf Station7.

"Information" ist alles lautet dabei die Devise ...

Station7

N 53° ??.??? E 011° ??.???

Nun heißt es etwas entdecken, was an dieser Stelle mitten im Eigenheimgebiet wohl kaum einer vermutet.

Wenn ihr den Hinweis richtig interpretiert hattet, steht ihr jetzt vor einem harten Brocken. Es handelt sich um einen ganz besonderen Stein aus dem Mittelalter, einen Bischofstein.

Alte Grenzsteine mit dem Bischofsstab im Wappen stammen aus der Zeit, da die Bischöfe noch weltliche Herrscher waren (Fürstbischöfe). Bis zur Reformation verlief die Grenze zwischen dem Bistum Schwerin und dem Fürstentum Mecklenburg tatsächlich entlang des Ostufers vom Neumühler See, etwa im Verlaufe der heutigen Umgehungsstraße B106, genau da wo unsere Wanderung begonnen hat. Also könnte der Bischofstein bei Station7 sogar authentisch sein !

Seine Schrifttafel enthält eine Jahreszahl. Teilt die Zahl durch ihre eigene Quersumme und E ist ermittelt.

Station8

N 53° 38.424 E 011° 21.872

Sucht nun die Bushaltestelle "Am Immensoll" und biegt dort schnurstracks nach rechts in die Lankower Graslandsavanne ab.

Der Weg führt euch durch einen eiszeitlich geprägten Landstrich besonderer Art.

Es ist ein Endmoränengebiet und enthält als Kleingewässer sogenannte Toteislöcher, die Ackersölle. Der Landschaftsraum zwischen dem Mühlenberg  und dem Stadtteil Neumühle mit den Söllen und alten Windschutzhecken wurde aufgrund seiner Bedeutung für Natur und Landschaft von einer Bebauung freigehalten. So bleiben als landschaftsprägende Vegetationsstrukturen die Feldhecken und die inselartig gelegenen Sölle.

Es hat hier schon alles ein wenig was von "Serengeti", diese einzelstehenden Bäume und Baumgruppen mitten im Grasland , bissel hügelig und hier und da ne Wasseroase ... "Klein Afrika" im Mecklenburger Land ...

Na jaaaaaaaaaaaaa, man wird doch mal bissel träumen dürfen, oder ?! Zumindest wissen wir nun schon, warum das "Immensoll" heißt - Bienenloch eben ....

Bei Station8 angekommen bewachen an einem der Sölle große Feldsteine ein Bauwerk. Das Künstliche dort von Menschenhand ist häßlich aber zweckmäßig. Es gehört zu der anfangs beschriebenen Regenwasserleitung zum Lankower See.

Wie viele Feldsteine liegen hier ? Die Anzahl sei F


Wer lustig genug dafür drauf ist, kann jetzt rasch den Minimulti "Der kleine Grenzwächter" GC3TM9D abstauben. Das liegt alles nur einen Steinwurf entfernt !


Nun gilt, die Koordinaten der Finaldose entsprechend der folgenden Rechnerei rauszukriegen.

Den Cache findet ihr bei :                  N 53° 3X.XXX und E 011° 2Y.YYY

X.XXX = E*(A+B+C)-3*(D+E)+B+F-4

Y.YYY = (A+D+E+F)-2*(E*F+A*B)+8


Final-Position

Jetzt geht es mit dem Rechenergebnis zur letzten Station in der heutigen Runde. Benutzt die Wiesenpfade und Gartenwege, dann wird euch das Navi hinlotsen.

"Was denn ? So ein Objekt hab ich doch heute schon mal irgendwie gesehen ....", werdet ihr denken ...

Na ja, Levadas und das liebe Wasser bewegen sich nun mal im Kreislauf ... zumindest annähernd ...

Geht hin und sucht die Dose in Bodennähe.

Good hunting !

Additional Hints (Decrypt)

qvr Fhzzr iba N ovf S vfg 2891 Fgngvba6: avpug nz Onpxfgrvatroähqr ! SVANY: Jnffreobzor, vz Ubym rvatrfpuyntra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)