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Felsbildung im Körnbachtal - Der Goethefels EarthCache

Hidden : 5/30/2014
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Felsbildung im Körnbachtal

- Der Goethefels

Hinweis!

Ihr befindet euch hier in einem Naturschutzgebiet, an einem Naturdenkmal. Es gilt das Wegegebot! Um diesen EarthCache zu loggen ist es nicht erlaubt und auch nicht erforderlich die gekennzeichneten Wege zu verlassen oder den Zustand des Gebietes zu verändern oder zu beeinträchtigen.

 
Einleitung

Unscheinbar und idyllisch verläuft einer kleiner Bach durch das Körnbachtal, bis man plötzlich hier vor riesigen, teils über 20m hohen, freistehenden Felstürmen steht. Der sogenannte Goethefelsen ist nur einer dieser Gebilde der hier beschrieben werden soll. Diese Felsen bestehen genau genommen aus vielen kleinen bis mittelgroßen Gesteinen und Kiesen. Wie diese entstanden sind und hier her gelangt sind möchten wir nun genauer vorstellen.


Der Goethefelsen

Die Entstehung des Goethefelsen

Der Goethefelsen und seine Nachbarfelsen entstanden in der Zeit des Unterperm (vor ca. 275 Mio. Jahren). Zu dieser Zeit war die Gegend des Thüringer Waldes eine riesige, weite und heiße Sandfläche. In dieser riesigen Wüste kam es zur Oxidation von Eisenverbindungen, welche ursächlich für die rote Farbe des Gesteins ist, daher begründet sich auch der Name des Gesteins „Rotliegend“. In dieser Zeit fand auch die variszische Gebirgsbildung statt. Durch die Hebung dieser Wüstenfläche, kam es in weiten Teilen auch zu vulkanischen Tätigkeiten. Viele Fragmente wurden abgetragen und transportiert und lagerten sich in tieferen Regionen, wie z.B. Becken ab. Auch die heutigen Felsengebilde waren einst eine flüssige Masse aus Gesteinsbrocken, Sand, Kiesen und Schutt. Solch ein Gemisch nennt man auch Konglomerat. Dieses Konglomerat hat seinen Ursprung wahrscheinlich am Schwalbenstein, der heute ein Teil des naheliegenden „Großer Spiegelsberg“ ist. Ein Indiz dafür sind die kurzen Transportwege dieses Gemisches, das lässt sich an der schlechten Rundung der Gerölle und der schlechten Sortierung erkennen. Gesteine die einen langen Transportweg erlebt haben, sind rund geschliffen und dahingehend sortiert, dass die größeren Gesteine unter den kleineren liegen. Genetisch stellt das Konglomerat einen Bergfuß-Schwemmfächer dar.  Ein Schwemmfächer ist der Ablagerungsbereich fließender Sedimente an einer Stelle, an der ein Fluss an Gefälle verliert. Wegen der Abnahme der Fließgeschwindigkeit und damit der Transportkapazität bildet sich ein dreieckiger oder kegelförmiger Schwemmfächer aus. Dieses Steingemisch verfestigte sich über die Jahrmillionen zu einem festen Fels. Der Ursprung des Schwalbenstein-Konglomerats lag in Vorzeit weit höher als heute, das Körnbachtal war damals flacher und diente als Ablagerungsfläche. Da heute mehrere freistehende Felsformationen mit einer Höhe bis zu 20m zu finden sind, kann man davon ausgehen, dass hier noch nicht das Ende des Schwemmfächers war. Die Felstürme selbst könnten ursprünglich noch viel höher gewesen sein und wurden im Laufe der Jahre abgetragen, hierfür sprechen auch die freistehenden Formen der Felsen.   


Darstellung eines Schwemmfächers

 

Begebt euch an die angegebenen Koordinaten, beantwortet die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.

Schön wäre es, wenn ihr ein Foto mit hochladen würdet, dies ist zum loggen des Caches aber nicht zwingend erforderlich.

 

Fragen:

1.     Entnehmt dem „Körnbach“ eine Gesteinsprobe (auf keinen Fall dem Felsen!). Beschreibe uns das Gestein. Was fällt euch auf im Hinblick auf die „Rundung“ des Gesteins?  

 

Folgt nun dem ausgewiesenen Wanderweg an weiteren beeindruckenden Formationen vorbei zum WP1. Hier lässt sich die unregelmäßige Schichtung gut erkennen.

2.     Beschreibt uns wie die Gesteine an dieser Formation angeordnet sind!

  

3.     Was fällt euch bezüglich der Neigung der Felsformationen auf?

 

 

Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:
Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
TLVermGEO: Geologische Besonderheiten in Thüringen
Bilder / Zeichnungen: Nine&Dido
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwemmfächer

Happy Hunting wünschen

 

Alternativtext

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