Über ihr erhob sich ein mächtiger, breiter, senkrecht aufsteigender Fels, in dessen Klüften und Spalten Uhus nisteten, die man öfters, sogar am hellen Tag, vorn am Rand ihrer Löcher sitzen sah. Sie wurden bei den Aimats heilig gehalten, denn man glaubte, dass die Seelen der abgeschiedenen bösen Häuptlinge in ihnen ihren Wohnsitz aufgeschlagen hätten, was bei der natürlichen Würde und Majestät dieses Vogels sehr nahe lag. Sie waren die Lieblingstiere des Angekko. Er hielt streng darauf, dass ihnen kein Leid geschah; er sorgte sogar dafür, dass ihnen in Zeiten, wo sie Mangel litten, verschiedenes Wild, besonders Füchse und Kuder, die die Aimats nicht aßen, an hohen Bäumen in der Nachbarschaft aufgehangen wurde.
So hatte sich in diesem und den benachbarten Felsen allmählich eine kleine Kolonie Uhus angesiedelt. Das tiefe, weithin tönende Geheul dieser Vögel, zumal in den Frühlingsmonaten, machte die ganze Talschlucht für jeden Fremden unheimlich. Besonders aber war es ein wunderbares Schauspiel, wenn am Abend die großen Kolk- oder Aasraben, von dem an den Bäumen hängenden Wild angezogen, sich mit jenen mächtigen Raubvögeln um die Beute rissen.
Das freute dann den alten Angekko. Stundenlang saß er oft, den prächtigen, weißen Wolfspelz über die Schultern gehängt, auf einem kleinen Felsthron, den er sich am Eingang der Höhle errichtet hatte, und sah mit Wohlgefallen diesen Kämpfen zu. Während er sonst immer ernst und finster dreinblickte, konnte er dann oft in die Hände klatschen vor Lust, wenn einer seiner Uhus, für die alle er Namen hatte, einen allzu frechen Raben mit den Krallen fasste, rupfte und auffraß.
Einer dieser Uhus stand ihm besonders nahe. Er hatte ihn sich vor Jahrzehnten schon jung aufgezogen, und durch reichliches Futter und gute Pflege war er zu einem außerordentlich großen und prächtigen Vogel geworden. Er hatte ihm eine kleine Grotte, links oben am Eingang in die Höhle, etwa sechzehn Fuß über dem Boden, zur Wohnung angewiesen. Dort saß die majestätische Eule Tag und Nacht, gleichsam als Wächter der Behausung, und blickte mit ihren großen, gelbroten, feurigen Augen ernst und überlegen hinunter auf das Treiben des Menschenvolkes in der großen Vorhalle.
Dabei war das Tier so zahm und anhänglich, dass es auf einen Pfiff seines Herrn die mächtigen, eine Manneslänge spannenden Schwingen ausbreitete und sanft und geräuschlos, wie alle Eulen tun, auf dessen Schulter herunterflog. Wenn ihn der Angekko nach seinem Namen fragte, so antwortete der Vogel mit tiefer Stimme: „Schuhu, Schuhu,“ wobei er feierlich den Kopf neigte und die Augen schloss.
Nie ging der Häuptling ohne diesen Vogel aus; gewöhnlich saß er auf seiner rechten Schulter auf dem weißen Wolfspelz. Wenn er aber, wie es oft geschah, als Zauberarzt weite Reisen nach anderen Höhlen machte, so musste einer seiner Leute ihm den Vogel nachtragen.
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Informationen die für alle Caches der Serie »Rulamans Erben« gelten:
»Rulamans Erben« ist eine Cacheserie bei der ihr auf ca. 55km und etlichen Höhenmetern verschiedene Plätze besucht, die in der Erzählung von D.F. Weinland erwähnt werden. Meine Interpretation ist reine Fiktion - es könnte sich aber so zugetragen haben.
Die anderen Caches der Serie werden im Abstand von jeweils 2-3 Wochen veröffentlicht werden. Theoretisch können sie auch kombiniert werden - das hängt aber ganz von eurer Ausdauer ab.
Die Serie die Border's legendäre Rulaman-Caches fortsetzt, geht bewußt zur alten Tradition der längeren Multicaches zurück. Es gibt insgesamt ca.100 Stages, Question to Answer (QtA) und Wegpunkte, aber keine Petlinge zur Aufbesserung des Punktestandes!
In dem PDF-Dokument »RulamansErbenPDF» das ihr euch herunterladen müsst, befinden sich weitere Informationen, ein Blatt mit Germanischen Runen, das für alle Caches als "Lösungsschlüssel" verwendet wird, und ein Lösungsblatt, wo ihr eure gefundenen Ergebnisse eintragen könnt. Lauft bitte nicht los, ohne diese Informationen. Erst wenn alle Caches gefunden sind könnt ihr mithilfe der gefundenen Informationen den »goldenen Achsnagel« finden.
Fast immer findet ihr an der ersten Stage Informationen um die Wegpunkte der kompletten Runde berechnen zu können. Unterwegs müsst ihr nur noch ein paar Infos zum Berechnen der Finals finden. Außerdem gibt es 1-3 "goldene Achsnägel" auf jeder Runde zu finden. Ich habe sie »RulamAx« getauft. Sie dienen zur Berechnung des Serienfinals. (im Lösungsblatt eintragen)
Zum Teil führen euch die Wege durch Naturschutzgebiete. Dort müssen die Wege nicht verlassen werden, um Informationen zu sammeln oder die Finaldosen zu finden.
Überall wird gejagt - deshalb sollten die Caches nicht bei Nacht gemacht werden. Die Streckenführung ist so gewählt, dass ihr an vielen interessanten Plätzen vorbeikommt. Genießt das bei Tage!
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Streckenbeschreibung von RE3 - Eulenloch - (Bonus):
Auf dem Rückweg von RE2 findet ihr einen weiteren »RulamAx«, sowie X und Y für diesen Bonus.
Station 11: Stein: Buchstabenwert = X
Station 12: Schild auf großem Aststück bei Mehrfachbaum: Große Zahl minus Kleine Zahl = Y
Anschließend über den Wegpunkt St. 14 wieder zurück auf den breiten Waldweg und Richtung Parkplatz gehen.
Nehmt am Waldrand den Weg links, and der Bank vorbei und folgt dem Fußpfad bis zur Schlucht.
Findet den Cache am unteren Ende der Schlucht bei
N 48° 32.(X-Y) (Y-1) 8 E 009° 28.(X-5) (Y-1) 5
Nähert euch leise, dann könnt ihr vielleicht den dort lebenden Waldkauz beobachten.
Plant für die gesamte Runde von 9 km ca. 3 1/2 Stunden ein.
Nehmt euch Zeit und genießt die tolle Landschaft. Außerdem gibt es ja vielleicht noch die eine oder andere Dose zu finden.
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