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Schneider-Schneider meck-meck-meck Traditional Cache

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Schwammerlsuacha: Danke für eure Besuche!

Das war's
Euer Schwammerlsuacha

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Hidden : 2/20/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Ein Wilderercache der etwas anderen Art, frei erzählt nach einer wahren Geschichte aus dem Werdenfelser Land. Der Cache liegt ganz nah am Ort des Geschehens.

Es war um die Zeit zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts, noch vor dem Ersten Weltkrieg. Die Leute im Werdenfelser Land glaubten noch an Geister und Kobolde, man glaubte an die Wirkung des bösen Blicks und man konnte sich vorstellen, dass die Almhirten hoch oben in den Bergen mit den Kasermanndln in Verbindung stünden. Der Aberglaube hatte die Bergbevölkerung damals noch lange fest im Griff. Die Leute waren arm, man frettete sich grad noch so durch, lebte von einer kärglichen Landwirtschaft und von dem einen oder anderen Nebenverdienst als Handwerker, Holzknecht oder Taglöhner. Oft war Schmalhans Küchenmeister, Fleisch gab es selten, kein Wunder, dass das "Wuidbroadschiassn" oft die einzige Möglichkeit war, wieder einmal Fleisch auf den Teller zu bekommen. So war das auch beim Plattelehof bei Kaltenbrunn. Dieser Hof gehört, man möchte es nicht glauben, noch zur Gemeinde Krün. Er ist sozusagen der allerletzte Außenposten und war damals recht abgelegen. Dort, wo er liegt, führte schon die Römerstraße vorbei, später die alte Rottstraße und jetzt die B2. Das Plattele ist einer der Kältepole im Landkreis und im Winter findet zwischen dem 1. Dezember und 15. Januar kein wärmender Sonnenstrahl hinab in dieses kalte Loch. Dadurch bedingt liegt hier erheblich länger mehr Schnee, als anderswo! Elektrisches Licht gab es noch nicht und so saß man abends in der *Rauchkuchl* im Widerschein des offenen Herdfeuers beisammen, und erzählte sich Geistergeschichten, als es eines nachts plötzlich ans Fenster klopfte. Alle erschraken und die beiden ältesten Buben stürmten mit einem Messer bewaffnet hinaus, wild entschlossen, sich blutig zu verteidigen, da hörten sie eine Stimme aus der Dunkelheit: "I bin's, da Dauba Martl, i hon hint in da Wolfgruam an Hursch g'schossn. Ihr müasst's ma haifn!" Jetzt waren alle erleichtert, man transportierte den Hursch gemeinsam zum Plattelehof und zerwirkte ihn. Natürlich bekamen die "Plattala" als Ausgleich für den Schreck auch einen Batzen Hirschfleisch. Selbstverständlich griffen auch die "Plattala" selbst immer wieder zum Wildererstutzen. Den Jägern war das wohlbekannt und so war es unvermeidbar, dass sie den einen oder anderen von den Strodl Aloisn (fast alle hießen Alois) einmal wieder beim Wildern erwischten. Einer von den "Plattala" war von Beruf Schneider, genannt der "Plattalaschneider". Ihm war einmal eine hohe Ehre zuteil geworden: Er durfte für den Prinzregenten Luitpold eine Lederhose anfertigen. Arm blieb er trotzdem. Eines Nachts hatte nun der "Plattalaschneider" eine "Muttl" geschossen und war gerade dabei, sie aufzubrechen, da überrasche ihn der Jager am Tatort. Es kam aber nicht zu dem sonst oft üblichen dramatischen Feuergefecht zwischen Jager und Wuidara, bei dem nach dem Motto "Der Gschwinda - der Gsünda" immer einer von beiden ins Gras beißen musste. Im Gegenteil. Der Jager war, wie die meisten seines Standes, ebenfalls ein armer Schlucker. Er war außerdem Junggeselle und eine besonders bittere Seite dieser Lebensform ist der einsame, oft karge Mittagstisch. Der schlaue Jager wählte nun zur Wiedergutmachung der Verfehlung vom "Plattalaschneider" eine zwar etwas ausgefallene, aber doch naheliegende Strafe, bei der er selbst auch was davon hatte: "Ozoang dua i di net", sagte er hintergründig, "aber a Hosn muascht ma mach'n und mitess'n muascht mi a lass'n." Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie erleichtert da der "Plattalaschneider" zustimmte. Was ist geblieben? Ich hab' kürzlich mit dem alten Plattala, Jahrgang 1936, ein bissl geratscht. Die Plattala schreiben sich immer noch Strodl, allerdings war der Vater vom alten Plattala der letzte, der noch mit Vornamen Alois geheißen hatte. Der Hof blieb immer unverändert, sieht aber sehr gepflegt aus. Man hatte ihn um 1805 herum gebaut und man betreibt immer noch eine kleine Landwirtschaft: " ... ein paar Schaf' halt", wie mir der alte Plattala mitteilte. Er selbst war zeitlebens Holzknecht, oder Forstfacharbeiter, wie das jetzt heißt und klagt über Beschwerden mit der Lunge. "Des kummt von de Abgase von der Kett'nsag!" Dann haben wir noch ein bissl übers Wuidbroadschiassn debattiert und wer alles in den Hof hineingeheiratet hat und wem wo welcher Grund gehört. Reich sind sie nicht geworden, die Plattala, man hat halt so sein Auskommen. Zum allgemeinen Verständnis bayerischer Kultur: Wenn du in Bayern jemanden nach dem Namen fragst: "Wia hoaßt denn du?", oder besser "Wer bist denn du?", dann wird dir der Befragte immer zuerst seinen Hausnamen und dann den Vornamen sagen. Antwort-Beispiel: "I bin da Plattala Alois!" Wenn du hingegen seinen *Nachnamen* erfahren willst, musst du ihn schon fragen: Wia schreibst di denn du?" Antwort-Beispiel: "I hoaß Alois Strodl!" Offizieller Parkplatz, ganzjährig anfahrbar, ist der Langläuferparkplatz in Kaltenbrumm bei N47° 29.262 E011 10.792 Zugangsmöglichkeit? Kein Weg in der Karte eingezeichnet? Mein Tipp: Klickt einfach rechts unten auf *View Larger Map* dann auf *Satellit* und dann *zoomt* euch das Luftbild heran - und schon erkennt ihr ganz deutlich den Holzabfuhrweg, der gerade mal 50 m an meinem Cache vorbeiführt. Alles klar? Kleiner Tip für die Annäherung an das Versteck: Geht auf dem Waldweg den steilen Stich nach der scharfen Linkskurve ganz hoch und dann oben im flacheren Teil noch einige Meter weiter, bis der Cache etwa im 60°-Winkel rechts von euch liegt. Hier findet ihr am rechten Rand vom Weg eine Stelle, von der es ganz flach nach rechts in die etwas nasse Senke geht. Schon der Bodenbewuchs zeigt an, dass es dort am trockensten ist. Wenn ihr jetzt AUF die Graspolter und NICHT DANEBEN steigt, dann erreicht ihr trockenen Schuhes mein Versteck. Übrigens, im Winter bei hoher Schneelage seid ihr ohne Tourenski oder Schneeschuhe ziemlich aufgeschmissen! Denkt daran, was ich weiter oben über die winterlichen Verhältnisse in Kaltenbrunn geschrieben habe! Der Cache ist ohne Kraxln für jedermann erreichbar. Bitte Schreibstift mitbringen!

Additional Hints (Decrypt)

va 2,00 z Uöur mjvfpura 3 Svpugra. Crgyvat va Xhfgfgbss-Nfgfghzzry rvatrxyrog. Össahat hagra. Nhscnffra, qnff qnf Ybtohpu orvz Nhsfpuenhora avpug nhs qra anffra Obqra säyyg.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)