Lostplace Grundsgraben
3 Keller
Der ursprüngliche Ort, der im Volksmund „Drei Keller“ genannt wird geht auf den Sandsteinabbau in diesem Seitental der Kyll, dem Grundsgraben zurück. Die Blüte der Steinbrüche war ungefähr zwischen der Mitte des 19. und 20. Jahrhunderts. Damals lebte die Bevölkerung der umliegenden Ortsschaften zu einem sehr großen Teil von diesen Steinbrüchen. Sehr gut sichtbar sind in diesen „Drei Kellern“ die kreisförmigen Mulden aus denen die bis zu 2 m großen Sandsteine gebrochen wurden. Im Gegensatz zu allen anderen Steinbrüchen im Grundsgraben wurden die Steine dort nicht im Tagebauverfahren, sondern in Höhlen abgebaut.
Diese Höhlen waren es auch die im 2. Weltkrieg der Orenhofener Bevölkerung als Schutz vor den Bombenangriffen der Alliierten und später auch den Angriffen der deutschen Artillerie diente. Die Schulchroniken der Orte Orenhofen, Preist, Auw a.d. Kyll und Hosten berichten dazu im wesentlichen folgendes:
„Der amerikanische Angriff setzte in der Nacht vom 03. auf den 04. März 1945 Punkt 24 Uhr zunächst bei der Wellkyller Mühle an, wenig später folgte ein zweiter Übergang bei Kyll an der Straße von Ittel her. Schon tags zuvor waren von Auw aus amerikanische Spähtrupps auf der Eselslay gesichtet worden, die auf heftige deutsche Gegenwehr stießen. Die Amerikaner hielten die umliegenden Ortschaften den ganzen 03. März unter Beschuss und griffen Orenhofen zusätzlich gegen 11 Uhr mit Jagdbombern an. Die Bewohner suchten Schutz in Bunkern im Grundsgraben in einem dortigen unterirdischen Steinbruch. Nach der erfolgreichen Einnahme Orenhofens wurde der Ort mit schwerem Artillerie- und Nebelwerferbeschuss aus Richtung Rothaus belegt.“
Nach dem Krieg wurden die Steinbrüche auf Grund der immer besser werdenden künstlichen Schleifmittel und der Tatsache, dass Gebäude nicht mehr mit Sandsteinen, sondern mit Beton und Beton-Hohlblocksteinen gebaut wurden alle stillgelegt. Die unterirdischen Anlage sowie das zugehörige Waldstück wurden dann an die Fa. Plein aus Speicher veräußert. Die Fa. Plein (später Plewa) kann auf eine 400-jährige Tradition in der Töpferzunft zurückblicken und fertigt heute Schornsteinsystem aus Schamott.
Alles weitere erfahrt Ihr an der ersten Station...
Allgemeine Hinweise:
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wie immer gilt: Macht nur das, wobei Ihr Euch absolut sicher seid.
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Bedenkt, dass Ihr Euch in einem Gebiet ehemaliger Steinbrüche bewegt und achtet besonders bei Tauwetter auf möglichen Steinschlag.
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Bitte parkt ausschließlich an den angegebenen Koordinaten. Der Weg ist definitiv nicht befahrbar und man sollte da Unten nicht unnötig „Aufsehen“ erwecken.
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Die dort unten vorhandenen, verlassenen Wohnhäuser müssen und dürfen nicht betreten werden und sind demnach tabu!
