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Der schwarze Panther Traditional Cache

This cache has been archived.

Clean-Air: English version below:

Hallo Cacheowner

Dieser Cache wird archiviert, weil er schon lange deaktiviert ist und keine Wartung durchgeführt wurde.

Gruss
Clean-Air / Cache Reaper

ACHTUNG: Bei Rückfragen wende dich nicht an Clean-Air, sondern an den Reviewer, der den Cache publiziert hat oder an einen aktiven Reviewer.

Hi cacheowner

This cache is archived because it has been deactivated for a long time and no maintenance has been done.

Best regards
Clean-Air / Cache Reaper

Note: If you have any questions, don't contact Clean-Air but the Reviewer who has published your cache or an active reviewer.

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Hidden : 3/17/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Lokation
Der Cache befindet sich am Rand eines kleinen Parkes beim Bahnhof Tiefenbrunnen.
Im Park steht die Statue eines Panthers von Hans Gisler von 1934. Die Statue wurde wahrscheinlich zum Anlass eines aus dem Zürcher Zoo entlaufenen schwarzen Panthers in Auftrag gegeben.


Thema
Max, der Pfleger, sah durch die Gitterstäbe in den Käfig, genau gesagt sah er gar nicht bewusst hin sondern machte routiniert dieselben Bewegungen wie jeden Morgen, wenn es darum ging Suma, das Pantherweibchen, zu füttern und das Gehege zu säubern. Max arbeitete jetzt schon vier Jahre im Zürcher Zoo. Er erinnerte sich gut an seinen ersten Arbeitstag, 1929, gleich nach der Eröffnung. Es war schon Bub sein Traum, einmal als Tierpfleger im Zoo zu arbeiten. Er malte am liebsten Tiere und am allerliebsten Raubtiere. Er hörte aus Erzählungen von Löwen, Elefanten und Krokodilen in Afrika, von Tigern in Indien, Jaguar und Panthern in Südamerika. Er konnte stundenlang mit seinen ‚wilden' Holztieren spielen.
Weil er eben in Gedanken vertieft war und gar nicht richtig hinschaute, konnte er nicht feststellen, dass Suma nicht an ihrem üblichen Platz im Schatten lag. Die Pantherdame machte das nicht absichtlich, etwas weckte ihre Neugierde auf der anderen Seite des Käfigs, gleich hinter der schweren Metalltüre. Als die Türe sich öffnete erschrak sie erst etwas, wich zurück, bereit anzugreifen oder zu fliehen. Sie erkannte Max, der, scheinbar ohne sie zu sehen, zu ihrem Futterplatz ging. Sie folgte ihm ein paar Schritte, sah dann durch die offene Türe, roch einen speziellen Duft, einen frischen, freien Duft. So schlich sie langsam durch die offene Türe, geduckt, den Schwanz tief, durch den Gang, dem Duft nach, ins Freie. Sie brauchte einen Moment bis sich ihre Augen an das gleissende Licht und die Muskeln an die Oktoberkälte gewöhnten. Schliesslich rannte sie das kurze Stück bis zu einer Gruppe von Bäumen und Büschen, wo sie sich erst einmal hinsetzte, um zu beobachten. Alles blieb ruhig. Sie blieb liegen, bis es dunkel wurde. Die neuen Gerüche liessen ihre Nüstern beben und liessen sie nicht mehr los. Sie sah hinter sich, hinter einem Zaun einen Wald. Sie liebte Wälder, die Bäume zum Klettern, das Laub, die Gebüsche, die Möglichkeit zum Jagen und so rannte sie im Schutz der Nacht los und sprang aus dem Lauf über den Zaun und in den Wald.

Die nächsten Tage und Wochen streifte Suma durch die Wälder, immer auf der Hut und bemüht, den menschlichen Siedlungen aus dem Weg zu gehen. Ihr Weg führte sie durch die Wälder bis zum Greifensee, von da weiter Richtung Südosten, über Felder, Wiesen und durch Wälder, südlich von Hinwil in die Hügel vom Schwammwald. Sie jagte Hasen, Rehe und manchmal, wenn sie nichts anderes fand, Mäuse. Die Jagd war jedoch nicht einfach. Immer wieder waren Wege, Strasse, Siedlungen auf ihrer Fährte im Weg. Sie wusste auch nicht, dass sie bereits berühmt, oder wohl eher, berüchtigt, war. Die Zeitungen in Zürich berichteten von ihrer Flucht. Eltern liessen ihre Kinder nicht mehr draussen spielen und Tagelöhner und Abenteurer machten sich auf die Suche wegen des ausgesetzten Kopfgeldes von 2000 Franken. Die Leute sprachen jeden Tag über die Pantherdame und manchmal gab es Gerüchte, dass jemand sie gesichtet hätte. So auch im Seefeld, ganz in der Nähe des Sees, was dazu führte, dass die Leute sich in ihren Häusern einsperrten und die Polizisten auf den Strassen mit ihren Karabinern patrouillierten.

Richi Müller stopfte sich erstmal seine Pfeife, hielt einen brennenden Span aus dem Ofen an die Kammer, zog in kurzen Zügen bis der Tabak glühte. Genussvoll schmauchend blieb er in der Beiz sitzen, wo ihn sein Bruder Paul eben für das Holzhacken angeheuert hatte. Er würde einen Lohn von einem Franken die Stunde erhalten. Das war schon ein stolzer Batzen und würde Richi die kommenden Wochen den Schnee und Kälte zuhause in der Wärme überstehen lassen und sogar noch etwas Tabak und ab und zu ein Glas vom Roten erlauben. Richi war ein Sonderling im Dorf Walde, als Knecht und Tagelöhner mehr schlecht als recht zu gebrauchen, ein liederlicher Kerl halt, häufig in der Beiz anzutreffen und immer für einen Streit zu haben; dennoch kein schlechter Mensch. So schaute sein Bruder Paul, dass Richi ab und zu ein paar Franken verdienen konnte. Richi legte schliesslich 20 Rappen für den Becher vom Roten auf den Tisch, verabschiedete sich von Frieda, der Wirtin, und machte sich auf den Weg zu Pauls Schopf, wo er die Axt holen und dann in den Wald zum Holz hacken gehen würde. Rauchend stapfte er über den Pfad entlang der Felder zur Hütte. Als er diese schliesslich in rund hundert Metern Entfernung sah, stutzte er. War da nicht eben ein grosses Tier unter den Schopf gekrochen? Er war zu weit und seine Augen nicht gut genug um erkennen zu können, um was es sich handelte. So ging er im selben Tempo weiter. Rund fünf Meter vor der Hütte blieb er stehen, kniete sich hin und sah unter die Hütte. Er traute kaum seinen Augen. Was ihn hier anstarrte sah aus wie eine riesige Katze. Nun, Richi war nicht abgeneigt ab und zu zu wildern oder sogar eine Katze zu erlegen, das machten viele hier. Aber dieses Exemplar war riesig und beobachtete ihn mit gelben, kalten Augen, ohne sich selber zu bewegen. Richi stand auf, die Pfeife noch immer im Mund, und ging langsam rückwärts zurück in Richtung des Weilers. Erst nach etwa fünzig Metern drehte er sich um und ging raschen Schrittes zum Haus, wo er ein Zimmer gemietet hatte. Beim Haus angekommen ging er gleich in den Keller, in dem sein Militärkarabiner war. Er entnahm das Magazin und stellte fest, dass es noch immer mit vier Kugeln geladen war. Das würde genügen. Mit angehängtem Karabiner machte er sich wieder schnurstracks zu Müllers Schopf. Es war bereits später Nachmittag und es begann schon zu dämmern. Als er den Schopf sah, nahm er den Karabiner in den Anschlag, machte eine Ladebewegung, entsicherte und ging so Schritt für Schritt weiter, wie er es in der Rekrutenschule gelernt hatte, jederzeit bereit zu schiessen, falls das grosse Tier ihn anfallen würde. Als er wieder am selben Ort war, wo er die Raubkatze zum ersten Mal sah, liess er sich wiederum auf einem Knie nieder, um unter die Scheune zu schauen. Die Katze war noch da. Richi erschrak etwas ab deren Grösse und als die Katze die Zähne fletschte, wollte er für einen kurzen Moment wegrennen. Eine Mischung aus Gier, Angst und Neugierde liess ihn schliesslich den Karabiner in Anschlag bringen, er zielte über Kimme bis der schwarze Körper genau auf dem Korn war und drückte ab. Der Schuss krachte durch die Dämmerung und hallte vom nahen Wald wieder. Er machte gleich eine Ladebewegung um bereit zu sein, falls ihn die Katze anfallen würde. Tatsächlich drangen Schreie des verwundeten Tiers unter der Scheune hervor und Richi wurde so richtig Angst und Bange. Er konnte das Tier wegen der Dunkelheit jetzt nicht mehr richtig sehen, hörte aber, dass es sich unter der Scheune im Todeskampf bewegte. Er wartete, den Karabiner im Anschlag, es muss über eine Stunde gedauert haben, bis es ruhig wurde. Dann ging er langsam zur Scheune, lehnte den Karabiner an die Tür und griff zur Holzhacke. Vorsichtig ging er erst auf die Knie und legte sich dann auf den Boden, um mehr zu sehen. Das Tier lag nicht weit von ihm entfernt und als es diesen Menschen so nahe sah versuchte es mit allerletzter Kraft zu fliehen. Die Kugel hatte aber das Rückgrat verletzt und innere Blutung verursacht und das Tier konnte sich nur mit den Vorderpfoten vorwärts schleppen. So nahm er, um Munition zu sparen und nicht noch mehr Lärm zu machen, die Hacke und schlug dem Tier zweimal kräftig auf den Kopf. Als er sah, dass es tot war schulterte er den Kadaver im Gemsbockgriff und machte sich auf den Weg zurück zu seinem Haus. Er versteckte den Kadaver neben einer Holzbeige hinter dem Haus. Es war zu kalt und dunkel, um ihn heute noch zu verwerten. Am nächsten Morgen war Richi schon früh wach und, was ungewöhnlich für ihn war, schon beim ersten Licht wieder draussen. Das tote Tier lag noch so da, wie er es gestern Abend hinterlassen hatte. Er sah, dass die Kugel den Bauch der Katze getroffen hatte und das Tier innerlich verblutet sein musste. Er schulterte die Katze und machte sich auf zu Ueli, der rund einen Kilometer weiter unten sein Gehöft hatte. Ueli stand vor dem Kuhstall und sah Richi schon von weitem kommen, kam ihm entgegen und noch wie die beiden Männer zum Bauernhaus schritten erzählte Richi seine Geschichte. Froh, seine Last ablegen zu können, warf er sie vor der Eingangstüre auf den Boden. Die beiden Männer untersuchten den schwarzen Körper, sahen sich die Zähne an, die scharfen Krallen. Beide hatten noch nie so ein Tier gesehen und keine Ahnung, was sie das genau vor sich hatten. Ueli schleppte schliesslich den schon etwas steifen Körper an den Vorderpfoten ins Haus und hinunter in den Keller, wo die beiden Männer ihn mit einem alten Hanfseil an den Hinterbeinen aufhängten. Wie bei einem Hasen, oder halt eben auch mal einem Fuchs oder einer Katze, ritze Ueli geschickt das Fell um die Beine, schnitt in Richtung des Bauches und über diesen schliesslich zum Hals. Er löste das Fell sauber ab und legte es in einen Holzzuber. Er würde es später mit Salz haltbar machen und dann zum Lidern geben. Daraus würden sich wie aus Katzenfell wunderbare Schuheinlagen schneiden lassen und mit deren Erlös Richis Leben angenehmer gestalten. Ueli weidete das Tier mit sicheren Bewegungen aus, trennte Pfoten, Schwanz und Kopf ab und liess es so hängen.

In den nächsten Tagen ging Richi immer wieder bei Ueli vorbei, um sich etwas Fleisch von dem Tier zu holen. Er brachte dieses Elsa, seiner Schlummermutter. Elsa war 70 und hatte in ihrem Leben schon viel erlebt. Aber solches Fleisch hatte sie noch nie gesehen oder gekostet. Es war zäh und hatte einen sonderbaren Geschmack. Nicht schlecht oder penetrant, nur etwas sonderbar. Sie legte das Fleisch ein, kochte es lange, in Scheiben und versuchte vieles mehr. Es blieb immer zäh. Am besten liess es sich noch als Pfeffer verzehren. Und weil Elsa die Geschichte von Richi und dem merkwürdigen Tier auch im Dorf unten erzählte, machte es schnell die Runde. Vier Tage später klopfte im Morgengrauen die Polizei an Richis Zimmertüre. Elsa hatte schon den Wagen zufahren gehört und durch die Vorhänge gleich geahnt, um was es da gehen würde. Richi musste mit auf den Posten im Dorf, wo er einvernommen wurde. Er erzählte die Geschichte, wurde immer tollkühner und schmückte sie sogar ein bisschen aus, als er erzählte, er hätte noch mit der Katze in deren Todeskampf gerungen. Schliesslich erfuhr er von Fritz Schaller, dem Bezirksrichter in Uznach, dass die Katze ein aus dem Zoo in Zürich entlaufener schwarzer Panther gewesen sei. Auf das Tier sei ein Kopfgeld von 2000 Franken ausgesetzt gewesen, dass Richi Müller nun erhalten würde. Allerdings sei er, Schaller, gezwungen, 100 Franken Busse abzuziehen, weil Richi den Fund nicht gemeldet hatte. Richi hatte keine Vorstellung, wie viel 2000 Franken waren. Er dachte, 200 seien schon sehr, sehr viel Geld und so nahm er dieses, legte mit einer grosszügigen Geste wieder 100 auf den Tisch für die Busse und machte sich zu Fuss auf den Weg zurück nach Walde.

Als er morgens um ein Uhr bei Frieda in der Dorfbeiz ankam, wollte diese gerade schliessen. Der bereits stockhagelbetrunkene Richi liess sich aber nicht abweisen und so verkaufte sie ihm noch eine Flasche vom guten Blauburgunder für fünf Franken und liess ihn alleine in der Gaststube.

Die Geschichte von Richi und dem schwarzen Panther machte im ganzen Kanton die Runde. Über 800 Zeitungsartikel berichteten zu dieser Zeit über den entlaufenen Panther und dessen Tod. Die Menschen waren vor allem erleichtert, dass sie ihre Kinder wieder draussen spielen lassen konnten. Im Seefeld wurde zur Erinnerung an diese Zeit eine Künstlerin mit der Schaffung einer Bronzestatue von Suma beauftragt. Sie steht noch heute da.

Jetzt liegt es an Dir, Suma zu finden und Dich in ihrem Gästebuch einzutragen.

Bitte beachten
  • Der Cache wurde schon zwei Mal gemuggelt und aus früheren Logs ist zu entnehmen, dass die Anwohner suchende Cacher beobachteten. Bitte entsprechend unauffällig verhalten.
  • Die Koordinaten führen Dich absichtlich von ausserhalb des Parks zu Suma, damit Du ihr nicht im Unterholz begegnen musst. Hinweis beachten.
Änderungsverzeichnis
  • 17.03.2013 Veröffentlichung
  • 02.08.2013 Dank der Anregung von the Seganoid auf die Idee für die Recherche nach Suma gekommen und die Geschichte dazu gestrickt.
  • 12.11.2013 Neue Dose versteckt
  • 12.11.2013 Geländewertung und Grösse angepasst
  • 13.11.2013 Wieder freigegeben
  • 10.09.2014 Wieder freigegeben und offizielle Uebernahme von Aarauer

Additional Hints (Decrypt)

Uvagra hagra nz Znfgra zvg qre Ahzzre '1'.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)