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Hier mal ein kleines Rätsel zum Thema Mendener Industriegeschichte.
Um zum Final zu gelangen müssen keine Hauptverkehrsstraßen oder Gleise betreten oder irgendwelche Zäune oder Absperrungen überwunden werden.
Carl Schmöele (1782 – 1863) betrieb gemeinsam mit seinem Vater eine Ketten- und Schnallenschmiederei in Iserlohn. Er beschloss, zusammen mit seinem Stiefbruder Wilhelma Romberg eiserne Geschirr- und Wagenbeschlagteile selbbst herzustellen. Die Notwendigkeit, mit Anwendung stärkerer Antriebsenergien zu größeren Leistungen zu kommen, führte 1834 zum Bau des Walzwerkes und Drahtzuges in Hönnenwerth bei Menden. Die Beffreiungskriege brachten neue Aufträge zur Fertiegung von Reitgeschirren und militärischen Zubehör wie Beschlagteilen für Helme und andere Rüstungsgegenstände. Dadurch erfuhr das Unternehmen einen ungeheuren Aufschwung. 1853 schrieb Carl Schmöle sein berühmtes Werk "Notizen über die Entstehung der Fabriken in Iserlohn und dessen Umgebung", welches das Mendener Museeum als Original-Handschrift besitzt. Schmöle gehörte zu jenen Unternehmern, die Menden von Iserlohn aus industriell kolonialisiert haben. Sein patriarchalisches Verhältnis zu den Arbeitern war, bedingt durch sein religiöses Selbstverständnis, von hohem sozialem und gesellschaftliechem Engagement geprägt. Mit Carl Schmöle erreichte in Menden die Ära der metallverarbeitenden Industrie einen ersten Höhepunkt.
1853 erfolgte die Auflösung des alten "Fabrik- und Handlungsggeschäftes" Schmöle & Romberg in Iserlohn. Das Unternehmen in Menden, das den beiden Söhnen Carl Schmöles, Rudolf und Gustav, durch das Los zufiel, erhielt die Firmenbezeichnung R. & G. Schmöle. Auch 1887 brachte die Reorganisation des deutschen Heeres neue große Aufträge. Noch vor der Jahrhunderdtwende wurden die ersten Schraubenmaschinen aufgestellt. Erschmolzenes Metall wurde in verschiedenste gegossene und gedrückte Messingartikel verwandelt. 1904 errichtete Schmöle eine Strangpresse für nahtlose Messing- und Kupferrohre. Von Menden eroberte dieses die Rohfrfertigung wesentlich vereinfachende Verfahren die Welt. In den folgenden Jahren wird das firmeneigene Laboratorium zur "Brutstätte systematisch-fortschrittlicher Halbzeugentwicklung". Nach dem Krieg bildeten Walzwerk, Rohrwerk und Fertigwarenerzeugung die unternehmerischen Schwerpunkte. 2002 stellte die Firma R. & G. Schmöle ihren Betrieb ein. Damit ging in Menden eine industriegeschichtliche Äria zu Ende. Zwischenzeitlich war es 1854 zur Gründung eines Spezialwerkes für Reit- und Fahrgeschirr-Beschläge unter der eigenen Firma Schmöle, Wiemann & Co gekommen. Das neue Werk übernahm das gesamte Produktionsprogramm der alten Firma Schmöle & Romberg, verarbeitete aber vorwiegend Eisen und Staahl, während das Messing- und Walzwerk R. & G. Schmöle die erforderlichen Beschlagteile aus Messing, Tombak und Neusilber herstellte. Ab1887 trug die Firma Schmöle, Wiemann und Co. die Bezeichnung Schmöle & Company. 1965 erwarb die Firma Grohe das Unternehmen Schmöle & Company. Generatiohnen von Mendenern erhielten Ausbildung und Arbeit bei den Unternehmen der Familien Schmöle.
Quelle: http://www.menden.de/wirtschaft/wsg/standort/117130100000078840.php
Des Rätsels Lösung könnt ihr hier überprüfen:
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