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Tiere der Sächsischen Schweiz: Ameisenlöwe Traditional Cache

Hidden : 3/24/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Es wäre wünschenswert, wenn neu ausgelegte wasserfeste Logbücher nicht gegen irgendwelche Zettel getauscht werden würden. Man kann auch in solch ein nasses Logbuch gut mit einem entsprechenden Kugelschreiber oder Bleistift schreiben.

A wie Animation zum Wandern oder Ameisenlöwe

Ein völlig banaler Cache am Wegesrand ohne Aussicht oder Highlight. Einfach eine Anregung zum Weiterwandern (beachte den Hinweis im Cache).

Deshalb nachfolgend als kleiner Beitrag zum Bildungsauftrag ein paar Hintergrundinformationen zum Namensgeber dieses Caches.


Als Ameisenlöwe wird die Larve der Ameisenjungfern (Myrmeleontidae) bezeichnet, die eine Familie der Insekten aus der Ordnung der Netzflügler darstellen.

Innerhalb der Netzflügler bilden die Ameisenjungfern die artenreichste und am weitesten verbreitete Gruppe, ein evolutionärer Erfolg, der ganz wesentlich auf die Lebensweise der Larven zurückgeführt wird. Ein Großteil der Arten (deren Larven ausschließlich räuberisch leben) hat mit der Besiedlung von Sandlebensräumen nämlich eine neue ökologische Nische erschlossen. Eine besonders weit entwickelte Form der Anpassung ist dabei der Beutefang mittels selbstgegrabener Trichter im lockeren Sand. Dieses ungewöhnliche Verhalten war bereits lange vor einer systematischen entomologischen Forschung bekannt und hat sowohl Eingang in Mythen und Legenden gefunden wie auch immer wieder wissenschaftliches Interesse geweckt. In vielen Sprachen steht die entsprechende Übersetzung des Wortes „Ameisenlöwe“ als alleinige Bezeichnung der Tiergruppe zur Verfügung und wird auch für die weniger bekannten, erwachsenen Tiere, die Ameisenjungfern, verwendet.

Der Ameisenlöwe wurde in Deutschland zum „Insekt des Jahres 2010“ gekürt.

Lebensraum

Die Vorfahren der Ameisenlöwen besaßen vermutlich eine baumbewohnende Lebensweise, die auch heute noch bei vielen Larven der Netzflügler vorherrscht, etwa bei denen der Florfliegen oder der Taghafte (Blattlauslöwen). Die besondere Bildung der Kieferzangen ermöglichte den Ameisenlöwen den Übergang zu einer Lebensweise als Lauerjäger und die Eroberung neuer Lebensräume: Sie besiedeln neben dem als ursprünglich angesehenen Lebensraum auf Bäumen auch verschiedene Hohlräume wie Baumhöhlen, Tierbaue oder Felsüberhänge, oder offene Lebensräume wie Felsen, Bodenstreu oder Sand. Die Befähigung zur Besiedlung von Sandlebensräumen unterscheidet diese Tiergruppe nicht nur von den nahe verwandten Schmetterlingshaften, sondern ist auch Ursache für die Artenfülle, welche die Ameisenjungfern auf allen Kontinenten hervorgebracht haben.

Es gibt nur wenige Insektengruppen, die wie die meisten Ameisenlöwen eine extrem psammophile (sandliebende) Lebensweise führen, also das Bewohnen und vollständige Eingegrabensein in offenen, sonnenexponierten Sandflächen. Den Extremfall dieser Anpassung stellen die obligatorisch trichterbauenden Arten dar, die durch ihren Körperbau ausschließlich auf diese Methode des Beutefangs angewiesen sind.

Der Trichterbau ist in doppelter Hinsicht eine perfekte Anpassung an die lebensfeindliche Umgebung trockenheißer Sandgebiete. Zum einen erlaubt er den Larven die Erweiterung des Aktionsradius beim Beutefang, ohne größere Ortswechsel ausführen zu müssen. Zum anderen dient der Trichter als Hitzeschutz: Die in Richtung Sonne liegende Trichterwand wird in einem flacheren Winkel beschienen als der ebene Boden und heizt sich infolgedessen nicht so stark auf. Es wurde beobachtet, dass sich der Ameisenlöwe vorzugsweise an der dadurch kühleren Seite aufhält und so den Oberflächentemperaturen entgeht, die in Wüstengebieten 80 °C betragen können.

Ameisenlöwen sind aber nicht die einzigen Insekten, die diese Beutefangmethode entwickelt haben. Die wurmähnlichen Larven der Wurmlöwen (Vermileonidae), einer Zweiflügler-Familie, bauen ebenfalls in trockenen Sandgebieten trichterförmige Fallen.


Ernährung

Alle Ameisenlöwen leben räuberisch, aber nur relativ wenige Arten sind aktive Jäger, die ihre Beute gezielt aufsuchen oder verfolgen. Unter den mitteleuropäischen Arten zählt Acanthaclisis baetica zu diesen. Die überwiegende Zahl der Arten lauert im Sand oder im Bodenstreu versteckt auf Beute. Etwa zehn Prozent aller Arten bauen Fangtrichter zum Beutefang. Viele davon sind spezialisiert auf diese Beutefangmethode, nämlich in erster Linie die Gattung Myrmeleon zusammen mit einigen näher verwandten Gattungen, die als Tribus Myrmeleonini zusammengefasst werden.

Ihr wollte mehr zum Ameisenlöwen erfahren. Dann findet ihr hier http://de.wikipedia.org/wiki/Ameisenl%C3%B6we oder auf den weiterführenden Links interessante Informationen.
Wenn ihr mit wachen Augen durch das Gebiet des Zschand, der Affen- und Schrammsteine wandert, werdet ihr sicher ab und an das Wirkungsfeld des Ameisenlöwen erkennen.

 

Viel Spaß und happy hunting
wünscht euch
NorwegenTeam ½

Quellen: Wikipedia & Commons @ wikimedia.org (Bilddatei unter der Creative Commons Lizenz: User: Wofl)


Abschließend noch ein paar Hinweise:

  • Ihr bewegt euch um Nationalpark Sächsische Schweiz. Bei großem Begängnis wartet bitte, bis ihr ungestört suchen könnt. Unser Hobby braucht diese Art Aufmerksamkeit sicher nicht.
  • Es sind keine Klettereinlagen oder sonstige Aktivitäten, die gegen die Regeln in der Kernzone verstoßen würden, notwendig.
  • Der Weg muss nicht verlassen werden.
  • Ihr müsst nicht graben oder irgendetwas umwühlen! Bitte tarnt alles wieder sehr gut und achtet darauf, dass ihr nicht beobachtet werdet.
  • Dieser Cache ist Eigentum des oben angegebenen Owners. Seine gewerbliche Nutzung setzt dessen schriftliches Einverständnis voraus.

Additional Hints (Decrypt)

Uvre fgvzzg rgjnf avpug.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)