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Kalksandstein am Stadecker Lenchen EarthCache

Hidden : 3/25/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Kalksandstein am Stadecker Lenchen

Im Tertiär, also vor ca. 38 bis 12 Millionen Jahren, war Rheinhessen in seiner heutigen Fläche von einem Meer bedeckt („Mainzer Becken“). In dieser Zeit kam es zu zwei länger andauernden Meeresbildungen, dem Oligozänmeer und dem Miozänmeer mit einer dazwischen liegenden Phase der Verlandung.

Im Oligozän brandete das Meer gegen die harten Quarzite des Rheinischen Schiefergebirges und die Ausläufer des Kreuznacher Ryolithmassivs. Ein Meeresarm verband das Mainzer Becken mit dem Nordmeer und dem tropisch warmen Südmeer. Die mittlere Jahrestemperatur lag damals bei 18 °C, im Vergleich dazu beträgt die durchschnittliche Jahrestemperatur in Mainz heute 10,1° C.

Das Oligozänmeer lagerte vor 38 bis 25 Mio. Jahren am Boden des Beckens zunächst Rupelton, Schleichsand und Cyrenemergel (grau-grüne Mergel aus brackig werdendem Wasser) und schließlich Süßwasserschichten ab. In den Küstenbereichen wurden der Untere und Obere Meeressand abgelagert.

Nach vorübergehender Landbildung im Oberoligozän setzte mit dem Miozän vor 25 bis 12 Mio. Jahrenwieder eine Senkung ein, so dass sich das Miozänmeer bilden konnte. Im Gegensatz zu den sandig-mergeligen Ablagerungen des Oligozänmeeres setzten sich nun kalkige Ablagerungen ab, die den heutigen Plateaus und Hügeln mit ihrer typischen Kalkflora das Gepräge geben.

Das Bodenprofil, vor dem ihr hier am Stadecker „Lenchen“ steht, besitzt mehr Oberboden als andere vergleichbare Böden in der Umgebung. Trotzdem ist der Boden auch hier mit Humus angereichert, durch eine tiefe Bodenbearbeitung des Menschen wurde er weiter gelockert. Je tiefer, desto höher wird der Sandanteil. Das Profil selbst wird durch einen hohen Anteil an brechbarem Sandstein abgeschlossen. Der sandige Boden hat im oberen Bereich den Vorteil, dass er gut durchlüftet ist; gleichzeitig besitzt er jedoch den Nachteil, das er kaum Niederschlagswasser binden kann und dementsprechend trocken ist.

Um diesen Cache als Gefunden zu loggen, sendet bitte die Antworten auf die drei folgenden Fragen über mein Profil. Eine Logerlaubnis braucht nicht abgewartet zu werden. Wenn etwas mit den Antworten nicht stimmt, melde ich mich. Es wäre schön, wenn ihr ein Foto von euch an den oben angegebenen Koordinaten dem Log beifügen würdet. Dies ist natürlich keine Logbedingung.
 

Fragen:

1. Was bewirkt die gute Durchlüftung des Sandbodens? Die vorhandene Infotafel gibt dazu Auskunft.
2. Wie mächtig ist die hier sichtbare "reine" Kalksandsteinschicht?
3. Nehmt eine Handvoll Sand. Wie würdet ihr das Aussehen beschreiben? Wie fühlt sich der Sand an?

Parken könnt ihr im Ortsteil Stadecken zum Beispiel bei N 49° 54, 696 E 8° 8,272. Ihr folgt dann am besten den Wegweisern der rund 8 km langen Selztal-Terroir-Route 3. Auf dieser Route kommt ihr auch beim EC Tonmergel am Stadecker „Spitzberg“ vorbei.

 

Quellen: Infotafel vor Ort, wikipedia, eigene Recherchen

Additional Hints (No hints available.)