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Staßfurt-Egelner Sattel EarthCache

Hidden : 3/30/2013
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Staßfurt-Egelner Sattel





Geotop Tongrube 2




Der Untergrund von Westeregeln wird von der geologischen Struktur des Staßfurter Egelner Sattel geprägt. Durch Aufstieg der Salzgesteine (Halokinese) des Zechsteins entstand im Mesozoikum ein langgestreckter Salzsattel (Diapir), der von Güsten bis in den Raum Helmstedt zu verfolgen ist. Durch den Aufstieg des Salzes bei Westeregeln wurden die Deckschichten durchbrochen und das Salz drang bis an die Erdoberfläche empor. Hier kam es mit dem Grundwasser in Berührung und wurde aufgelöst. Zurück blieben die schwerer löslichen Gips- und Tonbestandteile, die den sogenannten „Gipshut“ bilden. Zusammen mit dem Hauptanhydrit bedecken sie den Salzstock und hemmen die weitere Auflösung der Salze. Dieser Prozeß (Holokinese) hält bis zur Gegenwart an. An den Sattelflanken wurden dabei Schichten des Zechsteins und des Buntsandsteins steil aufgerichtet.






Schematisches Blockbild des Staßfurter-Egelner Sattels bei Westeregeln (nach O. Wagenbreth & W. Steiner (1982) modifiziert von K. Wächter)


Durch die jahrzentelangen bergbaulichen Aktivitäten der Gips- und Tongewinnung wurden die Gesteine und ihre besonderen Lagerungsverhältnisse sichtbar. Für Fachleute ist besonders interessant, dass in der Tongrube die Grenze zwischen Zechstein und Unterem Buntsandstein aufgeschlossen ist. Aufschlüsse im Hutgestein eines Salzsattels sind in unserer Region selten, deshalb sind die z.T. noch gut erhaltenen Wände der Gipssteinbrüche wertvolle Studienobjekte. So wurden die gut erhaltenen Aufschlüsse der Gipssteinbrüche und Tongruben unter der Nr. 4034/1 und 4034/ 2 als besonders wertvolle schutzwürdige Geotope im Geotopen-Verzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt durch das Geologische Landesamt erfasst.

Geotop Tongrube – Zechstein und Unterer Buntsandstein

Nordöstlich des „Kalkberges“ wurde der Rohstoff für die Ziegelherstellung gewonnen. Es handelt sich um Tone und Schluffsteine mit zwischengelagerten feinkörnigen Sandsteinen, Rogensteinen, aber auch Gips. Geologisch werden heute die „Bröckelschiefer“ aus der ersten Tongrube unmittelbar neben dem Hutgestein den obersten Schichtfolgen des Zechsteins und die Schiefertone/Schluffstein mit dünnen Rogenstein-Bänken dem der zweiten Tongrube dem Unteren Buntsandstein zugerechnet.

Geotop Gipsbruch

An der ca. 50 m langen Wand eines alten Gipsbruches südwestlich der Ziegelei sind die Gesteine des „cap rock“ (Hutgestein) aufgeschlossen. Im unteren Teil der Wand stehen undeutlich geschichtete Gipsgesteine an, die zum Teil in „Marienglas“ umgewandelt sind. Marienglas ist eine besondere Varietät der Gipskristalle. Im oberen Bereich dieser Partie haben sich durch intensive Subrosion, d.h. Auslaugungserscheinungen durch Grundwasser, kleine Höhlen und Schlotten gebildet. Eine auffallend scharfe Grenze trennt die darüber folgenden dünnplattigen Gipsschichten ab, die z.T. intensiv gefaltet sind. Eine interessante Situation, die zu Diskussionen über die Genese (Entstehung) dieser Lagerungsverhältnisse veranlasst.

Die Geotope befinden sich auf dem Gelände der „Alten Ziegelei“ in Westeregeln am Kalkberg 1.

Beachte bitte die folgenden Öffnungszeiten:

Montag – Donnerstag 09:00 bis 14:00 Uhr
Freitag 09:00 bis 12:00 Uhr
Sonnabend und Sonntag 14:00 bis 16:00 Uhr

oder nach telefonischer Vereinbarung: Tel. 039268/989851 Mobil 0152/02757792


www.museumsziegelei.de


Bitte meldet Euch kurz an (am Eingang ist eine Klingel) bevor Ihr das Gelände betreten wollt und sagt, daß Ihr Euch die Geotope ansehen wollt. Meist gibt es noch eine kleine Führung.

Vom 24.11.2012 bis Anfang März 2013 werden keine Führungen durchgeführt. Gern könnt Ihr Euch aber vorab telefonisch informieren, ob ein Besuch trotzdem möglich ist.
Eintrittsgelder werden beim Besuch der Geotope nicht erhoben, über eine Spende für die Erhaltung des Bau- und Industriedenkmals sowie der Geotope freut man sich.

Vor Ort findest Du die „Alte Ziegelei“ Westeregeln mit ihrer ehemaligen Gipshütte und den bemerkenswerten Geotopen. Teilt bitte dem Personal mit, daß Ihr Euch die einzelnen Geotopstationen ansehen möchtet. Bitte respektiere die Natur und die schutzwürdige Anlage.



Weitere interessante technische Informationen findet man an den Gebäuden und an den Informationstafeln direkt vor Ort.

Qellen: Skript: Diplom-Geologe Karl Wächter, Flyer „Alte Ziegelei“ Westeregeln, Internet, Wiki, Infotafel vor Ort



Logbedingungen:

Begib Dich auf dem Gelände auf eine kleine geologische Entdeckungsreise und besuche die einzelnen Geotope, um folgende Fragen zu beantworten.

Bitte beantwortet folgende Fragen:

1. Geotop Tongrube 2: Du findest an diesem Aufschluß neben dem Tonschiefer helle Streifen, versuche zu erklären was das ist?

2. Geotop Tongrube 2: In welche Himmelsrichtungen verläuft der Staßfurt-Egelner Sattel?

3. Geotop Tongrube 2: Was denkst Du, in welchem Winkel verläuft der hier aufgestellte Buntsandstein?


4. Geotop Gipsbruch: Beschreibe mit eigenen Worten was Du hier vorfindest oder fertige eine Skizze vom Aufbau des Hutgesteins?

5. Geotop Gipsbruch: Wodurch zeichnet sich Marienglas aus? Du findest es vor Ort.

Wenn Ihr möchtet könnt Ihr gerne ein Foto machen, es ist absolut freiwillig und definitiv keine Logbedingung.


Die Antwort sendet bitte an EC_QRP_Holger@t-online.de oder über meine Profiladresse, danach könnt Ihr sofort loggen.


Viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise

wünscht QRP Holger





Geotop Gipsbruch


 

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