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Bahnen in Neustadt-Glewe - Zwischen den Werken Traditional Cache

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Maxwell-Smart: Da das Listing seit längerem deaktiviert ist oder es seit längerem keinen Cache zu finden gibt, hier eine erbetene Wartung oder Problembehebung nicht vorgenommen oder auf eine Reviewernote nicht geantwortet wurde, archiviere ich diesen Cache.

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Maxwell-Smart
Volunteer Reviewer Geocaching.com Deutschland

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Hidden : 3/31/2013
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Dieser Cache liegt am westlichen Bahn-Tor der Stadt: Der Eldebrücke, hinter der jeder Zug auf der Rampe runter zum Bahnhof mit lautem Dröhnen sein Kommen ankündigte.

Die Bahn bildete für die Stadt eine große Rolle. Viele der Beschäftigte kamen so zum Schichtwechsel in die Werke. Betonwerk, BHG und Kohlehandel transportierten darüber Produkte und Waren. Lederwerk und ACZ besaß sogar eine eigene, weit verzweigte Werkbahn mit eigenen Fahrzeugen und eigenem Bahnübergang.

Die Bahn-Rampe runter zur Stadt lag eng zwischen den beiden größten Werken, dem Lederwerk und dem Fernmeldewerk, an deren Mauern sich das Dröhnen des von der Brücke hinabkommenden Zuges mehrfach und ganz eigenartig brach. Selbst bis hin zum See war so sein Kommen zu hören. Ein Geräusch, das jeder Neustädter kannte und irgendwo sogar ein Zeitsignal war, da es neben der Dampfpfeife vom Lederwerk stets pünktlich den nachmittäglichen Schichtwechsel ankündigte.

Nur ein schmaler, kaum fahrradtauglicher Pfad neben dem Bahndamm, beginnend am Parkplatz vor dem Fernmeldewerk an der MKS-Halle des Fernmeldewerkes, ermöglichte einst den Zugang zur Brücke, die bis heute auf ihrer Nordseite einen sicher vom Gleisbereich abgegrenzten Laufsteg besitzt. Dieser Weg wurde auch gern genutzt, um den Weg vom Neubaugebiet zur Disco im Parkrestaurant extrem abzukürzen. Entfiel dadurch doch der gesamte Weg über die Schleusenbrücke und durch die Stadt.

Heute ist der alte Parkplatz geperrtes Werkgelände und bahnseitig vollständig umzäunt. Jedoch kann man nun in beide Werke hineinfahren. Das Lederwerk wurde zumindest in Brückennähe de facto komplett abgerissen. Nur noch Reste der Kaianlagen am Fluß sowie Grundplatten am Heizhaus sind noch vorhanden, wo einst die Wahrzeichen der Stadt - die weithin sichtbaren Schlote des Lederwerks - standen. Bis dorthin kann man heute fahren und bequem ohne Zaun und Verbot unter der Brücke hindurch zur Nordseite und dem Fußpfad der Brücke gelangen.

Alte Exil-Neustädter werden oben auf dem Fußweg an der Brücke stehend erschrocken sein. Während das Fernmeldewerk nur im hintersten Bereich z.B. bei der ehemaligen Mechanik Verfall zeigt, jedoch ansonsten die industrielle Struktur teils sogar recht modern erscheinend erhalten hat, ist das einst südlich der Bahn stehende größte und geschichtsträchtigste Werk der ältesten Industriestadt Mecklenburgs fast nicht mehr vorhanden und bis auf wenige Ausnahmen um ca. 200 Jahre zur sicher hübschen, aber wenig aussagenden oder gar brotgebenden grünen Wiese zurückgedreht worden. Wo sind die Ziegelbauten, die "Industrie-Backsteingotik" des 19. und frühen 20. Jahrhunderts? Wo die sind großen Hallen? Wo der Uhren-Turm? Der große Backsteinbau der Verwaltung, im Volgsmunt schlicht "Kreml" genannt? Selbst der Kindergarten und das neues Sozialgebäude sind komplett verschwunden - wie natürlich auch restlos die Werkbahn mit allen ihren Teilen wie Lockschuppen, Drehscheibe usw. oder gar den Fahrzeugen.

Die gesamte, woanders ganz sicher unter höchstem Schutz stehende Industriearchitektur mit Flair und Basis als Rahmen kreativer neuer Ansiedlungen wurde hier, wenig Weitsicht und Ideenreichtum zeigend, schnell und nachhaltig vernichtet. Man stelle sich vor was fehlen würde, wenn es Hamburgs Fabrik oder die Fischmarkhallen nicht gäbe, wenn im Ruhrgebiet Deutschlands größte Einkaufszentren fehlen würden oder selbst wenn Rostocks ehemalige Neptunwerft-Hallen am Holbeinplatz heute nicht mehr da wären. Die Hallen dort sind z.B. heute gern genutzt und werden als gelungenes Highlight empfunden. Sie sind Parkhaus und Dach von Edeka und Aldi, Ausstellungs- und Bühnengelände, im Aussengelände wasserseitig kombiniert mit Top-Wohnungen und Teil der gastronomie- und kleingewerbedurchwachsenen Stadthafen-Promenade, damit auch Ort bedeutender kultureller Events, usw.

Lockschuppen und Fahrzeuge der ehemaligen Rostocker Stadthafen-Bahn sind heute dort übrigens -natürlich nur an ganz wenigen Orten erhalten- individualität gebender kultureller Anziehungspunkt und natürlich auch Cache (GC1EGXY).

War denn hier wirklich gar nichts davon möglich, oder war es etwa nur bequemer, ohne wirklich Verantwortung zeigen zu müssen alles plattzumachen? Sicher. Erhaltung kostet Geld. Und das kommt sicher nicht von alleine. Schade, dass in einer Stadt mit einem derart und in jeder Hinsicht erstklassigen Potential, an einem Platz mit wiederum allen denkbaren Voraussetzungen (Wasser, Wald, Natur, Verkehrsnähe, Platz, Industrie-/Gewerbepotential, Wohnen in der Nähe, unmittelbar daneben Platz für Marina und ändere Freizeit-, Sport- und Tourismusobjekte, gut ausgebildete intelligente Menschen, an nationalen touristischen Hauptströmen gelegen, sogar geologisch/energetischer Spitzenplatz in Deutschland.....) im entscheidenen Moment offenbar so wenig kreative Intelligenz wirkte. Sorry, zumindest aussenstehend bleibt das völlig unverständlich!

An diese verlorene Chancen mag dieser Cache erinnern.

Erstausstattung:
Logbuch
Bleistift


Nicht auf, an oder unter der Brücke! Kein Klettern oder Betreten der Gleise!


Alle Bilder © Blaubaer61 1994 / 2013


Bonusfrage (Reihe "Industriestadt Neustadt-Glewe"):
Der Hint dieses Caches bezieht sich auf...
1=Nummer auf Telegrafenmast
2=Nummer auf Strassenverkehrszeichen
3=Nummer auf Wasserverkehrszeichen
4=Nummer auf Lichtmast
5=Nummer auf Zaunpfahl
6=Nummer auf Kilometerstein/Bahn
7=Nummer auf Kilometerstein/Strasse
8=Nummer auf Kilometerstein/Wasserstrasse
9=Nummer auf Schlagbaum


Additional Hints (Decrypt)

45. zntargvfpu. Crgyvat.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)