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Die Schlacht bei Lauffen Mystery Cache

Hidden : 6/6/2014
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

An den Koordinaten findet Ihr keine Hinweise, sondern nur das Schlachtfeld.

Die Schlacht bei Lauffen

Dieser Cache soll Euch etwas über die Schlacht bei Lauffen und die damit verbundene Einführung der Reformation in Württemberg vermitteln. Ein ordentlich informierter Lauffener kennt natürlich all die folgenden historischen Fakten schon, aber für alle anderen sind vielleicht doch einige Neuigkeiten dabei.
Lauffen, dessen erste urkundliche Erwähnung schon weit über 1000 Jahre zurückliegt, ist ja auch sonst reich an geschichtlichen Ereignissen. So wurde u.a. am 20. März 1770 der berühmte Dichter der Romantik Friedrich Hölderlin in Lauffen geboren und 1891 fand hier die weltweit erste Fernübertragung von Wechselstrom über eine Leitung nach Frankfurt statt. Damit begann u.a. eine weltweit neue Ära in der Benutzung der Elektrizität, die in der weiteren Entwicklung z.B. uns Geocachern heute erst die Benutzung von GPS-Geräten bzw. den Autofahrern die Benutzung eines Navi erlaubt und uns auch sonst noch viele andere Annehmlichkeiten, wie den elektrischen Schuhtrockner, die Toilettensitzheizung oder den Zimmerbefeuchter beschert hat.
Aber zurück zur ernsthaften Geschichte. Eine unstreitig wichtige Rolle in der Schlacht bei Lauffen spielte der Sohn des Grafen Heinrich von Württemberg mit dem Namen Ullrich. Er wurde am 8. Februar 1487 im Elsass geboren und schon mit sage und schreibe 11 Jahren als Herzog von Württemberg eingesetzt, da sein Onkel, der bis dahin regierte, auf Betreiben des deutschen Königs Maximilians I. 1498 abgesetzt wurde. Er erhielt natürlich erst mal eine Vormundschaft, aber da der Kaiser ein politisches Bündnis zwischen Bayern und dem ärmeren Württemberg wollte, wurde er ces`t la vie…ruckzuck vorzeitig als volljährig erklärt und mit Maximilians sechsjähriger Nichte Sabina von Bayern verlobt. Während heutige Siebzehnjährige ihre Schlachten am Computer bei „World of Warcraft“ oder ähnlichen Ballerspielen schlagen, zeichnete er sich im gleichen Alter schon als Heerführer im Landshuter Erbfolgekrieg im Jahr 1504 aus. Nach 15 Jahren Verlöbnis (es gab wohl kein Bier auf Hawai…äh in Stuttgart) fand endlich auf Drängen Maximilians am 2. März 1511 die Hochzeit mit Sabina von Bayern mit für die damalige Zeit kaum vorstellbarem Pomp statt.

Das Fest soll 14 Tage gedauert und mehr als 7000 Gäste gehabt haben. Rund um das Stuttgarter Schloss wurden die Bürger kostenlos verköstigt und trotz der sprichwörtlichen schwäbischen Sparsamkeit
sind reihenweise Fässer voll Wein angekarrt und reichlich gebratene Ochsen aufgetischt worden.
Diese Ehe stand aber trotz der 1513 geborenen Tochter Anna unter keinem guten Stern. Schuld war aber nicht nur der als jähzornig geltende Graf Ullrich, sondern gleichermaßen seine Ehefrau Sabina.
Sie benahm sich oft sehr aufbrausend und machte es Ihrem Mann ebenfalls nicht leicht. Zudem hatte Graf Ullrich zahllose Affären und erschlug 1515 sogar den Rittmeister Hans von Hutten , den Mann seiner Geliebten Ursula. Nur seiner hohen Stellung war es zu verdanken, dass er dafür nicht zur Verantwortung gezogen wurde.

 

"Vor Gericht sind alle Menschen gleich, nur manche sind gleicher“, dieses Motto stammt ganz offensichtlich schon aus dem Mittelalter, aber weiter mit der Geschichte…..
Von Ullrichs Allüren hatte Sabina nun endgültig die Nase voll und floh zu Ihrer Sippschaft nach Bayern. Seine Untertanen hatten sich schon 1514 gegen ihn gewandt, da allein sein aufwendiger Lebensstil Unsummen verschlang und er die deshalb geplante Vermögenssteuer auf Drängen der Patrizier in eine Verbrauchssteuer auf Lebensmittel umwandelte (… auch da gibt es ja reichlich Parallelen zur heutigen Zeit). Als Folgen dessen kam es sogar zu dem unter dem Namen „Armer Konrad“ bekannten Aufstand. Es bedurfter großer Anstrengungen von Ullrich, um diese Aufstände mit Hilfe der Patrizier von Stuttgart und Tübingen niederzuschlagen, die dafür weitgehende Zugeständnisse im sogenannten „Tübinger Vertrag“ forderten.
Eine schwerwiegende Entscheidung, da als Folge der Adel weitgehend seinen Einfluß beim württembergischen Hof verlor. Nach einem Überfall auf die Reichsstadt Reutlingen 1519 und reichlich weiteren Reibereien mit dem schwäbischen Bund wurde Ullrich endgültig aus Württemberg verbannt. Er unternahm mehrere erfolglose Versuche sein Land zurückzugewinnen, verbündete sich sogar 1525 im Zuge des Bauernkriegs mit Hegauer Bauern und Schweizer Söldnern, kam bis vor Stuttgart, wurde aber wieder vertrieben. Erst 1534 gelang ihm in der besagten Schlacht bei Lauffen die Rückkehr mit Hilfe des hessischen Landgrafen Philipp I., der gegen den gleichnamigen österreichischen Statthalter Pfalzgraf Philipp zu Felde zog.
Nach einem Gefecht bei Nordheim am 12. Mai 1534, dass noch unentschieden ausging, trafen die österreichischen Hauptleute eine unerklärliche und falsche Entscheidung, indem sie nicht wichtige Positionen besetzt hielten, sondern lieber nach Lauffen zurückkehrten, „wo sie sich am Wein gütlich taten“ und ihnen ihre Truppen noch in der Nacht folgten. …wer kann es ihnen verdenken! Somit war evtl. der berühmte „Lauffener Katzenbeißer“-Wein der Grund für die Niederlage der österreichischen Truppen, denn noch in derselben Nacht rückten die Hessen nach und bezogen die vorteilhafte Stellung auf den Seugbergen oberhalb des österreichischen Lagers.

 

Ein strategisch entscheidender Schachzug ! Am folgenden Tag, dem 13. Mai 1534 waren dann in dieser Schlacht knapp 11.000 Mann starke österreichische Truppen den 25.000 Mann des hessischen Heers unterlegen, wodurch Herzog Ullrich wieder die Macht über Württemberg erlangte und mit dem Vertrag von Kaaden den Besitz über Württemberg bestätigt erhielt. Herzog Ullrich beendete damit die österreichische Statthalterschaft über Württemberg und führte umgehend im ganzen Land die Reformation ein. Die Messe wurde abgeschafft und die Heiligenbilder wurden entfernt. Die Klöster wurden „verstaatlicht“, so dass sich das Herzogtum Württemberg bedeutend vergrößerte. Die Schlacht bei Lauffen war somit der Ausgangspunkt für die Reformation in Württemberg.

 

So jetzt erst mal genug mit theoretischer Geschichte.....
Schnappt Euch das GPS und sucht die Dose.
Am Geochecker könnt Ihr testen, ob Ihr die richtigen Koordinaten habt, von denen Ihr einen schönen Überblick über das ehemalige Schlachtfeld habt.
Dort bekommt Ihr auch noch einen wichtigen Hinweis zum Finden der Dose, die in der Nähe der herauszufindenden Koordinaten versteckt ist .

Bitte einen Stift mitbringen !
Für den FTF gibt es wieder einen Cachejäger-Meister :-)
Quelle: Wikipedia

Additional Hints (Decrypt)

jvr vzzre: jraa zna jrvß jvr rf trug, trug rf tnam yrvpug nore Zngursernxf haq Mnuyrawbatyrher unora qvrfzny rure fpuyrpugr Xnegra. Jre rigy. va Vyfsryq fpuba zny rvara Oengncsry trtrffra ung, qre vfg fpuba zny rva Fgüpx jrvgre, nore abpu avpug tnam nz Mvry....qraa "qvivqr rg vzcren" ibe Beg : avpug fb trsäueyvpu jvr rf nhffvrug

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)