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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Dies ist einer unserer Ersten eigenen Caches.
Es muss KEIN Schulgelände betreten werden. Hier noch paar historische Informationen (Quelle: gerzen-online.de) Die Reformation gilt als Begründerin der deutschen Volksschule. Die Visitation 1542 ordnete an, dass befähigte Küster sonntags um 12 Uhr eine Katechismus - Schule abhalten sollten. Die blieb aber zunächst ein frommer Wunsch, den die kriegerischen Auseinandersetzungen der folgenden Jahrzehnte bis hin zum 30 jährigen Krieg wirkten auch hier sehr zerstörend. Wie überall in den protestantischen Gebieten in Deutschland, so erschien auch bei uns 1669 die neue „Schulordnung für die protestantischen Unterthanen“, worin die alte Vorschrift wieder eingeschärft und besonderes Gewicht auf den Katechismusunterricht gelegt werden sollte. Es sollte niemand mehr zur Konfirmation zugelassen werden, der nicht lesen konnte. Durch den Brand des Pfarrhauses in Föhrste 1741 sind leider alle alten Dokumente vernichtet, aber wir wissen, dass 1680 ein Schulhaus, „Opferhaus“ oder auch „Opperhaus“ in Gerzen gebaut wurde. Das Geld für den Schulbau wurde als Darlehen aus dem Kirchenvermögen angeliehen. Gleichzeitig war im Schulhaus aber auch die Wohnung des Kirchenküsters, der damals „Opfermann“ oder „Oppermann“ genannt wurde. Dies ist ein Beispiel dafür wie Familiennamen entstanden sind. Pastor Paul Graff schreibt in seiner „ Geschichte des Kreises Alfeld“ in dem Kapitel über die Gerzer Schule, daß die ersten Lehrer alle Pinkepank hießen; als letzter von diesen wird 1777 Konrad Pinkepank Lehrer in Gerzen. Ihm folgt im Jahre 1785 Ernst Heinrich Fasterding, der 30 Jahre in Gerzen gewirkt hat. In seine Amtszeit fällt der Neubau des Schulgebäudes 1805, auf den Grundmauern des alten Schulhauses. Die Baukosten betrugen 596 Thaler und wurden sowohl durch eine Landeskirchliche Kollekte als auch durch den Verkauf von Holz aufgebracht. Das Bauholz lieferte der seinerzeitliche Patron, der Graf von Steinberg zu Brüggen. Kraft Gesetzes hatte er auch allein das Recht der Lehrerberufung. Die Gemeinde mußte beim Bau Hand- und Spanndienste leisten. 1805 waren 30 Schulkinder zu unterrichten. Lehrer Fasterding erteilte 1819 39 Kindern Unterricht und hatte damals folgendes Diensteinkommen: Freie Wohnung, ½ Morgen Land und Holz, 20 Mgr aus dem Kirchenvermögen, 5 Thaler aus Gebühren, 18 Mgr Schulgeld pro Kind im Winter und 6 Mgr im Sommer, 47 Thaler aus der Klosterkammer, 4 Himpten Roggen, 13 Himpten Hafer, 1 Schock Eier und 36 Brote Am 11. Januar 1825 wird Friedrich Heinrich Brodhage Nachfolger von Lehrer Fasterding. Ihm folgt im Jahre 1853 Lehrer Tegtmeier aus Irmenseul, im Jahre 1871 Hermann Nagel aus Fölzihausen und 1878 Heinrich Thies. Am 3. Mai 1885 übernahm ein Lehrer die Dienststelle, der nicht nur im schulischen- sondern auch im öffentlichen Leben in Gerzen eine hervorragende Rolle gespielt hat: Albert Reddehase, geboren 1861 in Lüthorst, besuchte das Lehrerseminar in Alfeld und war vorher 2. Lehrer in Langenholtensen. Er hatte wesentlichen Anteil an den Planungen des Neubaus des Schulgebäudes, vor dem wir heute stehen. Durch den Bau des Buchenbrinks in den ersten Jahren des 20. Jahrhundert wurde zunächst ein Schulklassenraum im Geschäftshaus, der heutigen Gaststätte „bei Smajo“, eingerichtet, aber ein Dauerzustand sollte dieses nicht sein. Der Schulbetrieb wurde am 1.4.1905 aufgenommen, der Lehrer Kuchemann unterrichtete 25 Kinder. Die Schülerzahlen stiegen um die Jahrhundertwende in Gerzen rasant an. Vom Jahre 1894 bis 1904 stieg die Anzahl der Schülerinnen und Schüler von 59 auf 107. Im Jahre 1906 besuchte schon 91 Kinder die Schule im Oberdorf und 62 Kinder die Schule am Buchenbrink. Nach dem Volksschulunterhaltungsgesetz ist ab dem 28.7.1906 die politische Gemeinde der Träger der Schule in Gerzen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Gerzer Schule ist der 20.5.1908. Der Kreisbauinspector Harm Senff wird durch Beschluß des Gemeinderates aufgefordert, einen Entwurf für ein Schulgebäude zu erstellen. Am 7.5. 1909 ist es nun endlich soweit, in einer gemeinsamen Sitzung des Schulvorstandes und des Gemeinderates sollte im Beisein des Landrates Dr.Burchard die endgültige Entscheidung fallen. Nachdem der Baugrund , 1 ½ Morgen für 9000 Mark, von Landwirt August Schaper erworben wurde, konnte am 1. Juli 1909 mit den Bauarbeiten begonnen werden . Der Bau umfaßte 2 Klassenzimmer für je 70 Kinder und Wohnungen für einen verheirateten Lehrer und einen unverheirateten Lehrer. Im Nebengebäude sind vorhanden 3 Aborte für die Jungen und 4 Aborte für die Mädchen sowie ein Stall für 1 Schwein, 1 Ziege, ein Hühnerstall sowie Platz für Brennholz im Dachboden. Der Schulhof wurde noch unterteilt in den Bereich für Knaben und den Bereich für Mädchen. Im Kellergeschoß liegen die Waschküche und die Kellerräume, sowie ein Volksbad, bestehend aus einem Wannenbad und 4 Brausebädern. Das Bad ist von den übrigen Räumen völlig abgetrennt und hat den Eingang von außen. Alle Gerzer Bürger sollten die Möglichkeit haben, zu baden. Aufseher war August Koch, er durfte aber das Bad nur öffnen, wenn mindestens 8-10 Personen baden wollten. Der Landrat Dr. Burchard erteilt eine Anweisung, dass die Kinder der Oberstufe wöchentlich abwechselnd Knaben und Mädchen dienstags von 9 – 10 Uhr den Badebetrieb aufnehmen sollen. Die Beteiligung der Kinder am Baden ist zunächst nur eine freiwillige, es ist also keinerlei Zwang auf sie auszuüben. Dagegen ist während des Unterrichts möglichst häufig auf die Bedeutung einer guten Hautpflege und besonders der Reinlichkeit am Körper, der Wohlanständigkeit usw. hinzuweisen. Das Baden ist für die Kinder selbstverständlich unentgeltlich, sie haben nur Handtuch und Seife mitzubringen. Beim Baden ist von den Kindern jede Unannehmlichkeit und zumal jedes Unbehagen fernzuhalten. Sie müssen freundlich und fürsorglich behandelt werden. Erkältungsgefahren sind mit Umsicht zu verhüten Die Baukosten für den Schulbau incl. Baugrund betrugen 48.353 Mark. Am 14. August 1910 wurde die neue Schule dann unter großer Beteiligung der Bevölkerung in einem besonderem Festakt eingeweiht. Dazu waren anwesend, Landrat Dr.Burchard, der frühere Pastor Meyer, Kreisbauinspector Senff, die Herren Wesselmann, Happe und Benscheidt als Vertreter des Gemeinnützigen Bauvereins sowie die ausführenden Handwerker. Zusammen mit dem Schulvorstand und dem Gemeindeausschuß begaben sich alle zunächst zum Schulgebäude am Buchenbrink. Hier hielt Lehrer Lüders die Abschiedsrede. Gemeinsam gingen dann alle zur alten Schule ins Oberdorf wo sie von Lehrer Reddehase erwartet wurden. Hier hielt Lehrer Reddehase einen Rückblick auf seine 25 jährige Tätigkeit an seinem bisherigen Wirkungsort. Zu den Klängen einer Musikkapelle zog dann die große Schar zum neuen Schulhaus. Nach mehreren Ansprachen nahm dann Lehrer Reddehase den Schlüssel der neuen Schule vom Vorsitzenden des Schulvorstandes, Pastor Schneider, entgegen. Anschließend wurde im Saal der Gastwirtschaft Engelbrecht gefeiert. Die Schilderung der Einweihungsfeierlichkeiten ist in einem Aufsatz einer Schülerin von damals, Frieda Pröhl, geb. Drechsler festgehalten. Der Schulbetrieb begann mit 147 Kindern, die von den Lehrern Reddehase und Lüders unterrichtet wurden. Die Schülerzahlen stiegen in der Folgezeit weiter an. Nachdem der Lehrer Lüders 1914 nach Dehnsen versetzt wird, muß Lehrer Reddehase allein 184 Kinder unterrichten. Als Albert Reddehase am 15.August 1917 überraschend stirb, kommt der bedeutendste Lehrer an unsere Schule, Hermann Gils. Übereichung des Ehrenbürgerbriefes an Hermann Gils. Auf dem Bild von links: Landrat Wilhelm Hinsche, Helmut Klein, Hermann Gils und Helmut LauEr wurde 1880 in Röttgesbüttel geboren, besucht das Lehrerseminar in Northeim und war, bevor er nach Gerzen kam Lehrer in Betheln und Bledeln. Hermann Gils war 30 Jahre Hauptlehrer bevor im Jahre 1947 pensioniert wurde. In Anerkennung seiner Verdienste um unser Dorf ist ihm aus Anlaß seines 84. Geburtstages im Jahre 1964 als ersten und einzigen Mitbürger die Ehrenbürgerwürde verliehen worden. Im Jahre 1930 ist dann das Lehrerzimmer zu dritten Klassenraum umgebaut worden. Nach dem Ausscheiden von Hermann Gils wird 1948 Alfred Jankuhn Hauptlehrer. Er bleibt bis zu seinem frühen Tode am 17.11.1958 im Amt. Erika Wunder kommt am 3.März 1947 an unsere Schule und bleibt bis zu Ihrer Pensionierung 1978 31 Jahre an unserer Schule. Die im Jahre 1949 auf 203 Kinder angestiegene Schülerzahl macht es erforderlich, den Raum im Schießstand an der Tonkuhle als Klassenraum zu benutzen. Aufgrund dieser Tatsache faßte der Gemeinderat am 31.März 1950 den Beschluß einen weiteren Klassenraum sowie eine weitere Lehrerwohnung zu bauen. Beim Bau der sogenannten neuen Schule haben die damaligen Schüler und Eltern kräftig mit Hand angelegt um die Kosten für die Gemeinde so gering wie möglich zu halten. Von 1959 bis 1962 ist dann Wolfgang Hessel Hauptlehrer. Die Kinder des 7. + 8. Schuljahres aus Warzen besuchen ab dem 9. April 1959 diese Schule. Ab dem 1. April 1962 wird das 9. Schuljahr zur Pflicht. Vom 1. Juli 1962 bis zum 31.7.1971 ist Albert Hörcher Hauptlehrer. Der Schulpavillion wird am 17. August 1973 eingeweiht in dem dann die Vorklasse einzieht. Heinz Ludewig ist in der Zeit vom 1. August 1971 bis zum 31. Juli 1978 Hauptlehrer danach übernimmt Hans Bergelt das Amt, der dann am 1. August 1986 in Pension geht. Bis zur Wiederbesetzung des Schulleiteramtes wird Helga Franke die kommissarische Leitung übertragen. Helga Franke ist die Lehrerin mit der bisher längsten Dienstzeit an unserer Schule, sie hat am 8.12.1965 ihren Dienst an dieser Schule angetreten. Sie bleibt bis zu ihrer Pension am 1.8.2003. Vom 1.April 1987 bis 30.Juni 1990 ist Ernst Baumgarten Schulleiter in Gerzen. In der Zeit vom 1.Juli 1990 bis 28. Februar 1991 leitet Helga Franke die Schule kommissarisch. Am 1.März 1991 wird Gabriele Petzold, die bereits ab 1.August 1986 in Gerzen unterrichtete, neue Schulleiterin. Sie bleibt bis 31. Januar 1995 im Amt. Nach dem Fortgang von Frau Petzold übernimmt Gisa Smolenga kommissarisch die Leitung der Gerzer Schule. Sie wird 3. Juni 1996 als Schulleiterin offiziell eingeführt. Nachdem Frau Smolenga zum 14.7.2005 nach Groß-Düngen versetzt wird, kommt Heinz Philippen als Schulleiter an unsere Schule. Er bleibt bis zum 1. August 2009. Zuletzt wurde die Schule kommissarisch von Frau Heike Plock geleitet.
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