Skip to content

Geologische Wanderung "Steinernes Meer" EarthCache

Hidden : 5/5/2013
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Geologische Wanderung "Steinernes Meer"

- Ein Meeresgrund auf über 2000m Höhe

 

 

Achtung!

 

Ihr befindet euch an einem Naturdenkmal, hier ist die gesamte Flora und Fauna geschützt, ebenso ist es nicht erlaubt Steine zu schlagen oder das Denkmal zu beschädigen! Bleibt immer auf den markierten Routen.

 

Einleitung

Das Steinerne Meer ist eine alpine Karsthochfläche im Lechquellengebirge am Formaletsch (2.292 m) bei Lech in Vorarlberg. Das Steinerne Meer liegt rund zwei Kilometer östlich des Formarinsees, in einer Höhenlage zwischen 2050 bis 2100 m. Der Aufstieg erfolgt vom Formarinsee bzw. der dortigen Freiburger Hütte oder von der Formarinalpe aus. Je nachdem welchen Aufstieg man wählt kann man dann dem Rundweg  folgen. Als reine Gehzeit sollte man 3 1/2 h bis 4 h für ca. 8 km veranschlagen. Die maximale Steigung am Stück beträgt ca. 350 Höhenmeter. Als Ausrüstung empfiehlt sich gutes Schuhwerk, Regenschutz und eventuell Verpflegung. Für den Weg über das Steinerne Meer (ca. 1/2 h) sollte man trittsicher sein. Achtung: Der rechte und kürzere Weg von der Freiburger Hütte zur Bushaltestelle ist nur für Geübte! Schwindelfreiheit erforderlich!

Die alpine Karsthochfläche

In der Geologie spricht man von Karst bei unterirdische und oberirdische Geländeformen in Karbonatgesteinen, die vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung sowie Ausfällung von biogenen Kalksteinen und ähnlichen Sedimenten mit hohen Gehalten an Calciumcarbonat (CaCO3) entstanden sind. Hauptmerkmal ist der überwiegend unterirdische Wasserhaushalt, der nicht auf einer primären Porosität des Gesteins beruht, sondern vielmehr sekundär durch den in geologischer Zeit stattfindenden Prozess der Verkarstung (d.h. Korrosion) bedingt wird. Eine Kalkplatte aus Oberrhätkalk mit dünn auflagernden Bänken von Rotem Liaskalk liegt auf wasserstauenden, undurchlässigen Kössener Schichten und bildet einen vielfach durchlöcherten und zerklüfteten Felskörper, der sich durch Karren auszeichnet. Dies sind Rinnen von einigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern, seltener Metern. Jegliches Schmelz- und Niederschlagswasser verschwindet in diesem verkarsteten Kalkgestein. Es gibt hier keine oberflächlichen Gewässer. Die einzelnen Schollen des Kalkgesteins sind teilweise an senkrechten Klüften abgesunken, was an der Oberfläche durch Karstgassen und Senkungsfelder zu erkennen ist. In Randbereichen ist teilweise Schichttreppenkarst ausgebildet ein typisches Beispiel für Glaziokarst. Karstlandschaften sind in Europa eher selten und lediglich auf geringer Fläche in einigen deutschen Mittelgebirge und der Nord- wie Südalpen anzufinden.

Ein Meeresgrund auf über 2000m Höhe

Im Karst des Formaletsch und Steinernen Meeres finden sich häufig versteinerte Korallenstöcke, Schalen von Muscheln (Megalodonten, Kuhtrittmuscheln), Riesenmuscheln, Turmschnecken, Nautiliden, Ammoniten und Belemniten (Donnerkeil), die dem Steinernen Meer auch den Namen gegeben haben. Diese fossilen Überreste finden sich in verschiedenen Kalkgesteinen wieder. Überwiegend findet man in der Umgebung des „Steinernes Meer“ den Rotkalk, dieser Kalk ist auch namensgebend für die Rote Wand, hat ein Alter von ca. 200 Mill. Jahren und ist leicht eisenhaltig. Auch fast überall zu finden ist Kalzit, ein „Kluftfüllmaterial“ das Hohlräume ausfüllt, z.B. Risse im Kalkgestein. Es besteht aus Schalen von Muscheln und Schnecken die kristallisiert wurden. Das „Deckmateriel“ besteht aus Oberrätkalk, dieser ist auf den Kiesbänken am Lech sehr schwer zu finden, da er dem Wettersteinkalk sehr ähnlich ist. Der helle Kalkstein ist ca. 220 Mio. Jahre alt und entstand zwischen den Erdzeitaltern Trias und Jura. Die Entstehung ist vergleichbar mit einem „Barriereriff“, vorne Korallen und dahinter Verhältnisse wie in einer Lagune, ein Lebensraum u.a. für Schnecke und Muscheln. Aus deren Schale und aus Kalkablagerungen vom Meer her ist dieses Sedimentgestein entstanden. Vor rund 200 Mio. Jahren befand sich im heutigen Nordafrika und dem Mittelmeer ein Ozean namens Tethys. Durch die einsetzende Plattentektonik wurde die Afrikanische Platte über die Europäische Platte geschoben. Der Ozean verschwand und der damalige Meeresgrund wurde immer weiter empor gefaltet zu den heutigen Alpen. Nachdem dieser Prozess beenden war setzte die Verkarstung ein.

 

Begebt euch an die angegebenen Koordinaten, beantwortet die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.

Schön wäre es, wenn ihr auch ein Bild von euch / eurem GPS und einem dem „Steinernen Meer“ hochladen würdet.

 

Fragen:

 

1. Schätze vor Ort die Größe dieses Karstplateaus?

2. Durch Witterungseinflüsse (z.B. Regen) sollte das kalkhaltige Gestein eine überwiegende scharfkantige Lösungsform haben!

Ist dem so? Wenn nein, warum nicht?

3. Nenne neben den „Karren“ zwei weitere typische Oberflächliche Merkmale einer klassischen Karstlandschaft die hier zu finden sind!

 

 

 

 

 

Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:

 

  •  Hinweistafel vor Ort;  
  •  Lech Zürs Tourismus: themenwanderungen in lech am arlberg
  •  Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
  •  Oberhauser: Der geologische Aufbau Österreichs
  •  Skizzen: Nine&Dido
  •  https://de.wikipedia.org/wiki/Karst
  •  http://de.wikipedia.org/wiki/Steinernes_Meer_(Vorarlberg);
  •  http://www.naturpark-tiroler-lech.at/index.php?mainPid=2&c=page&&s_pid=77&pid=91
  •  http://www.steinmann.uni-bonn.de/arbeitsgruppen/strukturgeologie/lehre/wissen-gratis/geologie-der-alpen
  •  http://www.wandermap.net/

 

 

 

Happy Hunting wünschen

Alternativtext

 Flag Counter

 

 

 

Additional Hints (No hints available.)