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Heute weiss kaum jemand etwas über die Kupfermühle im Eupener Wald, aber auch sie ist Teil der Eupener Geschichte. Ein Waldgebiet, dort wo einst die imposante Industrieanlage stand, trägt noch den Namen. Mit den Jahren hat die Natur das Gelände zurück erobert; die Wasserkanäle sind noch gut zu erkenne sowie einige wenige Reste der Grundmauern.
Tatsächlich wirft die Kupfermühle so manches Rätsel auf. Wer waren die Besitzer? Für wen war die gefertige Ware? Warum wurde sie verlassen?
Mitte 18. Jhd befanden sich am Steinbach, dort wo sie in die Weser fliesst, zwei Kupferhämmer bzw. Kupfermühlen mitsamt der Teiche und Wasserleitungsanlagen, welche noch gut erkennbar sind. Das nötige Wasser wurde nur unweit direkt aus dem Escherbach abgeleitet, bevor es in die Weser floss. Die Wasserräder betrieben die Hämmer und das Gebläse. Das stetige Hämmern der Mühlen drang tief durch den Wald. Aus verschiedenen Dokumenten ist zu schliessen, dass diese Anlage mit der Kupfer- und Messingindustrie in Stolberg stark verbunden war.
Lag die Anlage doch weit von jeglichem industriellen Standorten, so gab drei Gründe, weshalb genau hier ein idealer Standort für eine Kupfermühle war: ein reiches Holzvorkommen, Vorkommen von Kupferschief und fast ständig fliessendes Wasser aus dem Escherbach.
Charakteristisch für die Gegend um Stolberg waren die zahlreichen Kupfermühlen. Ausserdem lag die Anlage auf limburgischem Boden, an der Grenze zum Herzogtum Jülich. Doch bald waren die Vorräte an Schiefer erschöpft und das Material zur Kupfergewinnung musste aus Stolberg nach hier gebracht werden.
Oberhalb lag ein Waldweg, genannt "Leyweg", der früher von Norden her, das Revier "Neuwald" erreichte. Dieses Gebiet war reich an Kupferschiefer.
Die insgesamt zwei Mühlen schienen zur illegalen Ausfuhr von Waren gedient zu haben, während bei Tag der Betrieb noch normal verlief, wurden bei Nacht die Waren heimlich von Stolberg auf Karren zur Weser transportiert. In Rötgen und Umgebung entstand so die Sage von der Geisterkarre, die nachts von unterdrückten Fuhrmannsflüchen begleitet durch den Wesergrund rumpelte. Mit dem Einfall der französischen Revolutionstruppen 1794 endete die Ära der Kupferminen in Stolberg und Aachen.
Eine Karte von Ferraris (1771-1777) führt die Kupfermühle das erste Mal auf. Auf der Karte von Hauptmann Trachot aus dem Jahre 1815 zeichnet das Industriegelände bereits als Ruine aus.
Additional Hints (Decrypt)
Decryption Key
A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M ------------------------- N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
(letter above equals below, and vice versa)
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