Margarete Blank hat von 1930 bis 1944 in Panitzsch in ihrer Landarztpraxis praktiziert und wohnte in dieser Zeit in dem Haus. Blank stammte aber nicht aus Panitzsch oder Umgebung. Sie war das Kind von wohlhabenden Deutsch-Balten und kam aus Kiew. Aufgrund von politischen Kämpfen wanderte die Familie nach Deutschland aus.
1927 erhielt Margarete ihre Approbation als Ärztin nach dem Medizinstudium in Leipzig. Nachdem sie einige praktische Erfahrungen in Leipziger Kliniken gewonnen hatte, bewarb sie sich um die Eröffnung einer Landarztpraxis in Panitzsch. Nach intensiver Prüfung des Gemeinderates eröffnete die Praxis Anfang Februar 1930.
1933 begann für Blank die schwere Zeit. Aufgrund des Verdachtes, dass sie Jüdin sei, kündigte man ihr die kassenärztliche Tätigkeit. Sie kämpfte aber um ihr Recht und gewann. Sie konnte ihre kassenärztliche Tätigkeit behalten. Da Margarete sich aber weigerte, in die NSDAP und den NS-Ärztebund einzutreten, war sie weiterhin „verdächtig“.
Letztendlich wurde sie am 14.07.1944 verhaftet, weil sie in den Monaten zuvor verbotenerweise KZ-Häftlingen medizinische Hilfe ermöglichte. Einen Tag nach ihrer Hinrichtung verkündete der Oberstaatsanwalt: "Ich zeige an, dass die Verurteilte Margarete Blank am 08. Februar 1945, abends 18 Uhr 02 Minuten in einem umschlossenen Hof hingerichtet worden ist."
Quelle: www.borsdorf.de, http://www.ufz.de/margarete-blank-gedenkstaette
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