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Gegen das Vergessen 1: Bomben auf Hürth Multi-Cache

Hidden : 5/3/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Diese Cacheserie beschäftigt sich mit Deutschlands schandvollster Zeit: Dem Nationalsozialismus und dem zweiten Weltkrieg. Der Wahnsinn Einzelner hat einen Massenbrand verursacht, der die Welt in Flammen steckte.

Unter der verqueren Ideologie und einem krankhaften Rassenwahn wurde das eigene Volk verleitet, politische Gegner und Andersdenkende verfolgt, Juden deportiert und ermordet und unschuldige Völker angegriffen und unterdrückt. Doch auch das eigene Volk musste unter dem vom Deutschland losgetretenen Weltenbrand leiden. Die Serie führt euch an einige der wenigen historischen Orte, die noch geblieben sind und zunehmend in Vergessenheit geraten oder an Gedenkstätten.

Dieser Teil beschäftigt sich mit den Bombardierung und Zerstörung Hürths, unter der die eigene Bevölkerung aber auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter leiden mussten.

Der Weg zwischen Station 1 und 2 ist am besten mit dem Auto oder Fahrrad machbar. Ab dem Parkplatz an Station 2 geht es zu Fuß weiter. Insgesamt ist hier aber nur ca. ein Kilometer zurückzulegen.

Vielleicht ist euch schon aufgefallen, wie wenig alte Gebäude es in einigen Stadtteilen Hürths gibt. Dies liegt weniger daran, dass Hürth nicht eine lange Vergangenheit hat, sondern an dessen starken Zerstörung im zweiten Weltkrieg.

Durch die reichen Braunkohlevorkommen und die darunter liegenden Tonschichten hatte sich in Hürth ein großes Industriegebiet entwickelt, dessen Zentrum auf dem Hürther Berg in Knapsack lag. Unter anderem stand hier das Kraftwerk Goldenberg, welches lange Zeit das größte Dampfkraftwerk Euopas war und in dem zu Beginn des Krieges alleine 1600 Mitarbeiter arbeiteten.
Eigentlich war allen klar, dass die Hürther Industrie ein strategisches Ziel der alliierten Bomber sein würde. Trotzdem dauerte es bis zum 28.Oktober 1944 bis das Unvermeidliche passierte.
Besonders eindrucksvoll ist der Bericht des Knapsacker Pfarrers Josef Krings:

„Kurz vor 16 Uhr dröhnten die Englischen Flugzeuge heran, langsam und schwer beladen, mit den Verderben bringenden Bomben an Bord, wie Unheil verkündende Rabenvögel. Bombenteppich um Bombenteppich legte sich auf die Werke und den Ort…Was in 30 Jahren durch menschliche Erfindungsgabe und schaffender Hände Fleiß aufgebaut worden war, wurde in 30 Minuten zertrümmert und dem Erdboden gleich gemacht. Der Ort Knapsack wurde zu ¾ zerstört und unbewohnbar…“

Allein bei diesem Angriff starben in Hürth 67 Menschen. Dies war der Auftakt einer Reihe verheerender Bombenangriffe, welche über 200 Hürther Bürger mit ihrem Leben bezahlen mussten.
Besonders dramatisch war die Situation der Kriegsgefangenen, die in der Hürther Industrie als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Neben ihren katastrophalen Lebensbedingungen und der oftmals schlechten Behandlung, mussten viele sterben, da sie nicht in die Luftschutzbunker gelassen wurden.

Station 1: Der Winkelturm



Station 1 (Parkplatz unmittelbar vor Ort) führt euch zu einem Hochbunker, von welchem das Kraftwerk Goldenberg während der Fliegeralarme gesteuert wurde. Der Spitzbunker wurde im Volksmund auch Zuckerhut oder die Betonzigarre genannt und stellt eine der interessantesten und bizarrsten Luftschutzanlagen des zweiten Weltkrieges dar.
Während die meisten Ingenieure versuchten ihre Bunker unterirdisch zu bauen und mit dicken Betonwänden zu schützen, verfolgte der Ingenieur Leo Winkel eine andere Idee. Er entwickelte einen überirdischen Bunker in Turmform mit vergleichsweisen dünnen Wänden, der auftreffende Bomben ohne Explosion ableiten sollte. Zum anderen sollte die enormen Druckwirkung, die Bombentreffer unter der Erde entfalteten, ausgewichen werden, da sich die Druckwelle überirdisch in allen Richtungen frei verteilen konnte.
Insgesamt wurden rund 200 Winkeltürme gebaut. Obwohl sie häufig an strategischen Zielen lagen, wurde nur ein Turm zerstört. So retteten diese Türme vielen Menschen ihr Leben. Der Bunker kann nur durch den Zaun gesehen werden. Fotografieren ist hier übrigens verboten. Wer mehr über die Winkeltürme erfahren will, dem empfehle ich folgende Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Winkelturm
http://www.untertage-übertage.de/Winkeltuerme.html

Beantwortet an den Koordinaten folgende Fragen:

- Ihr seht hier eine Uhr. Auf wie viel Säulen steht diese Uhr (dicke mittige und dünne „Säulen“ zählen). Antwort = A

- Auf einer Gedenktafel findet ihr einen Mann mit Schnurrbart.
Wie viel Buchstaben hat sein Name. Antwort = B

- Ihr findet hier in einigen Meter Entfernung diverse ausgestellte Hinterlassenschaften der Energiewirtschaft. Eine davon stammt von der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellchaft. An dieser findet ihr ein Typenschild.

Einstellige Quersumme des Nennstromes = C
Einstellige Quersumme der Nennausschaltleistung = D

Weiter geht es mit dem Auto oder Fahrrad zum Parkplatz 2.

Station 2 und 3 führen euch zu einem vergessenen Friedhof, der in der lauten Hürther Industielandschaft fast schon von bizarrer Schönheit ist.



Station 2 findet ihr bei

N 50° 51.C(B-C)(A+C)
E 006° 51.(A-C-C)(B-1)A

Die Station erinnert an die Knapsacker Opfer des ersten und zweiten Weltkriegs.

- Anzahl der Steinkreuze auf der linken und rechten Seite der Ehrenanlage = E

- Alter der Hürther Bürgerin (eins der Steinkreuze) mit den Initialen C.S. = F

Station 3 findet ihr bei

N 50° 51. (A-C) F(A-C)
E 006° 51.(D-F)(E-B)(A+F)

- Der Weg zwischen Station 2 und 3 wird hinter dem Hochkreuz von bizarr anmutenden Bäumen (Platanen?) gesäumt, die ihre vielen Arme und Fäuste den Himmel entgegen recken.

- Anzahl dieser Bäume = G

Station 3 erinnert an das Schicksal der Russischen Kriegsgefangenen. In einem Massengrab liegen hier 106 russische Kriegsgefangene, die bei der Zwangsarbeit in der Hürther Industrie ihr Leben ließen. Das Schicksal der Kriegsgefangenen anderer Nationalitäten ist leider bereits in Vergessenheit geraten.

- Ihr findet hier auf einem Kreuz ein Monogramm von zwei ineinander verschmolzenen Buchstaben, die ihr in Buchstabenwerte verwandeln müsst.
Größerer Buchstabenwert minus kleinerer Buchstabenwert = H

- Auf einem Gedenkstein findet ihr einen roten Stern.
Anzahl der Zacken = I

Station 4 findet ihr bei

N 50° 51.(I-C)(H-C)I
E 006° 51.(H-A)(I+C)(H-F)

Hier findet ihr den verschlossenen Eingang zu einem der Bunker in dem die Hürther Bevölkerung im zweiten Weltkrieg Schutz suchte. Ihr findet hier große und kleine Scharniere.

- Anzahl der Großen Türscharniere = J

- Anzahl der kleinen Kasten-Scharniere = K

Das Finale findet ihr bei

N 50° 51.J(J+I)(G-I)
E 006° 51.(C+K)(F-K)(G-J-K)

passend zu dem Thema Bomben unter Trümmern. Da ich keinen guten Empfang hatte, können die Koordinaten leicht ungenau sein. Daher siehe Spoilerbild.

Viel Glück bei der Suche
KölscheRäuber

Additional Hints (Decrypt)

Fcbvyre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)