Einst hatte ich einen schönen Traum:
Da sah ich einen Apfelbaum,
Zwei schöne Äpfel glänzten dran;
Sie reizten mich, ich stieg hinan.
Der Äpfelchen begehrt Ihr sehr,
Und schon vom Paradiese her.
Von Freuden fühl ich mich bewegt,
Daß auch mein Garten solche trägt.
Der Goethe, der alter Schwerenöter... Jedenfalls: Äpfel sind schmackhaft und gesund und werden bei uns in der Regio von zahlreichen Obstbauern angebaut und vertrieben. Natürlich unterliegt auch der Obstanbau gewissen Trends. Beim Apfel derzeit "in": süß (der "Coca-Cola-Generation" geschuldet), knackig/bissfest, saftig und oft mit wenig ausgeprägtem Geschmack bzw. Würze (z.B. Fuji, Gala, Cripps Pink). Viele der alten deutschen Apfelsorten haben darunter zu leiden und werden nicht weiter kultiviert - nach und nach verschwinden sie aus den Regalen und aus der Landschaft.
Weiter verschärft wird die Situation durch den Anbau von sogenannten Clubsorten, deren Anbau nur in geschlossenen Vermarktungsclubs erlaubt ist (d.h. die Sorten stehen ohne Anbauvertrag dem einzelnen Anbauer nicht zur Verfügung und der Absatz erfolgt über Erzeugerorganisationen). Pro Kilogramm vermarkteter Frucht fallen Lizenzgebühren an, die in Marketingfonds fließen. Ziel dieser Strategie ist es, ein knappes Angebot zu schaffen, welches ein hohes Preisniveau rechtfertigen soll.
Hier vor Ort scheint die Welt noch in Ordnung und nicht zuletzt deshalb wurde dem Apfel auch gleich noch ein Denkmal gesetzt.
Der Cache der 10,5 Liter-Klasse enthält Logbuch, Bleistift+Spitzer, eine super funktionierende Voodoo-Puppe für den Erstfinder und Tauschkram für die Kleinen.