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Industriestadt Neustadt-Glewe - Betonwerk, Mühlen Traditional Cache

This cache has been archived.

ApproV: Da es hier seit Monaten keinen Cache zu finden gibt, archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches in dieser Gegend blockiert.

Falls du den Cache innerhalb der nächsten drei Monate reparieren oder ersetzen möchtest, schreibe mir bitte per E-Mail. Sofern der Cache den aktuellen Guidelines entspricht (also inklusive Abstandsregel), hole ich ihn gerne wieder aus dem Archiv.

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Hidden : 6/18/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

ACHTUNG: Neue Koordinaten seit dem 03.11.2013!


Auch wenn es heute unglaublich klingt und nur noch ganz wenige Spuren davon zeugen: Neustadt-Glewe ist die älteste Industriestadt Mecklenburgs.

Zur Reihe:
In jüngerer Vergangenheit, d.h. in der 2. Hälfte des 20. Jh. hatten die "modernen" Neustädter Werke in der Summe am Ende mehr Beschäftigte, als die Stadt selbst Einwohner hatte. Zu diesen zählten die großen drei, also Lederwerk, Fernmeldewerk, Hydraulik, aber auch eine Reihe kleinerer Werke wie ACZ, VEG, Betonwerk, Tieraufzuchtmittelwerk, zu denen sich zuletzt auch noch die Geothermie gesellte.

Woher kamen die Arbeiter? Aus der Stadt und aus dem näheren und weiteren Umland. Ein reger Bus- und Bahnverkehr ermöglichte dieses. Ende der 70er Jahre sprach man sogar von der "Dreistadt Neustadt - Ludwigslust - Grabow". Während Neustadt darin den industriellen Teil darstellt, Stand Grabow mit Pfeffernuß, Brauerei und z.B. Goldleiste für Nahrungsmittelproduktion und Leichtindustrie. Ludwigslust als Kreisstadt stellte dagegen den Verwaltungs- und Ämter- sowie mit Krankenhaus und Polyklinik den medizinischen Schwerpunkt der Region. Natürlich verwischten sich diese Dinge etwas, wenn man an die BAMA oder Fleischwaren in Lulu oder das Lazarett in Neustadt denkt, aber im Groben traf das so zu.

Historisch gesehen liegen die industriellen Wurzeln Neustadts jedoch weit tiefer. Wer sich zum Burgtor begibt, findet davor stehend linkerhand eine Schautafel, welche über einen Teil der historischen Eisen- und Hüttenindustrie in Neustadt berichtet.

Die Neustädter Eisenwerke produzierten also nicht nur Ofenplatten und das Metallgeländer an der Schweriner Schlossbrücke, sondern auch Kanonenkugeln für den Kampf Schill und Wallensteins um Stralsund. Selbst Cortez soll in Südamerika schon in Neustadt gegossene Kugeln aus Raseneisenerz der Lewitz eingesetzt haben, verhüttet auf Feuern, gespeist mit den einst als unerschöpflich geltenden Gehölzen der Waldlewitz.

Im Text besagter Schautafel wurden jedoch die Johann-Albrecht-Werke vergessen, die die Neustädter Eisenindustrie-Tradition noch weit in das 20. Jh. hinein u.a. als Produzent von Eisenbahnwagen fortsetzten. Die alte Goethe-Oberschule wurde auf den Fundamenten der Werksschmiede errichtet und unterm heute verschwundenen Thälmann-Gedenkstein auf dem heutigen Scholl-Platz (warum wurde der namentlich eigentlich vom Schloss zum heutigen Ort verlegt??) soll sich immernoch die alte Eisenbahn-Drehscheibe der Albrechtwerke befunden haben.

(Diese Informationen entstammen neben der auf der Tafel genannten Quellen u.a. auch einer Stadtchronik des Lehrers Prorepp von 1912, Original im Privatbesitz, die auch als Replik zum 725jährigen Stadtjubiläum einst käuflich erhältlich war)


Bounushinweis der Reihe:
Wer den Bonus dieser kleinen Reihe heben möchte, möge bitte das auf den Tafeln am Burgtor genannte Jahr erkunden, in dem Wallenstein die seit 1503 nachweisbaren ältesten Eisenwerke in Rüstungsbetriebe umwandelte.


Zum Cache:

Das Betonwerk
ist eines der wenigen Werke, die bis heute Bestand haben.

Weitere historische oder aktuelle Informationen zum Werk ergänze ich hier gern, wenn mir diese gegeben werden. Oder ergänzt diese einfach im Log. Ich werde sie dann hier im Listing zusammenfassen.

Der Cache liegt aus Gründen der Grundstücks-Eigentumslage nun HINTER dem Werk. Dafür kommt ihr zum Loggen nun aber an einen der schönsten Plätze der Stadt und (man glaubt es kaum) befindet euch dort immernoch mitten in der Stadt! Außerdem vertritt der Cache nun auch stellvertretend die historischen, mit Wasserkraft angetriebenen Hütten und Mühlen, deren letzter Vertreter wohl das nun auch recht nah gelegene E-Werk war.

Um diesen Cache zu loggen, müsst ihr jedoch völlig anders navigieren, als wenn ihr zum Werkseingang des Betonwerkes (siehe Bonus-Referenzpunkt) wolltet. Beachtet bitte die angegebene Parkkoordinate. Dichter heran kommt ihr wirklich nicht mit dem Cachermobil, aber vielleicht könnt ihr am Parkplatz noch etwas anderes gleich erledigen. Ein kleiner Fußmarsch von ca. 300m führt euch entlang eines alten Treidelpfades. Bei nassem Wetter oder Gefahr feuchten Grases bitte die Sonntags-Pumps in die Hand nehmen!


Bonushinweis des Caches:
Gesucht ist die heute gebräuchliche Abkürzung für das Betonwerk, sichtbar auf dem Fabrikschild, vom Bonus-Wegpunkt aus sogar aus dem Auto, vor der MKS-Halle stehend, lesbar. (3 Buchstaben)

Additional Hints (Decrypt)

mjvfpura qra Mrura qre Unfraxrhyr

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)