Eins vorweg: Die Tribüne auf dem Kirschfelsen exisitiert seit 2019 nicht mehr. Sie wurde aus Sicherheitsbedenken von der Stadt Annweiler abgebaut. Die Aussicht auf dem Kirschfelsen ist auch ohne Tribüne ein Genuss. Der Titel des Caches bleibt unverändert. Bei diesem Cache handelt es sich um einen 9 km-Wandermulti mit Anstiegen von insgesamt 340 Höhenmetern und sieben Stationen. Der Weg kann je nach Witterung vor allem am Kaltenbach entlang sehr feucht und dornig sein. Gutes Schuhwerk und lange Hosen sind am Triftweg des Kaltenbachs sicher von Vorteil. Auch auf mögliche Zecken wird an dieser Stelle besonders hingewiesen, zumal es am Bachlauf auch mal durch das hohe Gras geht. Dies sollte man beachten. Beim Auslegen hatte R2 Einheit eine Zecke mit nach Hause gebracht. Ferner sei darauf hingewiesen, dass es zur Zeit keine Einkehrmöglichkeiten mehr auf dieser Wanderung gibt, denn das Annweiler Forsthaus ist seit einigen Monaten nicht mehr bewirtschaftet. Verpflegung ist daher mit auf die Tour zu nehmen. Picknickplätze gibt es aber hinter dem Forsthaus reichlich.
Die Stationen sind nicht schwer zu finden und zu lösen (reine Zählaufgaben). Der Weg ist das Ziel. Der Cache ist aufgrund der Wegstrecke (Bach, Spielplatz am Forsthaus, schöne Kletterfelsen rund um den Kirschfelsen) besonders für Kinder geeignet. Wir haben den Cache im Rahmen einer Wanderung der Familiengruppe des DAV Landau ausgelegt. Den Kindern von 6 - 13 Jahren hatte die Tour auf jeden Fall gut gefallen.
Wir haben vor allem nach der letzten Station am Zwieselkopf einige Wegpunkte angegeben, denn in diesem Teil des Waldes gibt es keine Ausschilderung bei den vielen unübersichtlichen Wegkreuzungen. Alle Fragen zu den insgesamt sieben Stationen findet ihr in den Waypoints.

Wir starten unsere Tour am Parkplatz Zwiesel im Wellbachtal. Nach Station 1 geht es auf der anderen Seite des Kaltenbachs der Rot-Weißen-Markierung nach bis zum Wegpunkt, wo man auf den Hauptweg verläßt und dem ausgeschilderten Triftweg (blaues Schild) entlang des Bachs folgt. Nach Station 2 und 3 am Kaltenbach geht man über eine Holzbrücke auf der nördliche Bachseite und folgt nun der Blau-Gelben-Markierung bis zum Annweiler Forsthaus. Auf dem Weg dorthin passiert man Station 4 an dem aufgestauten Schneiderwoog sowie dem Tradi „Biker Point 2“.
Am Annweiler Forsthaus gibt es schöne Plätze zum Spielen und Rasten, wobei die Holzbänke und –tische schon ganz schön verwittert sind. Danach folgen wir der Wegmarkierung Nr. 1 auf dem Bergrücken zum Kirschfels. Die Wanderkarte am Annweiler Forsthaus (Station 5) ist verwirrend, denn unser Weg hat auf der Karte die Nr. 3. Also laßt euch nicht täuschen, denn an den Bäumen sind weißen Kreise mit der schwarzen Nummern anders angegeben. Ihr folgt auf jedem Fall nach den Parkplätzen der Nr. 1.

Durch ein schönes junges Eichenwäldchen erreichen wir dann den Aussichtspunkt Kirschfels. Bis 2009 stand hier noch ein hoher Holzturm, der allerdings wegen der sehr wackeligen Konstruktion abgebaut werden musste. Auf dem Sockel des Turms wurde eine Trbüne mit einer fantastischen Aussicht auf den Pfälzerwald errichtet. Ihr entdeckt die Spitze des Trifels, den Rehberg und darunter den Asselstein, wenn ihr geradeaus schaut. Man kommt sich hier vor wie in der ersten Reihe in der Kirschfels-Arena. Nach Station 6 am Kirschfels lohnt sich auf jeden Fall der Abstecher zum nahegelegenen Tradi „Spidercave“. Das war für die Kids des DAV das absolute Highlight. Für die Kinder war es ein Spaß, den Höhleneingang zu finden.

Wir verlassen den Kirschfels und steigen zu einer Schutzhütte am Zwieselkopf ab. Hier ist die letzte Station 7, bei der ihr dann mit den gefundenen Ergebnisse A bis G das Finale wie folgt berechnen könnt (zur Kontrolle: die Summe A bis G = 104). Die Formel wurde nach Finalverlegung am 16.08.2015 geändert:
N 49.14.(E*(B+C)-60)
E 007.53.((A+G)*(D+F)-50)
Wer Schwierigkeiten mit dem Finden der Dose hat, dem sei das Spoilerbild empfohlen. Teilweise recht steil geht es dann über den Schlesierbrunnen zurück zum Parkplatz.
Wenn ihr mal keine Lust auf einen überlaufenen Wald am Haardtrand habt, dann werdet ihr auf dieser sehr wenig frequentierten Strecke eure Freude haben. Auf dem ganzen Weg hatten wir weder Menschen- noch Handyempfang. Wir wünschen euch viel Spaß im Annweiler Stadtwald.
semjon22 & R2 Einheit