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Braunkohleabbau in Bärnbach-Oberdorf EarthCache

Hidden : 7/12/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:



Das ehemalige Tagbaugelände in Oberdorf.

Braunkohle



Entstehung


Kohle ist im Laufe vieler Millionen Jahre aus abgestorbenen Landpflanzen entstanden, die ähnlich wie Erdöl in tiefen Erdschichten unter Sauerstoffabschluss hohen Drücken und Temperaturen ausgesetzt waren. Dieser Vorgang heißt Inkohlung und läuft in mehreren Phasen ab, man spricht von der sogenannten „Inkohlungsreihe“. Die dabei entstehenden Produkte werden auch als Stufen der Inkohlung(sreihe) bezeichnet.
Zunächst entsteht Torf, die 1. Stufe der Inkohlungsreihe, durch Pilze und Bakterien, die die Pflanzen in Humus umwandeln (Biochemische Phase).
Torf besitzt einen hohen Wassergehalt und enthält viele Pflanzenreste.
Der Torf wird zusammengepresst und entwässert, und der Kohlenstoffanteil steigt rasch von ca. 40% auf über 60%. Durch Einwirkung der Erdwärme beginnt die Geochemische Phase: Der Wassergehalt nimmt weiter ab (75% am Übergang Torf-Braunkohle, 10% am Übergang Braunkohle-Steinkohle), der Kohlenstoffanteil nimmt weiter zu.
Die zweite Stufe der Inkohlungsreihe ist Braunkohle. Ihr Kohlenstoffgehalt liegt bei etwa 70%.
Steinkohle ist die dritte Stufe. Sie ist härter und dunkler als Braunkohle, ist oft glänzend, und besitzt einen Kohlenstoffgehalt von ca. 80%.
Am Ende der Inkohlungsreihe steht Anthrazit, die hochwertigste Kohlensorte. Sie besitzt eine große Härte und einen Kohlenstoffgehalt von über 90%. Vereinzelt kann sich sogar Graphit bilden.

Entstehung der Kohle in diesem Gebiet


Vor dem Ende der Alpen-Hauptfaltung war die Köflach-Voitsberger-Bucht ein riesiger Gebirgssee zwischen den aufgefalteten Kämmen, der aber bald zu versumpfen begann. Die Pflanzen starben ab, die daraus entstandene organische Substanz vertorfte und wurde durch den Druck überlagernder anderer Sedimente zu Braunkohle umgewandelt (siehe auch den Abschnitt zur Entstehung der Braunkohle). Analysen der Kohle ergaben, dass die Kohle aus Pflanzengesellschaften der Uferzonen des Sumpfwaldes, des Buschmoores und eines gemischt-mesophytischen Waldes entstand.

Durch Plattenbewegungen und Verkarstung enstanden mehrere, kohleführende Mulden, in denen bis zu drei Kohleflöze (ein Flöz ist eine ausgedehnte Lagerstätte eines Rohstoffes, die parallel zur Gesteinsschichtung verläuft) mit stark wechselnder Mächtigkeit vorhanden. Da diese sich verschiedentlich aneinanderlegen, wuchs die Gesamtmächtigkeit der Braunkohleschichten bis 70 Meter und darüber.

Verwendung


Braunkohle wird hauptsächlich als fossiler Brennstoff zur Stromerzeugung verwendet. Hier im Bezirk wurde die ÖDK Voitsberg, ein Dampfkraftwerk, mit Braunkohle aus der Umgebung betrieben.
Aufgrund zurückgehender Kohlevorkommen wurde es 2006 geschlossen und wird seit Anfang 2013 abgerissen.
Näheres dazu hier: Braunkohlerevier Voitsberg-Köflach/Dampfkraftwerk

Aussehen und Struktur


Braunkohle (auch „Turff“ genannt) ist ein braun- bis schwarzfarbiges, lockeres Sedimentgestein, das aus Torf enstanden ist.
Sie ist die zweite Stufe der Inkohlungsreihe (siehe Abschnitt über die Entstehung). Braunkohle hat meist eine holzähnliche, faserige Struktur, die manchmal noch gut sichtbar ist.
Die Hauptentstehungszeit der Braunkohle ist das Tertiär, die erdgeschichtliche Zeit vor etwa 65 bis 2 Millionen Jahren. Da Braunkohle erst die zweite Stufe der Inkohlung ist, unterscheidet sie sich qualitativ von der Steinkohle (3. Stufe) und besitzt in rohem Zustand ca. ein Drittel ihres Heizwertes (ca. 8 MJ/kg), in getrocknetem Zustand besitzt sie ca. zwei Drittel des Heizwertes von Steinkohle.
Außerdem findet man oft Fossilien und nicht verkohlte Holzschichten (Stubbenhorizonte) in der Braunkohle.
Auch in Oberdorf wurden kleinere Fossilien sowie Fossilien-Reste gefunden.


Geschichtliches


Allgemeines


Der Braunkohle-Abbau hat den Bezirk Voitsberg sehr geprägt und viele Arbeitsplätze geschaffen.
Vieles in der Region zeugt noch vom ehemaligen Bergbau, und viele Caches wurden bereits an Orten ausgelegt, die mit dem Bergbau zu tun haben.

Geschichte des Bergbaus


Um 1764 wurden Braunkohlevorkommen in Oberdorf entdeckt, mit dem Abbau wurde um 1800 begonnen. Der Abbau erfolgte viele Jahre unter Tage im sogenannten „Moritz-Stollen“. In den 1970er Jahren wurden bei Probebohrungen in Oberdorf im Tagbau abbaubare Kohlevorkommen entdeckt, 1977 wurde der „Großtagebau Oberdorf“ eröffnet, am 18. Juli 2003 erfolgte die letzte Kohlung, der Tagbau wurde geschlossen und rekultiviert.




 photo Voitsberg.jpg
Blick auf den damals noch im Betrieb befindlichen Tagbau Oberdorf


Weiterführende Informationen über die Geschichte des Braunkohleabbaus in der Region findet ihr bei den „Braunkohlerevier“-Caches von guaneri.


Logbedingungen


Beantwortet die folgenden Fragen per Email an bennichrissii@gmx.at oder kontaktiert uns über unser Profil:
Stage 1 (Headerkoordinaten):Was könnt ihr im überdachten, einem Stollen nachempfundenen Bereich von der Braunkohle sehen? Beschreibt das Aussehen der "Dinge" und nennt uns die Anzahl.
Nun geht über die Wege zu Stage 2 wo man noch einen nicht abgebauten Rest der Kohleschichten findet.

Stage 2: Beschreibt Aussehen, Ausrichtung (Himmelsrichtungen) sowie Länge und Dicke der Kohleschichten. Im Sommer ist der Bereich unmittelbar um Stage 2 von hohem Gras umgeben, festes Schuhwerk ist nicht unbedingt erforderlich, aber empfehlenswert.


Ihr braucht unsere Antwort nicht abzuwarten, wir melden uns, wenn etwas nicht stimmt.
Über Fotos von euch im Tagbaugelände würden wir uns auch sehr freuen, auch wenn es keine Logbedingung ist.
Wenn ihr ihn nicht bereits gefunden habt, könnt ihr diesen Cache mit unserem Multi Montanhistorischer Wanderweg "Braunes Gold" kombinieren, er führt euch bis zu den Headerkoordinaten des Earthcache und wieder zurück.

Additional Hints (No hints available.)