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An den oben genannten Koordinaten findet man den Cupetiusstein. Stellt man sich direkt davor und nimmt an, dass die jetzige Blickrichtung genau Norden wäre, dann müsste man ca. 45° peilen und etwa 15 m laufen, um den Behälter zu finden. Alles klar? Stift mitbringen!
Einige Stationen befinden sich in einem Nationalpark oder in einem Naturschutzgebiet. Bitte verlasst dort nicht die offiziellen Wege, pflückt keine Blumen, erschreckt keine Tiere und klettert nicht auf Bäume. Zum Auffinden der Stationen ist all dies nicht erforderlich.
Zur Geschichte:
Der "Cupetiusstein" erinnert an den Waldarbeiter Johann Gottlieb Cupetius (geb. 1778), der hier am 17.Juni 1834 verstarb. Dank des weißen Anstriches der Vorderseite und der dunklen Hinterlegung der Buchstaben kann man den Text des Gedenksteines heute wieder ohne Probleme lesen.
Er lautet:
Hier endete Johann Gottlieb Cupetius am 17. Juni 1834. Abends in der 9ten Stunde an einem Blutschlage sein irdisches Dasein.
Auf der Rückseite steht:
Dieses Denkmal setzte dem verblichenen J.G.A.K.
Cupetius stammte aus Neudorf, einem Ortsteil von Hinterhermsdorf und war ein Häusler, d.h. er gehörte der ärmeren Schicht des Dorfes an. Umso bemerkenswerter erscheint es, dass man ihm diesen aufwändigen Stein stiftete.
Nach Manfred Schober (in: Die Botenfrau, 2002) wurde der Gedenkstein von den Kollegen des Verstorbenen errichtet.
[...] Cupetius war ein Häusler in Neudorf, einem Ortsteil von Hinterhermsdorf. Am Dienstagabend des 17.Juni befand er sich mit seinem Kameraden Gulke auf dem Heimweg von der Holzarbeit. Unter dem Hohberg wollte er sich ein Weilchen ausruhen, als ihn der Schlagfluß traf. Hier starb er abends in der 9.Stunde im Alter von 55 Jahren, 7 Monaten und 18 Tagen. Am 20.Juni beerdigte man ihn mit Predigt und Abdankung in Hinterhermsdorf. Er "hinterläßt außer der Ehefrau u. deren Bruder als Schwager noch einen Stiefbruder in Ottendorf, welcher älter ist und Kinder hat."
Der Verstorbene gehörte zur Dorfarmut und seine Herkunft war dem Pfarrer so bemerkenswert, daß er sie im Sterbebuch niederschrieb.
Der Vater war "ein wegen Duells geflüchteter Offizier und Graf aus Prag gewesen u. hat sich als Roßarzt eine Zeit lang in Ottendorf aufgehalten, (ist) dann aber als Bedienter bei dem Commandant auf dem Königstein gewesen." (Seyffrath 2000)
Quelle: http://www.suehnekreuz.de/sachsen/hinterhermsdorf.htm