Willkommen im „Land der Weißen Berge“
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Welcome to “The Country of the White Mountains”
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Teil 1: „Monte Kali“:
Nahe dem Städchen Heringen trohnt der mächtige „Monte Kali“ über dem Werratal.
Dieser Earthcache soll die geologische Geschichte, die sich hinter dieser imposanten Erscheinung verbirgt, etwas genauer erklären.
Wie kommt das Salz in die Erde und wieso gibt es heute hier Kali-Berge?
Die Barrentheorie:
Vor etwa 250 Millionen Jahren bedeckte ein salzhaltiges Binnenmeer, das sogenannte Zechsteinmeer große Teile Mitteleuropas. Es verfügte nur über eine schmale Verbindung zum offenen Meer. In dieser Meerenge befanden sich Schwellen (Barren), die den Zufluss von Frischwasser aus dem Ozean behinderten oder ganz unterbanden. Da zu dieser Zeit in Europa ein trockenes und warmes Klima herrschte, verdunstete das Wasser des Binnenmeeres wie in einer Siedepfanne. Durch die Verdunstung stieg der Salzgehalt des Wassers und Mineralien kristallisierten sich heraus, darunter auch Steinsalz sowie Kali- und Magnesiumsalze. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrere Male. Die Salzablagerungen erreichten im Laufe von Millionen Jahren eine Mächtigkeit von mehreren hundert Metern, wobei die Kaliflöze selbst nur wenige Meter mächtig waren. In weiteren Millionen Jahren legten sich wasserundurchlässige Schichten über diese Ablagerungen, die eine Auflösung der Salze verhinderten. |
Part 1: “Monte Kali”
Close to the little town of Heringen sits the "Monte Kali" enthroned over the Werra valley.
This Earthcache will explain the geological history which lies behind this imposing appearance.
Where does salt come from and why are here potash mountains today?
The barrier theory:
About 250 million years ago, a salty inland sea, called the Zechstein Sea covered much of central Europe. It had only a narrow connection to the open sea. In this strait were humps (barriers), which hindered the inflow of fresh water from the ocean or even completely stopped it. At that time, there was a dry and warm climate in Europe - which evaporated the water of the inland sea like a boiling pan. Due to this evaporation the salt content of the water increased and minerals crystallized out, including rock salt, potash and magnesium salts. This process was repeated several times. The salt deposits reached over millions of years a thickness of several hundred meters and the potash seams themselves were only a few meters thick. In another million years impermeable layers deposited on these deposits and prevented the dissolution of the salts.
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Barrentheorie
Zechsteinmeer
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Kalibergbau:
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann man Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Kalidünger auch südlich des Harzes nach Kalivorkommen zu suchen.
Im Werra-Fulda-Revier wurde man 1893 in Kaiseroda erstmals fündig. In den folgenden Jahren wurde ein Schacht nach dem anderen abgetäuft, so auch in Heringen der Schacht Grimberg, der das Kaliwerk Wintershall mit Salz versorgt.
Heute gehört der Standort Wintershall zum „Werk Werra“ der K+S Kali GmbH. Hier stellen Kali- und Magnesiumsalze einen Anteil von etwa einem Drittel am geförderten Rohsalz. Allerdings sind diese Wertstoffe fest mit dem Steinsalz verwachsen. Sie werden in der Fabrik vom Steinsalz getrennt. Vorallem mit dem von K+S selbsentwickelten Elektrostatischen Aufbereitungsverfahren (ESTA) ist es gelungen, durch ein trockenes Trennverfahren das Aufkommen an salzhaltigen Abwasser drastisch zu reduzieren. Das abgetrennte Steinsalz wird auf Halden transportiert und dort abgelagert. So ist auch der „Monte Kali“ entstanden. Die Kaliberge bestehen also nicht aus Kalisalz sondern aus mineralisch verunreinigtem Steinsalz.
Weitere Informationen erhält man auf den Hinweistafeln am Parkplatz.
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Potash mining:
Towards the end of the 19th century people started looking after potash south of the Harz mountains due to the rising demand for potash fertilizers. In the Werra-Fulda territory they found it for the first time in 1893 at Kaiseroda. In the following years, one mine after another was digged- in Heringen the mine Grimberg which supplies the Wintershall potash factory with salt.
Today the Wintershall site belongs to the "Werk Werra" of K + S Kali GmbH. Here potash- and magnesium-salts are about one third of the subsidized crude salt. However, these valuable materials are firmly fused with the rock salt. They are separated from the rock salt in the factory. Especially with the electrostatic separation process (ESTA) invented by K + S, people have been able to drastically reduce the volume of saline wastewater . The separated rock salt is transported and deposited in mounds - thats's how the "Monte Kali" has emerged! The potashmountains didn’t consist of potash, they are made from mineral contaminated rock salt.
You will find further information on the signs in the parking area.
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Kalilagerstätte im Werrarevier (Flöz Hessen und Thüringen - rote Linien)
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Ich empfehle jedem der Lust und Zeit hat, den „Monte Kali“ auch zu besteigen.
Die Besteigung ist nur mit einem "Bergführer" möglich. Tickets gibt es nur im Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen. Dieses organisiert Führungen für Gruppen ab 10 Personen (nach Voranmeldung) und zu festen Zeiten auch für Einzelbesucher.
Die Bergbesteigung findet für einzelne Besucher immer Mittwoch und Sonntag um 15.00 Uhr statt.
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An advice to everyone who has the time and desire is to climb "Monte Kali: ”.
The hike is just possible with a "guide". Tickets are available at the Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen. There are organized guided tours for groups of 10 people (by appointment) and at fixed times for individual visitors. Climbing for individual visitors is available on Wednesday and Sunday at 15.00 pm.
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Kontakt/Contact:

Werra-Kalibergbau-Museum
Dickesstraße 1
36266 Heringen(Werra)
Telefon 06624/919413
Telefax 06624/919414
www.kalimuseum.heringen.de
Teil 2: „Wackenbühl“:
Nicht weit entfernt vom Heringer Wahrzeichen „Monte Kali“ liegt ein Basaltkrater im Wald versteckt. Selbst viele Einheimische kennen diese geologische Formation nicht (mehr)…
Vor etwa 6 bis 11 Millionen Jahren gelangten durch Spalten glutflüssige Gesteinsschmelzen in oberflächennahe Gesteinsschichten oder traten sogar an der Erdoberfläche aus. Diese Basaltvorkommen aus dem Tertiär sind für die Rhön, Vogelsberg, Knüll, Habichtswald und Hohen Meißner verantwortlich. Mit dem Wackenbühl besitzt Heringen eines der am weitesten nördlich gelegenen Basaltvorkommen, die dem Rhönvulkanismus zugeordnet werden. |
Part 2: „Wackenbühl“:
Not far away from the Heringen landmark "Monte Kali" there is a basalt crater hidden in the woods. Even many locals don’t know about this geological formation (not any more)…
About 6 to 11 million years ago molten rock passed through columns near the surface layers of rock or even stepped out at the surface. This basalt deposits from the Tertiary are responsible for the (average mountains) Rhön, Vogelsberg, Knüll, Habichtswald and Hohe Meissner. With the Wackenbühl crater - Heringen has got one of the most northern located basalt deposits associated with the Rhönvolcanism.
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Geologischer Ausschnitt der Rhön
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Normalerweise sind die Vulkane aus dem Tertiär so weit erodiert, dass ihre Kraterform nicht mehr zu erkennen ist. Aber dieser “Krater“ wurde früher zur Basaltgewinnung genutzt. Hier findet man unter dem Laub der umliegenden Buchen einen Querschnitt durch den Krater.
!!!ACHTUNG!!!
Fallt bitte nicht in den Krater – es sind keine Geländer mehr vorhanden!
Der Pfad um den Krater ist teilweise nur ein schmaler Grat.
Ihr handelt auf eigene Gefahr!
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Normally, the volcanoes of the Tertiary are so much eroded that their crater form can no longer be recognized. But this crater was formerly used for basalt extraction, and you will find a cross section through the crater under the foliage of the surrounding beech trees.
!!!ATTENTION!!!
Please do not fall into the crater - there are no handrails available!
The trail around the crater is partly just a small ridge.
You act at your own risk!
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Um diesen Cache zu loggen, erfüllt bitte folgende Aufgaben:
Teil 1: „Monte Kali“
Bitte beantwortet folgende Fragen:
Wie alt ist das Salz vom Monte Kali? (in Mio. Jahren)
Wie hoch ist die genehmigte Endhöhe über NN? (in m)
Teil 2: „Wackenbühl“
-vom Koordinatenpunkt „Wackenbühl“ 268° peilen und 138m in diese Richtung gehen
-Welche Farbe hat der umliegende Basalt und wie alt ist er?
-umrundet den Krater und bestimmt die Gesamtlänge des zurückgelegten Weges (in m).
-berechnet die Gesamtfläche des Kraters (in m⊃2;)
Bitte sendet mir eine Email mit euren Antworten.
Wenn ihr möchtet, macht ein Foto von eurem GPS-Gerät und dem „Monte Kali“ / Krater
Nachdem ihr eure Antworten gesendet habt, könnt ihr euren Besuch sofort loggen (wartet nicht auf meine Bestätigung). Sollten Eure Antworten nicht korrekt sein, werde ich mich schon bei euch melden. Logs ohne Mail mit den Antworten werden leider wieder gelöscht. Viel Glück :-)
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To log this cache complete following tasks:
Part 1: „Monte Kali“
Please answer the following questions:
How old is the salt on Monte Kali? (in million years)
What is the approved final height above sea level of Monte Kali? (in m)
Part 2: „Wackenbühl“
-at the coordinates „Wackenbühl“ sight 268° and go 138m in this direction
Which colour has the surroundnig basalt and how old is it?
-walk around the crater and measure the trail (in m)
-calculate the base area of the crater in (m⊃2;)
Please send me an e-mail with your answers.
If you like, take a photo of your GPS unit and the “Monte Kali” / crater.
Immediately log your visit after having sent over the answers (you dond't have to wait for my confirmation). I will contact you if there are errors in your answers. If I don't get your e-mail, I will have to delete your log. Good luck :-)
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