Gratlspitz - Der Berg der bunten Steine EarthCache
Gratlspitz - Der Berg der bunten Steine
-
Difficulty:
-
-
Terrain:
-
Size:
 (other)
Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions
in our disclaimer.
Dieser Earthcache bringt euch die geologische Beschaffenheit des Gratlspitzes ein wenig näher. Zusätzlich könnt ihr selbst nach Gesteinen/Mineralien suchen und versuchen, diese zu beschreiben. An dem Berg wurde über viele Jahre Silberbergbau betrieben. Einige Stolleneingänge und Geröllauswürfe sind auch heute noch gut sichtbar.
Gesteine im Gebiet des Gratlspitzes

Gipfelkreuz des Gratlspitzes
Rund um den Gratlspitz sind insbesondere die nachstehenden Gesteine vorzufinden:
Wildschönauer Schiefer i.w.S.
Darunter versteht man paläozoische, dem älteren Erdaltertum zuzurechnende Phyllite (= ein feinkristallines, dünnschiefriges, meist blättriges Sedimentsgestein mit Korngrößen unter 0,02 mm; auch als Tonglimmerschiefer oder Urtonschiefer bekannt). Sie liegen südlich der Linie Bruck am Ziller - Südfuß des Reither Kogels - Wölzenberg - Naschberg - Hausberg - Kienzenhofer Kogel, wobei die Grenze zum nördlich anschließenden Schwazer Dolomit sehr kompliziert verläuft und vielfach "Schieferkeile" tief in dieses und auch jüngere Gesteine hineinreichen können, etwa am Gratlspitz.
Quarzite
Sie stellen die sedimentäre Basis des Schwazer Dolomits dar [Sedimente und Sedimentgesteine, auch Ablagerungsgesteine oder Schichtgesteine genannt, entstehen durch Sedimentation, also die Ablagerung von Material an Land und im Meer (terrestrische und marine Sedimente)]. Quarzite sind fein- bis mittelkörnige metamorphe (= umgewandelte) Gesteine, die mit Quarzgehalten ab 98 Prozent definiert sind. Sie zeichnen sich durch relativ große Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen aus.
Schwazer Dolomit
Der Schwazer Dolomit kann in fast allen Grautönen zwischen weiß und schwarz auftreten, wobei seine durchschnittliche Helligkeit dem Farbton hellgrau entspricht. Am Tage wittert dieses Gestein durchwegs etwas gelblich an. Rote Varietäten sind besonders im Raume Brixlegg - Rattenberg recht häufig und stellen in Wechsellagerung mit helleren Gesteinsabschnitten in der Gruppe und auch obertags ein manchmal recht farbenfrohes Bild dar. Der Schwazer Dolomit tritt vielfach als eher feinkörniges Gestein auf. Ein geringer Quarzgehalt ist durchwegs zu bemerken, wobei dieser in den grauen Dolomitgesteinen meist niedriger ist als in den rötlichen Varietäten. Der Schwazer Dolomit ist im Vergleich zu den schieferigen Gesteinen als vegetationsfeindlich (einfach gesagt: „es wachsen keine Pflanzen darauf“) zu bezeichnen.
Alpiner Buntsandstein
Diese typisch roten Sedimente im Gelände fallen sofort auf. Sie entsprechen nur teilweise einem echten Sandstein. Stellenweise ist auch Gipsgehalt zu erkennen. Diese Schicht tritt vor allem am Beginn des Pfades Richtung Gratlspitz auf (siehe Wegpunkt "TH"/"START")!
Sonstige Minerale, Erze
Folgende Erzminerale kann man entdecken:
Azurit
Azurit, auch Bergblau, Chessylit oder Kupferlasur genannt, ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Carbonate. Es findet sich meist in Form kleiner, im Gestein eingebetteter, Kristalle.

Malachit
Malachit ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Carbonate. Es entwickelt meist massige oder traubige, gebänderte Aggregate (= sind Verwachsungen von Kristallen entweder einer oder mehrerer Mineralarten), seltener nadelige, prismatische Kristalle in ausschließlich grüner Farbe in allen Variationen von Blass- bis Dunkelgrün.

Tetraedrit (Antimonfahlerz oder dunkles Fahlerz)
Tetraedrit, auch unter der bergmännischen Bezeichnung dunkles Fahlerz, Schwarzerz oder Antimonfahlerz bekannt, ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfide und Sulfosalze“. Es entwickelt meist undurchsichtige, stahlgraue bis schwarze Kristalle in Tetraederform (= Vierflächig).

Schwazit (Quecksilberfahlerz oder Hermesit)
Wenn wir nun vom Fahlerz sprechen, ist vom Antimonfahlerz bzw. Tetraedrit die Rede. Enthält dieser deutliche Mengen Quecksilber (Hg), bezeichnet man diese Varietät als Schwazit.

Bildquelle: http://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1187545564
Kupferkies
Kupferkies ist ein sehr häufig anzutreffendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfide und Sulfosalze“. Es entwickelt meist tetraedrische (= vierflächige) Kristalle, aber auch massige oder traubige Aggregate in gold- bis messingähnlicher Farbe.

Baryt (Schwerspat)
Baryt ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse „Sulfate (und Verwandte)“.

Gips
Gips, geologisch auch Gipsspat und chemisch Calciumsulfat, ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfate (und Verwandte)“. Es entwickelt meist tafelige, prismatische bis nadelige Kristalle, aber auch körnige bis massige Aggregate.
Quelle und vertiefende Literatur: Wikipedia sowie "Brixlegg - eine Tiroler Gemeinde im Wandel der Zeiten", herausgegeben von der Marktgemeinde Brixlegg, 1988
Bilder ohne Verweis stammen ebenfalls von Wikipedia!
Gebirgsbildung
Nach heutigem Verständnis ist die Gebirgsbildung mit wenigen Ausnahmen auf plattentektonische Vorgänge zurückzuführen. Die Art des Gesteins, sein inneres Gefüge und der Wassergehalt der beteiligten Sedimente beeinflussen den Vorgang, ebenso äußere Einflüsse wie klimatische Faktoren und Erosionsprozesse. Sie bestimmen darüber, welche Form ein Gebirge (Orogen) annimmt, wie hoch es bei einer bestimmten Hebungsrate wird, und wie lange sein Aufbau oder seine allmähliche Einebnung dauern.
Quelle: Wikipedia
Hydrothermale Bildung
Hydrothermal bezeichnet den Bildungsbereich von Mineralen aus gas- und salzhaltigen wässrigen Lösungen zwischen deren kritischem Punkt (ca. 375°C) bis zum Absinken der Temperatur bis ca. 30°C. Hydrothermen können magmatischer, metamorpher oder transmagmatischer Herkunft sein.
Die Lösungen werden in Gänge, Klüfte und Spalten gepresst und kristallisieren dort unter sehr langsamer Abkühlung als Mineral im eigenen Sinne.
Bedingt durch eine optimale Isolation der Lösungen, welche selbst in tausenden von Jahren nur um wenige Grade abkühlt, bilden sich oft sehr große Kristalle.
Die wichtigsten hydrothermalen Lagerstätten sind in der Regel gangförmig.
Quelle: http://www.mineralienatlas.de
Um den Cache loggen zu dürfen, löse bitte folgende Aufgaben
1) Beim Referenzpunkt Q1 angekommen: Welche Gesteine, Mineralien bzw. Erze kannst du hier finden? Beschreibe mindestens zwei davon!
2) Beim Referenzpunkt Q2 angekommen, beschreibe das Gestein, welches du hier siehst, bezüglich Struktur (einzelne Bestandteile, Größe, Form, Farbe) und Textur (räumliche Anordnung der Bestandteile, Schichtung)!

Hier solltest du zur Beantwortung dieser Frage stehen ...
3) (Optional) Natürlich würde ich mich auch auf ein Foto von dir oder deinem GPS an einem von dir gewählten, schönen Platz am Gratlspitz sehr freuen.
Nur eine kleine Information am Rande (da die Koordinaten hier oben ziemlich ungenau sein können): die Stationen befinden sich alle entlang des Pfades Richtung Gipfel. Es muss NIRGENDWO hinauf- oder hinuntergeklettert werden. Bitte begebt euch nicht in Gefahr. Ich übernehme keine Haftung für Unfälle jeglicher Art. Trittsicherheit empfohlen!


Additional Hints
(No hints available.)
Treasures
You'll collect a digital Treasure from one of these collections when you find and log this geocache:

Loading Treasures