Kommentar 30.10.2013: Um den Cache so nah' wie möglich an den Vorstellungen des Jugendclubs zu belassen, wird die Cache-Beschreibung entgegen Empfehlungen von ErstfinderInnen nicht verschlankt. Da Stage3 nicht zugänglich, wurde ein Internet-Link eingefügt, der die benötigte Information enthält. Da Quersummen-Hint missverständlich formuliert wurde, wurde er entfernt.
Kommentar 31.10.2013: Agavenfoto (Stage6) angepasst. Quersummen-Hint nach Prüfung wieder eingefügt.
Mit Geocaching sollen Karlsruher Ecken neu entdeckt werden.
Der Cache ist als Multi klassifiziert, allerdings sind die Stages unabhängig voneinander und können in beliebiger Reihenfolge angelaufen werden. Die ersten beiden Stages haben wir an den Anfang der Rallye gelegt, weil sie in der Nähe unseres Club-Hauses liegen. Vielleicht sehen wir Euch ja beim Cachen.
Der Schlosspark ist reich an vielen anderen, interessanten Caches; z.B. können Fasanenschlösschen Karlsruhe oder Kleine Skulpturenkunde auf dem Schlossplatz gut mit unserem Cache verbunden werden.
Unserer Meinung nach sollte der Cache in 1-2 Stunden gut machbar sein. Zu beachten ist, dass der Schlosspark in den Abendstunden abgeschlossen sein kann.
Stage 1: König, Dame, Läufer: Schach ist eines der beliebtesten Spiele der Welt! Viele Menschen spielen es in ihrer Freizeit und die weltweit Besten treten in Turnieren gegeneinander an. Die Anfänge des Schachspiels liegen aber schon weit zurück: Es entstand vermutlich in Indien oder Iran zwischen dem 3. und 6. Jh. und verbreitete sich zunächst in der islamischen Welt. Durch den kulturellen Austausch zwischen Islam und Christentum kam das Spiel ab dem 9. Jh. auch nach Europa. In seiner modernen Form enthält es viele Elemente aus ganz verschiedenen Zeiten, Kulturen und Sprachen und ist somit ein typisches Beispiel für unsere gemeinsame „WeltKultur“.
Kannst Du dieses Zeichen finden? Woran befindet es sich? (A) Suche in der Nähe des Schachspiels.
Bänke (A = 676)
Schachfiguren (A = 220)
Mülleimer (A = 54)
Stage 2: Von griechischen und römischen Göttern: Vor dem Karlsruher Schloss haben sich einige Helden und Götter versammelt: Bei den Griechen und Römern war es üblich, die Gottheiten fremder Völker in den eigenen Götterhimmel aufzunehmen und dabei leicht zu verändern oder anzupassen. Dabei übernahmen zum Beispiel die Römer viele Göttergestalten der Griechen und gaben ihnen eigene Namen. So wurde aus dem Göttervater Zeus der römische Jupiter und aus Aphrodite (der griechischen Göttin der Liebe) entstand die römische Venus.
Dieses Bild gehört zum griechischen bzw. römischen Gott des Weines. Wenn Du ihn gefunden hast und vor ihm stehst, drehe Dich um und suche die zweite Statue von links in der Reihe gegenüber. Kennst Du ihren griechischen Namen? Tipp: Achte auf das Musikinstrument in ihrer Hand.
Die Lösung ergibt sich aus der Ordnungsnummer des ersten Buchstabens des Namens im Alphabet (B).
Stage 3: Napoleon und das alte Ägypten: Was hat Karlsruhe wohl mit den Ägyptern zu tun? Ein Interesse für die Kunst und Kultur des alten Ägypten gab es schon seit der Renaissance im 15. und 16. Jh. Mit dem Feldzug Napoleons nach Ägypten (1789–1799) und den damit verbundenen Expeditionen entwickelte sich eine regelrechte Begeisterung für die Ägypter und ihre Kultur, die sich schnell in Europa verbreitete: Zwischen 1800 und 1815 entstanden so zahlreiche an den ägyptischen Stil angelehnte Bauten, Möbel und Kunstobjekte – wie auch hier in Karlsruhe.
Das gesuchte Objekt wurde im 19. Jh. anstelle der abgerissenen Konkordienkirche zu Ehren von Markgraf Karl Wilhelm über seiner Gruft errichtet. Die Lösung ergibt sich aus der Quersumme der Jahreszahl, in der dieses Objekt errichtet wurde. (C) Aufgrund der aktuellen Baustellensituation ist das Objekt zwar sichtbar, aber die Informationen nicht. Ein Bild der Inschrift findet sich hier.
Stage 4: Eine alte Würzsoße neu entdeckt: Suche im Umkreis zu Stage 3: Du findest im Umkreis von 100 m zu der letzten Station ein weltweit bekanntes Fast Food-Restaurant. Schau Dir die Speisekarte vor dem Eingang genau an: Welches rote, ursprünglich südostasiatische Produkt steht unter den McGoldstückchen? Das gesuchte Produkt kommt wahrscheinlich ursprünglich aus Südostasien. Im Indonesischen bedeutet das Wort einfach „Soße“ und bezeichnete eine Soße aus schwarzen Sojabohnen. Im 17. Jh. wurde sie in England bekannt und schnell populär. Sie gelangte im 19. Jh. auch in die USA. Die Rezeptur veränderte sich dabei immer wieder, bis sie die heute übliche Form annahm. Über die britischen und amerikanischen Besatzungssoldaten nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich das Produkt schließlich auch in Deutschland und ist heute in der ganzen Welt bekannt. Die Lösung ist die Anzahl der Buchstaben dieses Produkts (D)
Stage 5: Eine Karlsruher Wohngemeinschaft: Suche im Umkreis zu den angegebenen Koordinaten.
Womit lebt das Miscanthus Sinensis Zebrinus hier zusammen? (E)
Elefant (E = 7)
Adler (E = 29)
Karpfen (E = 1)
Das gesuchte Tier stammt ursprünglich aus China und wurde dort bereits 500 v. Chr. gezüchtet. Von da aus verbreitete es sich in ganz Asien; die Römer brachten es schließlich nach Europa, wo es im Mittelalter sehr beliebt und oft als Delikatesse verarbeitet wurde.
Stage 6: Eine edle Pflanze:
An dieser Station kannst Du viele exotische Pflanzen aus fernen Ländern finden. Die Agave zum Beispiel stammt ursprünglich aus Mittelamerika: Im 16. Jh. gelangte sie nach Europa und war seitdem in vielen Orangerien der herrschaftlichen Gärten zu finden. Da sie nur einmal nach vielen Jahren blüht und danach abstirbt, war dies immer ein weit beachtetes Ereignis. In Karlsruhe erblühte die Agave mit dem Namen ________________ zum ersten Mal im Jahre __________. Die Lösung ergibt sich aus der Anzahl der Buchstaben des Namens der Karlsruher Agave, multipliziert mit der Quersumme der Jahreszahl (F).
Stage 7: Fasanenzucht und Chinaträume
Ein Stück „exotisches China“ steht bei uns im Karlsruher Schlosspark! Noch vor der Stadtgründung wurde hier ein hölzernes Jagdhaus im Hardtwald errichtet, circa 50 Jahre später ließ es der badische Markgraf durch das heutige Gebäude ersetzen. Das Fasanenschlösschen und die gegenüberliegenden Teehäuschen sind im damals beliebten chinesischen Stil verziert: Die Europäer waren im 18. Jh. sehr fasziniert vom „exotischen“ China und versuchten, dessen Stil nachzuahmen; dies war aber ein großer Luxus, den sich nur wenige leisten konnten.
Zähle die Fenster und Türen an der Vorderansicht des Fasanenschlösschens. Wie nennt man diese Sorte von Zahl? (Tipp: Der Name beginnt genauso, wie der Name eines alkoholischen Getränks.) Die Lösung ergibt sich aus der Anzahl der Türen und Fenster der Vorderansicht minus der Anzahl der Buchstaben des gesuchten Wortes (G).
Gegenüber vom Fasanenschlösschen stehen zwei Teehäuschen: Schau Dir die Grundrisse der Teehäuschen und des Fasanenschlösschens genau an. Das Fasanenschlösschen hat eine Länge von 29,50m. Die beiden Teehäuschen haben eine Länge von je 6m. Wie groß ist demnach der Abstand zwischen den beiden Teehäuschen? (H)
Das Final entdeckst Du unter:
N 49°00.A+(B∙C)−D−93
E 008°24.(H∙10)+F+E−(G∙3)+2
Hilfe zur Überprüfung der Antworten: Die Quersumme aus A bis D ist 38. Die Quersumme aus E bis H ist 21. (Achtung: Für die Quersumme beim Buchstaben H nur die Zahlen vor dem Komma verwenden!)