Die Entstehung der Kramsacher Seenlandschaft EarthCache
Die Entstehung der Kramsacher Seenlandschaft
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 (other)
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Vier Seen und zwei Flüsse – das macht Kramsach zu einem Ort, in dem das Element Wasser eine wichtige Rolle spielt. Die Tiroler Gemeinde befindet sich am Zusammenfluss von Brandenberger Ache und Inn. Im nördlichen Gemeindegebiet erstreckt sich der Reintalersee mit seinen vier kleinen Geschwistern: Buchsee, Frauensee, Berglsteinersee und Krummsee, wobei letzterer als einer der wärmsten Badeseen Tirols gilt.
Entstehung der Seenlandschaft
Das östliche Gemeindegebiet umfasst den größten Teil des Oberangerberges. Er besteht aus nach Nordwesten einfallenden Konglomeratfelsen (Nagelfluh oder Oligozänmolasse), die aus Flussablagerungen des vorletzten großen Erdzeitalters, des Tertiärs, entstanden und längs der Straße nach Moosen ersichtlich sind. Zwischen diesen Felsrücken liegen Schotter und Sande der Späteiszeit. Sie wurden von Schmelzwassern der ausklingenden letzten Großvergletscherung, der Würm-Eiszeit, zwischen sogenannte Toteisblöcke hineingeschüttet, die beim Zerfall der Gletscheroberfläche liegen geblieben waren. Als diese Toteisblöcke des Würmgletschers schmolzen, bildete sich die Seenlandschaft des Oberangerberges. Die Trichterform dieser wassererfüllten Toteislöcher oder „Sölle“ ist noch am Kessel des Frauensees und an der Mulde südwestlich des Reintaler Sees warnehmbar.
Quelle: Gemeinde Kramsach
Toteis
Als Toteis bezeichnet man Gletschereis, das mit dem aktiven Gletscher nicht mehr verbunden ist, sich infolgedessen auch nicht mehr bewegt und meist mit Sedimenten bedeckt ist.
Umgangssprachlich wird die Bezeichnung Toteis generell auf sich nicht mehr bewegendes Gletschereis angewendet. In der Wissenschaftssprache hingegen ist es üblich, zwischen stagnierendem Eis und Toteis zu unterscheiden. Stagnierendes Eis kann noch Kontakt zum aktiven Gletscher haben. In jedem Fall ist es nicht oder noch nicht mit Sedimenten überschüttet worden. Toteis hingegen hat den Kontakt zum aktiven Gletscher verloren und wurde mit Sedimenten (meist Schmelzwassersande des Gletschers) überdeckt.
Toteis entsteht, da das Eis eines zurückschmelzenden Gletschers nicht gleichmäßig niedertaut. Auch wenn der allergrößte Teil des Eises abgeschmolzen ist, bleiben stets mehr oder weniger große Blöcke im ehemals eisbedeckten Gebiet zurück. Vor allem in Gebieten mit lokal erhöhter Eismächtigkeit, wie in Zungenbecken oder glazialen Rinnen, ist dies sehr häufig der Fall. Vom aktiven Gletscher nachströmendes Schmelzwasser lagert neben und schließlich über den Eisblöcken Material (meistens Sand) ab. So wird das Eis zu Toteis.
Da die Sandüberdeckung als Isolation gegen die Sonneneinstrahlung wirkt, schmilzt Toteis im Regelfall nur sehr langsam ab. Darüber hinaus kann durch das Ausbilden eines Dauerfrostbodens das Toteis mehrere Jahrtausende im Boden konserviert werden. Extremfälle mit etwa 70.000 Jahre altem Toteis sind aus Nordwestsibirien dokumentiert. Erst mit weiterer Erwärmung löst sich der Dauerfrostboden auf und das Toteis schmilzt. Bei heutigen Gletschern ohne Dauerfrostboden in der Umgebung hängt die Zeit bis zum endgültigen Abschmelzen des Toteises von den klimatischen Verhältnissen, von möglicher Beschattung in tiefen Tälern und von der Menge und Art der überlagernden Sedimente ab. Das Abschmelzen kann auch hier durchaus Jahre bis Jahrzehnte andauern. Mit dem Abschmelzen im Untergrund sackt dabei die Oberfläche über dem Toteis langsam nach und es kann sich ein Toteisloch oder Toteiskessel bilden. Liegt der Boden des Kessels unterhalb des Grundwasserspiegels, entsteht ein Toteissee.
Toteisloch (Toteiskessel)
Als Toteiskessel oder -löcher bezeichnet man im Allgemeinen kleinere, vollständig geschlossene Hohlformen, deren Entstehung auf das Verschütten und anschließende Austauen eines Toteisblockes zurückgeführt wird. Auf Grund ihrer geringen Größe (weniger als 1 ha) haben sie meistens eine eher regelmäßige, rundliche Form. Sie können aber mehr als zehn Meter tief sein. Heute enthalten viele von ihnen kleine Gewässer (Sölle).

Toteiskessel an der B 193 zwischen Penzlin und Peckatel in Mecklenburg-Vorpommern
Naturdenkmal Frauensee
Der Frauensee ist ein sehr flacher Weiher, der sich aus einem Toteisloch in einer Geländesenke unterhalb des Berghanges zum Voldöppberg gebildet hat. Er befindet sich nordöstlich von Kramsach und ist rund 260 Meter lang, 125 Meter breit und zwischen einen und zwei Meter tief. Im ersten Verlandungsstadium eines Stillgewässern befindlich ist der See von einem breiten Schilfgürtel umgeben, der im östlichen Bereich in einen Flachmoorkomplex mit Erlenbruch übergeht.
Quelle: Wikipedia
Um den Cache zu loggen, löse bitte folgende Aufgaben:
Aufgabe 1) Welche der Referenzpunkte Q1, Q2 sowie Q3 sind Toteislöcher?
Aufgabe 2) Beschreibe die Toteislöcher! Wie groß sind sie? Wie tief? Was befindet sich heute in ihnen?
Aufgabe 3) Welche der Seen (Wegpunkte BUS, KS, RS; freiwillig: BS) entstanden deiner Meinung nach aus Toteislöchern?
[Hinweis: Zum Frauensee führt kein Weg; daher müsst ihr diesen auch nicht aufsuchen! Das Besuchen des Berglsteinersees (BS) ist freiwillig, da er ein wenig "abgelegen" liegt und ihr zusätzlich eine Stunde an Gehzeit miteinkalkulieren müsst. Ein Besuch lohnt sich aber allemal :-)!]
Aufgabe 4) (optional) Mache ein Bild von dir oder deinem GPS in der Nähe eines Sees oder Toteisloches!
Hinweis: Für die gesamte Runde (ohne Berglsteinersee und Frauensee) geht man gemütliche 1,5-2 Stunden zu Fuß. Wer sich den Berglsteinersee auch noch anschauen möchte, sollte schon eine zusätzliche Stunde miteinkalkulieren!
Bitte begebe dich nicht unnötig in Gefahr! Für Unfälle jeder Art übernehme ich keine Haftung!
Alle Aufgaben können vor Ort gelöst werden!
Bitte schicke mir deine Lösungen mittels Nachricht und warte nicht auf meine Logerlaubnis. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, melde ich mich bei dir.


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