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Holzkuder Traditional Cache

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Sabbelwasser: Leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.
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Danke und Gruß,

Sabbelwasser
Volunteer Reviewer for Geocaching.com

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Hidden : 9/3/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Du findest mich auch wenn es dunkel ist, am besten mit einer Taschenlampe. Er wird dich mit seinen mag(net)ischen Augen zielsicher leiten. Für das Loggen bitte einen Stift mitbringen.

"Holzkuder"

Das Wort "Kuder" stammt aus der Jägersprache. Der Begriff beschreibt das männliche Tier beim Eurasischen Luchs und anderen Wildkatzen. Nun, Luchse oder Wildkatzen, nicht zu verwechseln mit wildernden Katzen, habe ich hier leider noch nicht entdeckt. Dafür ist das Gebiet der Gemeinde Ederheim (Ederheim, Hürnheim, und nicht zu vergessen, das Kleinod Christgarten) mit sehr weitläufigen, gepflegten und gesunden Mischwäldern reich gesegnet - mit nahezu idealem Erholungswert für Jung und Alt. Ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Mountain-Biker: abwechslungsreiches, wenig frequentiertes Terrain wartet darauf, entdeckt zu werden. Der Fundort bietet eine optimalen Ausgangspunkt zu den nahe gelegenen Stauferburg-Ruinen Niederhaus und Hochhaus sowie zum Albuch (Schlacht bei Nördlingen) oder zahlreichen Exkursionen in die naheliegenden Wälder mit interessanten Sehenswürdigkeiten der Region Geopark Ries (Alte Bürg, Ofnethöhlen mit Römerhof, Steinbrüche, und vieles mehr).

"Holzkuder" ist der traditionell überlieferter Begriff (Neckname) für die Einwohner Ederheims. Ederheim ist der Nachbarort in westlicher Richtung und Heimatort des Owners.

Früher waren viele Ederheimer Bürger als Holzknechte im Nebenerwerb in den umliegenden, weitläufigen Wäldern der Stadt Nördlingen (Stiftungswald) und des Hauses Fürst Wallerstein in der Forstwirtschaft tätig. Sie fanden dort vielfältige Erwerbsmöglichkeiten.

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Der "Holzkuder" ist erwachsen geworden und hat ein neues Herbst- und Winterquartier gefunden:

Die Schutzhütte auf dem Albuch - Otto-Rehlen-Hütte

Mancher Wanderer mag sich schon gefragt haben, wie alt wohl diese Unterkunftshütte auf dem Albuch ist und weshalb sie Otto-Rehlen-Hütte heißt. Um es vorwegzunehmen: Die Hütte ist nach dem Nördlinger Bankkaufmann und langjährigen Vorsitzenden der Ortsgruppe Nördlingen des Schwäbischen Albvereins, Otto Rehlen (1849-1939), benannt. Nördlingens Stadtarchivar Dr. Wilfried Sponsel schreibt über die Geschichte dieser Hütte auf dem Albuch.

Der Bau der Hütte: Im Jahre 1934, also fünf Jahre vor dem Tod Otto Rehlens, entschloss sich die Ortsgruppe Nördlingen des Schwäbischen Albvereins zum Bau einer Unterkunftshütte. Vom 6. September 1934 datiert ein an den Verschönerungsverein Nördlingen gerichtetes Schreiben, in dem auf dieses Vorhaben aufmerksam gemacht wird. Wörtlich heißt es darin: "Es dürfte Ihnen bekannt sein, dass der Schwäbische Albverein - Ortsgruppe Nördlingen - demnächst auf dem Albuch bei Hürnheim eine größere Unterkunftshütte errichten will. Diese Hütte wird so gebaut, dass sie zum kleineren Teil der Allgemeinheit jederzeit als offene Hütte, zum größeren Teil aber nur den Mitgliedern des Albvereins jederzeit als geschlossene Hütte zugänglich ist. Errichtet wird die Hütte zu Ehren unseres hiesigen verdienten Ortsgruppen-Vorsitzenden, des Herrn Otto Rehlen, dessen Namen sie auch erhält."

100 Mark Zuschuss vom Verschönerungsverein: Die in diesem Schreiben formulierte Bitte um eine finanzielle Unterstützung blieb nicht ohne Erfolg. Der Verschönerungsverein bewilligte in seiner Mitgliederversammlung am 14. Mai 1935 eine Unterstützung in Höhe von 100 Mark. Im Gegenzug konnten seine Vereinsmitglieder die Hütte mitbenutzen. Aber noch war die Hütte nicht gebaut, auch wenn der Nördlinger Stadtrat in seiner Sitzung am 27. August 1934 beschloss, das Bauholz aus den Stiftungswaldungen unentgeltlich abzugeben.

Fertigstellung im Juli 1935: Die Fertigstellung erfolgte erst Mitte des Jahres 1935. Die Rieser Nationalzeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 6. Juli 1935 dazu Folgendes: "Auf dem Gelände, dessen Namen durch die Schlacht bei Nördlingen in die Geschichte eingegangen ist, wurde durch den Schwäbischen Albverein eine Unterkunftshütte errichtet, die am morgigen Sonntag feierlich ihrer Bestimmung übergeben wird. Die Hütte wird den Namen des Gründers der Nördlinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, des früheren Kaufmanns Otto Rehlen tragen, der seit der Gründung der Ortsgruppe über 40 Jahre lang ihr Vertrauensmann war. Durch diese Ehrung Otto Rehlens wird ein kleiner Dank abgestattet für die vielen Verdienste, die sich dieser Naturfreund und begeisterte Förderer des Albvereinswesens im nordöstlichsten Teil Schwabens erworben hat. Als Gemeinschaftswerk in treuer Heimatliebe erstanden, fügt sich die Hütte gut in das Landschaftsbild ein. Der Bau ist einem schon lange gehegten Bedürfnis der Wanderer dieses viel begangenen und geschichtlich bedeutsamen Geländes am Rande des geologisch interessanten Rieses entgegengekommen, denn groß ist alljährlich die Zahl der Besucher des Schlachtfeldes, die hier ihre Gedanken zurückschweifen lassen an Deutschlands unglücklichste Zeit, die Zeit des unglückseligen Religionskrieges vor 300 Jahren, von dessen Endkampf das Nördlinger Heimatspiel 'Anno 1634' packend zu uns spricht und ein Gedenkstein auf dem Gelände den fernsten Geschlechtern Kunde gibt."

Und weiter hieß es in dem Zeitungsbericht von 1935: "Die Hütte ... ist in den Ausmaßen 6 mal 3,80 Meter als Blockhütte erstellt. Ein Schlafraum bietet etwa 6 bis 8 Personen Unterkunft, auch auf dem Boden der Hütte können noch einige Wanderer Platz finden. Die Stadtverwaltung hat in entgegenkommender Weise das Holz für die Hütte unentgeltlich zur Verfügung gestellt, von den Mitgliedern wurden in uneigennütziger Weise Hilfsdienste geleistet. Das Fundament wurde von Maurermeister Lang, Ederheim, erstellt, die anderen Arbeiten von Zimmermeister Hager, Hürnheim, Baurat Heuchel, Burger, Klett in 120 Tagesschichten mit einem Gesamtkostenaufwand von rund 1200 M. geleistet ...".

Erneuerung der Hütte: Diese 1935 errichtete Hütte blieb bis Mitte der 1970er Jahre in der damals errichteten Form bestehen, bis sie 1976/77 von der Teilnehmergemeinschaft Hürnheim im Rahmen des "Flurbereinigungsverfahrens" - nach Absprache mit dem Schwäbischen Albverein - an alter Stelle neu errichtet wurde. Am 25. Juni 1977 konnte die neue Hütte eingeweiht werden.
(Quelle: "Rieser Nachrichten", Ausgabe 25.08.2009, Autor: Dr. Wilfried Sponsel)

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Die Schlacht bei Nördlingen (1634)

Sie befinden sich mitten auf dem Schlachtfeld des historisch wichtigen Ereignisses von 1634. Bitte beachten Sie hierzu die Schrifttafeln am Denkmal und die wenige Meter Richtung S aufgestellten großen Infotafeln.

Hierfür wurde von Rennie* ein eigener Cache (Multi) eingerichtet (GC229WO).
Hier klicken: (visit link)

Am Albuch fand am 5. und 6.September 1634 die Schlacht bei Nördlingen statt.

Die kaiserlichen Truppen hatten seit dem 18. August die mit den Schweden verbündete Reichsstadt Nördlingen belagert. Als die bei Bopfingen lagernden Schweden schließlich aufbrachen um die Belagerung zu beenden, verschanzten sich die Kaiserlichen unter Führung von Ferdinand von Ungarn hier auf dem Albuch.

Am Morgen des 6. Septembers standen hier ca. 33.000 Kaiserliche Soldaten einer 25.000 Mann starken schwedischen Streitmacht gegenüber. Trotz anfänglicher Erfolge der Schweden konnten sie trotz 14 maligen Angriffen den strategisch wichtigen Albuch nicht erobern.

Die Schlacht führte zu einer katastrophalen Niederlage des schwedischen Heeres. Heute geht man alleine auf schwedischer Seite von 12 000 Opfern aus.

Aufgrund der verlorenen Schlacht musste Nördlingen kapitulieren und die Schweden zogen sich nicht zuletzt wegen diesem Desaster aus Süddeutschland zurück.

Der 30jährige Krieg dauerte noch bis 1648 und sollte 1645 noch einmal ins Ries zurückkehren.
Die Schlacht bei Alerheim:
Hierfür wurde von geo5eck ein eigener Cache (Tradi) eingerichtet (GC3EVKW).
Hier klicken: (visit link)

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So und nun viel Spaß beim Erkunden der geschichtsträchtigen Anhöhe. Lasst Eure Blicke über die Weite der Rieser Landschaften (NO) und auch Richtung Ederheim (W) schweifen. Die Burgruinen Niederhaus und Hochhaus (S) warten auf Euren Besuch. Genießt hier oben die herrliche Abgeschiedenheit und Ruhe der schönsten Cacher-Area der Welt und vergesst dabei nicht, den "Holzkuder" mit Euren ausführlichen Logs zu "füttern".

Es grüßt aus Hürnheim

Euer "Holzkuder"

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