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Naturdenkmal & Fossilfundstätte Atzlriff EarthCache

Hidden : 9/4/2013
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

1973 wurde das "Atzlriff" zum Naturdenkmal erklärt, ein für Tirol einzigartiges Riff aus der Kreidezeit vor 100.000 Jahren.


Allgemeines

Oberhalb von Brandenberg liegt das berühmte Atzlriff, ein Lehrbeispiel für fossile Riffbauten. 
Die Fossilien, hauptsächlich Muscheln und Schnecken, werden in einer steilen Schlucht vom Bach aus den Kalksteinschichten herausgewaschen und freigelegt. Der schöne Schluchtwald mit vielen Laubbäumen geht in einen dichten Bergwald über. Die fossilführenden Schichten liegen unterhalb dieses Waldes und treten auch an verschiedenen Aufschlüssen entlang des Forstweges zu Tage. Das Atzlriff wird von Paläontologen wissenschaftlich untersucht und die ehemalige Lebensgemeinschaft rekonstruiert. Eine Darstellung der Ergebnisse ist in D. Sanders und C. Baron-Szabo (1997) beschrieben.

Für private Zwecke sollte auf das Sammeln von Fossilien im Naturdenkmal Atzlriff verzichtet werden, um dieses einmalige Vorkommen auch in Zukunft zu erhalten. 

Quelle: Land Tirol


Headerkoordinaten, Blickrichtung oben
Hinweis: Rechts unten im Bild befindet sich auch das Gestein, welches bei Aufgabe 1 beschrieben werden soll!



Headerkoordinaten, Blickrichtung unten

Zum Atzlriff

Viele (lateinische) Fremdwörter - wie zB Gastropoden - tauchen auf, wenn man sich als Laie in den Millionen Jahren alten Meeres- und -strand-Getierversteinerungen an den Bergen um das Brandenbergtal umsieht und davon fasziniert nach Lektüre sucht.

1973 ist das sogenannte "Atzlriff" zum Naturdenkmal erklärt worden. Altermäßig wird das Riff der Kreidezeit, genauer der mittleren Gosau, dem Obersanton (rund 100 Millionen Jahre alt) zugeordnet und Dr. Mutschlechner von der Universität Innsbruck stellte fest, dass das Riff eine Besonderheit ist und für Tirol ein Unicum darstelle. In einer Mächtigkeit von 3,50 m treten hier teils glattschalige, kegelförmige, teils langgestreckte zylindrische, gerippte, in ihren Windungen an Schlangen erinnernde Muscheln auf.
Diese Hippuriten genannten Muscheln gehören hauptsächlich den Arten Hippurites (Batolites) tirolicus und boehmi an. Sie liegen geradezu gesteinsbildend zusammen. Selten ist die Gattung Radiolites vertreten. Etwas häufiger ist auf der Halde die durch ihre glatte braune Schale auffallende Muschel Plagioptychus aguilloni zu finden. Über dem Riff folgen fossilreiche graue Mergel.

Als für Tirol einmaliges Naturdenkmal wären das Riff und die darunter befindliche Halde unter Schutz zu stellen. Das Schutzgebiet könnte zweckmäßig die Form eines spitzwinkeligen Dreieckes haben, mit der Spitze bei der Brücke (1.003 m), im Südosten begrenzt durch den Mühlbach, im Nordwesten durch den Wiesenrand. Die Obergrenze, die Schmalseite des Dreiecks könnte in 1.200 m Seehöhe gezogen werden. Das Riff liegt in etwas unter 1.100 m Höhe. Es muss wissenschaftlich als "Hippuriten-Riff" bezeichnet werden.

Quelle: Heimatbuch "Brandenbergtal einst und jetzt"

Warum findet man in den Alpen ehemaligen Meeresboden?

Die Entstehungsgeschichte der Alpen beginnt bereits im Erdaltertum, als Asien, Afrika und Amerika zusammen den Großkontinent "Pangäa" bildeten. Während dessen Entstehung kam es vor 350-280 Millionen Jahren ebenfalls zu einer Gebirgsbildung, bei der Ur-Europa vom Erzgebirge bis zu den Cevennen in Frankreich gehoben wurde. Die Region der späteren Alpen war damals aber nur ein niedriges Hügelland. In der Trias, dem ersten Abschnitt des Erdmittelalters, drifteten die Kontinente wieder auseinander und zwischen Eurasien, Afrika und Nordamerika breitete sich das Tethysmeer aus. In der Trias war unser Alpenraum ein flaches Küstenmeer, in dem reichlich Korallenriffe und kalkabscheidende Algen vorkamen. In der folgenden Jurazeit bildete das Tethysmeer einen tiefen Trog, der zu tief für Riffe und Korallen war. Am Meeresboden sammelten sich nun Muschelschalen und Ammonitengehäuse, aus denen bei der Alpenentstehung Muschel- und Aptychenkalk wurde.

Als vor etwa 100 Millionen Jahren die afrikanische Platte wieder nach Norden driftete, wurde das Tethysmeer zusammengeschoben und am Rande Europas begann sich der Meeresboden aufzufalten. Durch den Druck wurden die Sedimente am Meeresboden zu Kalkstein gepresst und kamen ebenso nach oben wie ältere aus der oben beschriebenen früheren Gebirgsbildung stammende Schiefergesteine (Quarzphyllit, Grauwacke) und kristalline Gesteine (Granit, Gneise) aus mehreren Kilometern Tiefe. Die eigentliche Hebung der Alpen begann vor 50 Millionen Jahren. Dabei wechselten einander Phasen aktiver Gebirgsbildung und Ruhephasen ab. Erst die beiden letzten Phasen der Gebirgsbildung vor 20 Millionen Jahren und vor sechs Millionen Jahren hoben die Alpen zu dem uns bekannten Gebirgszug an.

Quelle: http://www.tirolmultimedial.at/

Welche Fossilien können gefunden werden?

Ammoniten
Anthozoa (Blumentiere)
Bivalvia (Muscheln)
Crustacea (Krebstiere)
Echinoidea (Seeigel)
Gastropoda (Schnecken)

Zur Fossiliensuche

Es empfiehlt sich an den Bächen entlang aufzusteigen und auf beiden Seiten die vom Wasser freigeschwemmten Blöcke und Felsen zu begutachten. Auch findet man im Bach schöne ausgewaschene Fossilien. Man kann von hier an bis in den letzten Talwinkel gute Funde machen. Möglich ist es für Jedermann Versteinerungen von Muscheln sowie Korallen zu finden. Es wurden aber auch schon Fischsaurierskelette, Krebse usw entdeckt.

Quelle: http://www.mineralienatlas.de

Ich wurde bereits in der Nähe des Referenzpunktes R1 fündig und konnte dort bereits am Bachrand einen ersten Erfolg (Fund) verbuchen; aber auch bei den Headerkoordinaten konnte ich zwei Fossilien entdecken. Man sucht schon ein wenig!

Da das Gelände teilweise sehr steil ist und man bis zu einem Fund mit 15-30 Minuten an Suchzeit rechnen muss, sind sowohl Terrain als auch Difficulty mit je 3,5 Sternen bewertet!

Um den Cache zu loggen, löse bitte folgende Aufgaben:

1) Beschreibe das Gestein, welches der Bach bei den Headerkoordinaten schneidet!

2) Welche Fossilien konntest du entdecken? Beschreibe sie! Hast du sie im Atzlriff (Headerkoordinaten und Referenzpunkt TR) oder beim Mühlbach (Referenzpunkt MA) gefunden?

3) (optional) Mach ein Foto von dir oder deinem GPS in der Nähe der Headerkoordinaten! Über Fotos von deinen Funden würde ich mich natürlich auch sehr freuen :-)!

Alle Fragen können vor Ort beantwortet werden!

Bitte begebe dich nicht unnötig in Gefahr! Ich übernehme keine Haftung für Unfälle jeglicher Art!

Und noch einmal: Bitte nehmt keine Fossilien mit, damit sich auch nachkommende Cacher und Muggels darauf freuen können :-)

Bitte schicke mir deine Lösungen mittels Nachricht und warte nicht auf meine Logerlaubnis. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, melde ich mich bei dir.

Kurze Wegbeschreibung

Unten seht ihr den Referenzpunkt R1. Ihr müsst nur diesem Weg folgen; etwa 100 Meter nach dem "Eingang" müsst ihr auf die andere Bachseite wechseln. Dann verläuft bis zu den Headerkoordinaten eigentlich immer ein Waldpfad und ihr braucht dem Bachbett nicht folgen [außer ihr wollt vorher schon auf Fossiliensuche gehen :-)].


Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an "alex110298", welcher mir freundlicherweise das Heimatbuch "Brandenbergtal einst und jetzt" geliehen hat :-)

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