
Protagoras,war wohl der älteste und bedeutendste Sophist überhaupt, stammte aus Abdera und wurde dort 486v. Chr. geboren und starb 420 v.Chr. Er war ein Wanderlehrer der Rhetorik, weilte jedoch meist in Athen und trug dort zur Ausbreitung des philosophischen Denkens bei.
Der Homo-Mensura-Satz, lautet: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der seienden, dass sie sind, der nichtseienden, dass sie nicht sind.“
Platon interpretiert: „Er meint dies so: Wie ein jedes Ding mir erscheint, ein solches ist es auch mir, und wie es dir erscheint, ein solches ist es wiederum dir.“ Es wäre dann aber schwer, auch nur die Behauptung aufzustellen, dass es sich bei einem Wind um einen kalten handle, da er dem einen möglicherweise kalt erscheine, der andere ihn als warm wahrnehme. Und auch eine allgemein gültige Definition, was Gerechtigkeit sei, wäre schwer zu geben: „Wie einer jeden Stadt Gerechtes und Gutes scheint, so ist es für sie, solange sie davon überzeugt ist.“ Eine ganz andere Interpretation geht beispielsweise davon aus, dass der Mensch gemeint sei. Nicht ich und du, sondern der Mensch allgemein wäre dann das Maß aller Dinge. Die Dinge wären so, wie sie dem Menschen erscheinen.
Nun ist es an dir; was nun? Was ist deine Wahrheit?Was zählt?
Und hier noch ein zusätzlicher Denkanstoss..
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"Es gab einmal ein Zeitalter - es war das griechische - da war der Mensch das Maß aller Dinge. Heute sind die Dinge das Maß aller Menschen."
(Werner Finck)