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Das Basler Münster / The Basel Münster

A cache by opernball Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/04/2013
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:

Dieser Cache gibt Dir Einblick in die verschiedenen Materialien, die beim Bau des Basler Münsters verwendet wurden.

This cache gives you information about the different materials that were used for the constructin of the Basel Münster.


Das Basler Münster

English version: see below

Das Münster in Basel mit dem Bischofshof sowie zwei Kreuzgängen ist der größte Sakralbau in der Region Basel.

Der gesamte Münsterkomplex besteht im wesentlichen aus Sandstein. Dieser Earth-Cache soll Dir die verschiedenen verwendeten Sandsteinarten, die alle aus der Region Basel stammen, näherbringen.

Abb. 0: Der Münsterkomplex im Verlauf der Jahrhunderte

Abb. 0: Der Münsterkomplex im Verlauf der Jahrhunderte

Entstehung der Sandsteine:

Sandstein ist ein Sedimentgestein. Er besteht aus vielen einzelnen Sandkörnern (größtenteils aus robustem Quarz), die miteinander verkittet sind.

Basel liegt im nordalpinen Molassebecken, das sich vor der gesamten nördlichen Alpenfront mit einer ungefähren Länge von 1000 km über Teile von Frankreich, der Schweiz, Deutschland und Österreich erstreckt. Während des Tertiärs wurden in Flüssen riesige Mengen an Erosionsmaterial aus den sich erhebenden Alpen angeschwemmt. Damals lagerte sich im nordalpinen Molassebecken Gesteinsmaterial aus den benachbarten Hochgebieten ab. Je flacher das Land wurde, desto langsamer strömte das Wasser. Durch diese Änderung der Fließgeschwindigkeit oder und auch der Fließrichtig entstanden Ablagerungsmuster, denn ein schneller Fluss transportiert neben Sand und auch größere Steine, ein langsamer Fluss dagegen nur feinen Sand. Bis die Flüsse aus den entstehenden Alpen die Basler Region erreichten, hatten sie ihre ursprüngliche Fließgeschwindigkeit verloren, daher sind die Sandsteine in dieser Region vergleichsweise fein. Durch die Änderung der Fließeigenschaften kommt die feine Schichtung verschiedener Sande innerhalb eines Steinblocks zustande. Die Entstehung über die vielen Jahre lässt sich gut an Strukturunterschieden in den einzelnen Steinblöcken am Münster erkennen.

Abb. 1: Einteilung der Perioden innerhalb der Phase des Phanerozoikum (Dauer: 542 Mio J.)

Abb. 1: Einteilung der Perioden innerhalb der Phase des Phanerozoikum (Dauer: 542 Mio J.)

Verwendete Sandsteine:

Die verschiedenen Sandsteintypen, die verwendet wurden, lassen sich besonders gut an der Westfassade erkennen (Siehe Koordinaten dieses Caches und Abb. 2)

a.) Der empfindliche, helle, graugelbliche Molassesandstein (CH-Basel):

Im Jahr 1084 (bzw. 1094) wurde er an den unteren drei Geschossen der Türme verwendet. Dieser Sandstein stammt direkt aus Basel vom Rheinbord bei der heutigen Wettsteinbrücke.

b.) Der graurote, relativ harte, quarzhaltige Grobsandstein (D-Degerfelden):

Dieser Stein stammt aus dem ehemaligen Steinbruch von Degerfelden (rheinaufwärts von Basel auf der deutschen Seite zwischen Herten und Rheinfelden). Die Farbnuancen reichen von weiß bis dunkelrot, je weißer desto härter. Die rote Farbe kommt durch den hohen Eisengehalt zustande, der verrostet. Der Hauptteil des Mauerwerks des heutigen Münsters wurde aus diesem Stein errichtet, dabei wurde der rote Stein hauptsächlich für die Außenfassade verwendet und der helle graue für den Innenraum (daher auch der eher graue Farbe des Innenraums). Der Degerfelder Steinbruch ist heute abgetragen, daher verwendet die Münsterbauhütte heute Material u.a. aus dem Maintal bei Würzburg. Der Degerfelder Sandstein ist daher und aufgrund seines Vorkommens in zwei verschiedenen Farbtönen eine Rarität.

c.) Der feinkörnige, dunkelrote, weiche Feinsandstein (D-Wiesental):

Dieser stammt aus dem unteren Wiesental aus der Gegend von Steinen und Hausen. Er ist besonders für das Mauerwerk und für die Türme und Skulpturen verwendet worden, weil er leichter zu bearbeiten ist. Der feine Sandstein ist zwar einfacher zu bearbeiten, ist dafür aber nicht so robust und verwittert schneller, was dann v.a. an diesen Stellen des Münsters Restaurationsarbeiten nötig macht.

Der Degerfelder (b.) und Wiesentaler (c.) Sandstein sind vor rund 250 Millionen Jahren in der Trias entstanden.

Abb. 2. Die Westfassade mit dem hellen Molassesandstein am Georgsturm

Abb. 2. Die Westfassade. Die verwendeten Materialien sind exemplarisch an jeweils einem Turm markiert, finden sich aber an beiden Türmen entsprechend.

Logbedingungen:

BITTE LIES DAS LISTING UND DIE HINWEISE, BEVOR DU EINE MAIL SCHICKST!

Beantworte die Antworten per E-Mail opernball@yahoo.de und nicht hier bei GC, danke! Die Fragen 1-4 können und sollen (!) mit den Informationen aus dem Listing beantwortet werden:

  • Gehe zu den Koordinaten und schau Dir an der Westfassade die Galerie an, die die beiden Türme verbindet. Wie viele Rosenblüten befinden sich unter dem Galeriesims von der einen Ecke bis zur anderen? (Siehe Abb. 2, die Blüten werden von der roten Linie verdeckt). Warum genau diese Anzahl Blumen, was glaubst Du, ist der Grund dafür (Du kannst raten oder Dir was ausdenken)
  • Woher stammt das Material, das heute für Restaurationen verwendet wird und warum verwendet man dieses?
  • Wie entstehen Ablagerungsmuster im Sandstein?
  • Wie viele verschiedene Sandsteintypen wurden im Münster verwendet und wo wurden sie abgebaut?
  • Woher bekam der Degerfelder Sandstein seine rote Farbe?
Nachdem Du die Mail mit den Antworten an opernball@yahoo.de geschickt hast, kannst Du loggen. Sollte eine Frage falsch sein, melde ich mich bei dir.

Wenn Du möchtest, fotografiere Dich am Georgsturm, wo man den hellen Sandstein besonders gut sieht, und lade das Foto hoch.

Ich hoffe, dieser Earth-Cache hat Dir neue Einblicke geboten und Dich neugierig gemacht. Zur weiteren Lektüre empfehle ich einen Besuch in der Unibibliothek.

Für dieses Listing verwendete Quellen:

  • Toni Arnet. Das Basler Münster: ein Münsterführer ohne Bilder, auch eine Arbeit zur Vorbereitung von Münsterführungen, Verlag T. Arnet, Basel, 2000
  • Wikipedia
  • Informationen direkt von der Münsterbauhütte

Verwandte Caches:

Basler Münster-Multi (auch direkt hier am Münster) "Steine fürs Basler Münster" - Mystery in Rheinfelden *****

English version

The Basel Münster with two cloisters and the old bishop’s court is the largest sacral building in the Basel region.

The whole block of Münster buildings consists mainly of sandstone. This earth cache is to inform you about the different types of sandstone, originating in the Basel region, that have been used.

Fig. 0: The Münster during the centuries

Fig. 0: The Münster during the centuries

Development of the sandstones:

Sandstone is a sedimentary rock mainly consisting of quartz sand grains which are clotted together.

Basel is located in the North-Alpine Molasse bassin which reaches alongside the complete North-Alpine front from parts of France, Switzerland, Germany and Austria with an overall length of 1000 km. During the Tertiary huge amounts of stone and rocks from erosive processes in the arising Alps were transported to the North-Alpine Molasse bassin by rivers and sedimented here. The more the skewness of the arising Alps decreased, the slower flew the rivers. These changes in current velocity and also changes in direction caused sedimental patterns in the sandstone, because a fast river, in addition to sand, transports also bigger stones and even rocks, a slow river only transports fine sand. When the rivers reached the North-Alpine bassin in the Basel region they had already lost their original current velocity so sandstone from this region is comparatively fine-grained. The development over many years can be seen in the different patterns and their layers in the sandstone blocks of the Münster.

Fig. 1: Einteilung der Perioden innerhalb der Phase des Phanerozoikum (Dauer: 542 Mio J.)

Fig. 1: Time periods of the Phanerozoikum (duration: 542 mya (million of years.))

Sandstone types used for the Münster:

The different types of sandstone which were used can seen especially well at the western front of the cathedral (see coordinates of this cache and image 2):

a.) The sensitive, bright, gray-yellow Molasse sandstone (Basel, Switzerland)

In 1084 (or rather 1094) this stone was used to construct the three lower floors of the towers. This sandstone comes from Basel city, it was found at the bank of the Rhine river where you find the Wettstein-bridge today.

b.) The grey and red, comparatively solid coarse-grained sandstone (Degerfelden, Germany):

This stone comes from the former quarry at Degerfelden (on the German side of the Rhine, a few miles upstream between Herten and Rheinfelden). The different shades reach from white to dark-red, the more red the more callous. The red colors comes from high iron concentrations in the stone which rusts. The main parts of the Münster bricking are made of this material in which the red stone was mainly used for the outside facade and the bright grey stone for the interior (which makes the interior of the Münster appear more grey and the outside more red). The quarry in Degerfelden is depleted now, so the Degerfeld sandstone is due to its depleted amount and different shades a real rarity. Today, the Münsterbauhütte (who is in charge of restorations) has to use material from elsewhere. They e.g. use sandstone from the Main valley near Würzburg in Bavaria.

c.) The fine-grained, dark-red, rather soft sandstone (Wiesental, Germany)

This stone comes from the lower valley of the Wiese located near Steinen and Hausen. It was mainly used to construct the bricking, the towers, sculptures and ornaments because it is more easy to shape this stone compared to the other types of sandstone. However it is also more sensitive and weathers more quickly, so a continuous restoration is especially needed in these spots.

The sandstones from Degerfelden (b.) and from the valley of the Wiese sedimented about 250 million years ago in the Trias time.

Abb. 2. Die Westfassade mit dem hellen Molassesandstein am Georgsturm

Fig. 2. The western facade. The used materials are marked exemplarily on one tower but apply to both towers.

How to log: PLEASE READ THE LISTING AND THE ADDITIONAL HINTS BEFORE YOU TRY TO ANSWER THE QUESTIONS!

Answer the following questions via E-Mail to opernball@yahoo.de and do not use the GC messaging system, thanks! Questions 1-4 can be answered with the information given in the listing:

  • Go to the coordinates and have a look at the western facade gallery connecting the two towers. How many roses are there under the ledge from the left corner to the right? (see image 2, the flowers are covered by the red line) Why this number of flowers, what do you think is the reason for this (make up something if you don't know)
  • Where does the stone which is used for restoration works today come from and why do they use this stone?
  • How did the sedimentary patterns and layers in the sand stone develop?
  • How many different types of sandstone were used for the Münster and where were they cut?
  • Where does the red color of the Degerfeld sandstone come from?

If you like take your picture in front of the George tower, where you can see the bright sandstone particularly well and ulpoad it with your log.

After sending the corrrect answers via email to opernball@yahoo.de you may log this cache as "found" right away.

I hope this earth cache could give you some new insights and has made you more curious. For former information go to the University’s library in Basel.

References used for this listing:

  • Toni Arnet. Das Basler Münster: ein Münsterführer ohne Bilder, auch eine Arbeit zur Vorbereitung von Münsterführungen, Verlag T. Arnet, Basel, 2000
  • Wikipedia
  • Information received directly from the Münsterbauhütte
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Additional Hints (Decrypt)

Sentr 1: Mäuyr nyyr Oyhzra iba qre rvara ovf mhe naqrera Rpxr, nore Npughat, rf tvog nhpu naqrer Beanzragr qn bora!
Sentra 2-5: Yvrf qnf Yvfgvat, qn svaqrfg qh nyyr Nagjbegra.

Dhrfgvba 1: Pbhag nyy gur sybjref sebz pbeare gb pbeare ohg or pnershy, gurer ner nyfb bgure beanzragf hc gurer!
Dhrfgvbaf 2-5: Ernq gur yvfgvat, vg pbagnvaf rirel vasbezngvba arrqrq.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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