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Wilde Kirche EarthCache

Hidden : 10/23/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


 

Als die „Wilde Kirche“ ist eine Muschelkalkfelsnadel am Rande eines Plateaus des Ohmgebirges bezeichnet. Sie weist eine Höhe von ca. 510m über NN auf und bildet mit dem gegenüberliegenden Sonnenstein (WP1) die sogenannte „Goldene Pforte“. Ursprünglich bestand zwischen diesen beiden Bergen eine Verbindung. Heute bietet sich von hier eine wunderbare Fernsicht.

Wie ist die „Wilde Kirche“ entstanden?

Die „Wilde Kirche“ gehört zu einer Bergkette des Ohmgebirges, diese sitzt als sogenannter Zeugenberg mit einer Muschelkalkschichtstufe der umgebenden Buntsandsteinhügellandschaft auf. Diese Gesteine entstanden zur Zeit der Trias vor ca. 205 - 250 Millionen Jahren. Die Begriffe Buntsandstein, Muschelkalk bezeichnen aber keine Gesteine, sondern Gesteinsfolgen, die aus verschiedenen Gesteinen zusammengesetzt sind. In dieser Zeit waren weite Teile Europas von einem riesigen Urzeitmeer überflutet und am Grunde von diesem lagerten sich über die Jahr Millionen Sedimente ab. Im Bereich der Ohmgebirgs-Grabenzone zwischen Worbis und Holungen liegen verschiedene Gesteine vor, unter anderem auch Kreide. Die Grabenzone ist der zentrale Teil der Ohmgebirgsmulde, die das Thüringer Becken nach Nordwesten begrenzt. Der Sockel des Ohmgebirges bildet der Röt mit seinem lehmig, tonigen und wasserundurchlässigen Charakter, jene Erhebungen auf der Hochfläche bestehen aus Oberem Muschelkalk, während zwischen Worbis, Kirchohmfeld und Kaltohmfeld Keuper- und auch seltene Kreidesedimente zu finden sind. Die Ohmgebirgs-Grabenzone ist eine geologische Störungszone die das Thüringer Becken abgrenzt. Ein Teil dieser Störungszone ist der vor euch befindliche Holunger Graben. Dieser beginnt bei Weißenborn-Lüderode als Muschelkalkrücken mit dem Winkelberg (415 m), verläuft über den Krantberg (455 m) und den Sonnenstein (484 m) und endet am Rand des Ohmgebirgsplateaus.


Jene Muschelkalkschichten zeigen sich äußerst zerklüftet und wasserdurchlässig, aufgrund dessen es nur wenige kleine Fließgewässer existieren, welche zum Teil noch auf der Hochfläche wieder versickern. Die ausgewaschenen Gipslager im Stufenbildner Röt führen häufig zu Einbrüchen, Erdfällen und Suberosionen in den oberen Deckenschichten. So entstand unter anderem auch die „Bärenhöhle“. Auch in der Nähe des Earthcaches ist dieses Phänomen zu beobachten. (WP2).


 

Einst bestand das Ohmgebirge aus einer zusammenhängenden Hochfläche bis hin zum Sonnenstein. Über Jahrmillionen, besonders aber im Eiszeitalter (Pleistozän), wurde durch das Gebirge durch natürliche Abtragungen zerteilt und dieser Prozess setzt sich bis heute fort. Die unter dem Muschelkalk liegenden relativ weichen und gipshaltigen Gesteine (Oberer Buntsandstein = Röt) nehmen aus Klüften in den auflagernden Kalksteinschichten Niederschlagswasser auf und werden plastisch. Zusätzlich lösen sich die Gipsbestandteile im Röt, Hohlräume können entstehen. Damit wird der Untergrund der Muschelkalkschichten instabil. An den Plateaurändern lösen sich Felstürme ab., so wie die vor euch befindliche Felsnadel.

Fragen:

1. Laut der Hinweistafel vor Ort handelt es sich um was für eine Muschelkalkfelsnadel?

2. Was für eine Verbindung bestand zwischen der „Wilden Kirche“ und dem Sonnenstein?

3. Schätze den Abstand und den Winkel zwischen dem Plateau und der Felsnadel!

Wie groß sind diese?

4. Schätze die Breite des Eingangs der Höhle (WP2)


Schickt mir die Antworten zu diesem Earthcache über mein Profil. Ihr dürft sofort loggen. Sollte es Probleme geben, melde ich mich!
Es wäre schön, wenn ihr ein Foto von euch an der Wilden Kirche eurem Log anfügen würdet.

 

Sonstiges:
Für den Earthcache sind zwischen 5 und 10km zurück zu legen, je nachdem von wo man startet. Daher auch die erhöhte T-Wertung. Zwischendurch gibt es ein paar Steigungen. Verbunden werden kann der Cache zum Beispiel mit dem Multi „Hauröder Klippen“.

 

Achtet auf eure Schritte. Der Weg ist ziemlich uneben und der Weg führt am Abhang entlang. Wie im Listing zu lesen, befinden sich hier in der Gegend Höhlen. Der Eingang an WP2 befindet sich direkt auf dem Weg, dort ist keine Absperrung oder Ähnliches.

Ihr müsst die Wege nicht Verlassen.

 

Viel Spaß!

 

Quellen:
Infotafel vor Ort
Grafik: Nine&Dido
http://de.wikipedia.org/wiki/Ohmgebirge

http://de.wikipedia.org/wiki/Ohmgebirgs-Grabenzone

 

Additional Hints (No hints available.)