An den oben angegebenen Koordinaten kann einem vielleicht geholfen werden, eine Dose liegt dort aber nicht, höchstens eine vergessene Brotbüchse.
Die Mathematik spielt in unserem Leben bekanntermaßen eine große Rolle. Als Schulfach begeistert sie weniger, wie auch die zunehmende Beliebtheit entsprechender Caches, wie zum Beispiel GC4C4QF beweist.
Weltweit umfassende Ländervergleichsuntersuchungen (PISA) zu Fähigkeiten und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, die sie am Ende ihrer Pflichtschulzeit erworben haben, zeigen immer wieder, dass Deutschland auch auf dem Gebiet der Mathematik durchaus nicht auf den vorderen Plätzen mitspielen kann.
Liegt das daran, dass in den deutschen Schulen zu viel Mathematikunterricht ausfällt? Oder leiden unsere Kinder immer stärker unter störenden Einflüssen, die Defizite im mathematisch-kognitiven Bereich erzeugen können?
Der Schulalltag zeigt, dass Fälle von Dyskalkulie keine Seltenheit sind. Ein Grund, sich mit diesem Thema tiefgreifender auseinanderzusetzen.
Was ist eigentlich Dyskalkulie?
Die Weltgesundheitsorganisation definiert den Begriff wie folgt: „Unter Rechenstörung (ICD-10) versteht man die Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar sind. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie und Differential- sowie Integralrechnung benötigt werden.“
Die Symptome für eine vorliegende Dyskalkulie sind vielfältig, wie in der einschlägigen Literatur nachgelesen werden kann. In den meisten Fällen treten nicht alle Erscheinungen gleichzeitig auf, vielmehr lassen sich oftmals nur Gruppen von Symptomen analysieren. Fast immer ist jedoch der Lernfortschritt des Kindes maßgeblich beeinträchtigt, wenn es um grundlegende Rechenanforderungen geht. Die Schwierigkeiten gipfeln in mehrteiligen Berechnungen wie 13 – 45 : 9 oder gar 669 x 9 – 84 : 21 + 85, die nahezu nicht fehlerfrei zu bewältigen sind.
Die WHO rät: „Da es kein einheitliches Erscheinungsbild der Dyskalkulie gibt, muss eine Dyskalkulietherapie maßgeschneidert sein. Die eingesetzten Methoden richten sich nach den individuellen Lernvoraussetzungen des Schülers. In der Diagnostik wird zunächst der Förderbedarf festgestellt. Die nachfolgende Therapie setzt bei den Stärken des Schülers an. Das schafft Vertrauen in die eigene Kompetenz - eine Grundvoraussetzung für eine effektive Förderung. Rechenschwache Schüler haben zumeist ein negatives Selbstbild. Versagens- und Schulangst sowie Verhaltensauffälligkeiten wie Konzentrationsmangel, Merkstörungen, mangelnde Ausdauer, Ablenkbarkeit oder Hyperaktivität können eine psychologische Beratung oder eine die Rechentherapie begleitende Psychotherapie erforderlich machen.“
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