Mini Lost Place - Molohaus & Molopark
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Hintergrundinfos zu Walter v. Molo, Molohaus & Molopark
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Molo-Park (früher Hechendorf, Haus Nr. 59).
"Provinz ist überall dort, wo der einzelne sich unwidersprochen feierlich wichtig nimmt. Murnau, in der Provinz am 10.11.1948 gez. Walter v. Molo"
Das Grundstück am Ortsrand von Murnau kaufte Walter von Molo bereits im Sommer 1932 und vergrößerte es durch weitere Ankäufe.
Der Schriftsteller Walter von Molo (1880-1958) lebte von Mai 1934 bis zu seinem Tod im Oktober 1958 zusammen mit seiner zweiten Frau Anne inmitten eines großzügigen Grundstücks, das heute Walter-von-Molo-Park heißt. Er war der meistgelesene deutsch-sprachige Autor der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bevor die Nationalsozialisten ihn zwangen, sich zurückzuziehen. Am Ortsrand von Murnau fand er einen Platz, der ihm an seinem Lebensabend Geborgenheit und ein wenig Ruhe gab. Seine autobiographischen Aufzeichnungen So wunderbar ist das Leben (1957), Wo ich Frieden fand (1959) und Aus dem Murnau Tagebuch (1933-1945) sind voll von Erinnerungen und Erlebnissen an seine Murnauer Jahre. Berühmtheit erlangte er im Nachkriegsdeutschland durch eine Kontroverse zwischen den Schriftstellern, die während des Dritten Reiches in Deutschland ausharrten, und denen, die aus Deutschland fliehen mussten. In diesem Streit war er einer der Exponenten für die "innere Emigration".
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg ging er als Schriftsteller in die kulturelle Metropole Berlin und schrieb äußerst erfolgreiche Romane, die Rekordauflagenhöhen erzielten, wie sein Schiller Roman in vier Teilen (1912 - 1916) oder sein Roman Ein Volk wacht auf (1918 - 1921). Mit über 50 Romanen und Erzählungen zählte Walter von Molo zu den Arrivierten der Reichshauptstadt Berlin. Von 1928 bis 1930 war er Präsident der Dichterakademie, die aus der Akademie der Künste in Berlin hervorgegangen war. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde er von deren Presse scharf attackiert. Seine Bücher wurden nicht mehr aufgelegt. Daraufhin zog er sich nach Murnau zurück.
Nachdem er der Verfolgung durch die Nationalsozialisten auch in Murnau nicht entgehen konnte, versenkte er wertvolle Bücher und Schriftwechsel im Weiher auf seinem Grundstück. So wurden unersetzliche Werte vernichtet, so etwa der Schriftwechsel mit Stefan Zweig.
Walter von Molo zog sich immer mehr zurück und wurde ein Heimatloser im eigenen Land. "Oft verließ ich wochenlang nicht das Grundstück, eine Zeitlang ging ich sogar nur in der Nacht spazieren. Ich sah kaum einen Menschen und erlebte die Dinge des inneren Lebens.
"Ich arbeitete viel körperlich, hackte Holz, fuhr mit dem Schubkarren Erde und Schotter, kurz ich suchte Ablenkung". Nach Kriegsende setzte sich Walter von Molo für die Rückkehr der ins Exil gegangenen deutschsprachigen Intelligenz ein und forderte seinen großen Kollegen Thomas Mann zur Rückkehr nach Deutschland auf. Vielleicht hätte sich Thomas Mann sogar zum Kommen überreden lassen, hätten sich nicht andere selbsterwählte Sprecher der >inneren Emigration< bei dieser Diskussion im Ton vergriffen. So kehrte Thomas Mann nicht nach Deutschland zurück, sondern ließ sich 1952 endgültig in der Schweiz nieder. Walter von Molo blieb bis zu seinem Tod in Murnau.
1969 verkaufte Annemarie von Molo der Marktgemeinde Murnau das Grundstück. Sie behielt bis zu ihrem Tod, 1983, das Nutzungsrecht von Grundstück und Wohnhaus bei. Ihre Urne ist im Garten neben der ihres Mannes Walter von Molo beigesetzt. Ein Grabstein erinnert an den einst vielgelesenen und inzwischen fast vergessenen Schriftsteller.
Die Zukunft des Parks, der sich derzeit in einem reichlich desolaten Zustand präsentiert, insbesondere im Hinblick auf zu erwartende Kosten für notwendige Renovierungsarbeiten, ist ungewiss.
Auch das Schicksal des Hauses ist kein Ruhmesblatt. Jahrelang wurde es durch Überbelegung herunter gewohnt, dann aufwändig saniert, erneut mit Mietern überbelegt – und steht nun seit etwa 2 Jahren leer und verfällt.
Happy Geocaching & Don’t panic!
Trillian & Wowbagger
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